Montag, 19. September 2016

Holzweiler.

Streifzug durch den Ringener Wald.
Wanderleitung: Dieter
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.9 Das Ahrtal, zwischen Schuld und Sinzig am Rhein.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  12,0 km, 03:21 h Echtzeit 245 hm.
Wegführung: Nr. 9, 2,1,5,7, falls vorhanden.
Anspruch: leicht  Wetter: + 15,5 Grad C, bedeckt, grau in grau.
Unsere Tour startet an der Panorama Sauna in Holzweiler. Der Wunsch eines Mitwanderers war, ich muss um 16:00 Uhr zu Hause sein, dann kommt der PC Spezi. Eine kleine Runde durch den Ringener Wald mit Weitsichten auf die Ahrberge und das Siebengebirge. Die ersten Blicke gingen in Richtung Grafschaft, bzw. Kalenborn. Hier ist bis an den Waldbereich intensive Landwirtschaft mit Obstplantagen. Am Kreuzungspunkt zweier Wege an einer Schutzhütte oberhalb von Esch wurde die asphaltierte Wegstrecke verlassen und mal querfeldein eine Route gewählt. Diese war letztendlich von kurzer Dauer alles zugewachsen. Doppelstriche in der Karte sind halt Nebenstraßen, die muss man leider in Kauf nehmen.
Leicht ansteigend der Wegnummer 9 folgend, falls eine Bezeichnung vorhanden war wurde das Holzweiler Kreuz erreicht. Ein Grenzkreuz. Es liegt auf der Grenze der Ringener und Lantershofener Gemarkung. Hier fanden sich die Bewohner der benachbarten Dörfer in der fränkischen und frühmittelalterlichen Zeit zum Volksding ein. Aus den Ahrweiler Weistümern ist zu erfahren, dass die Flurbegänge oft auch einen sakralen, prozessionsartigen Charakter hatten. Wenn auch die Flurbegänge schon vor 1800 aufhörten, so steckt im Volke noch immer der Zug zum Holzweiler Kreuz.
Familien wandern sinnvoll auf alten Wegen der Ahnen, sie schmücken das Kreuz mit Blumen; sie rasten dort auf der Holzbank, sie stärken sich und gehen mit dem Segen des Kreuzes wieder in ihr Dorf zurück. Wir legten eine Trinkpause ein und fachsimpeln über die Digitale Technik.
Die Beschilderung war dann ab und an mit Hinweisen versehen. Erstaunlich war eine Schutzhütte in modernem Design. Kurz hinter der Hütte wurde das Maria Cohners Kreuz auf einer Hinweistafel beschrieben. In und um Lantershofen findet sich eine Reihe von historischen Steinkreuzen aus dem 18. Jahrhundert. Das älteste sicher datierbare dieser Kreuze befindet sich am sogenannten Galgenweg am Lantershofener Bahndamm und stammt aus dem Jahr 1724. Ein weiteres Kreuz am Bahndammtunnel, den wir einschlagen wo sich eine imposante Lössschicht präsenteiert.
Die Weitschicht leider im Dunst, den Bad Neuenahrer Berg ebenso im Dunst wie das Siebengebirge und zunehmend wurde es kälter bzw. nasskalt. An der St Hubertushütte wurden Erinnerungen wach, da haben wir mal ein Selfie gemacht. Das sollte nicht verborgen bleiben, am 8. Dezember 2014 und wird hier noch mal abgebildet.

Noch ein Blick bei Grafschaft auf die neuen Baumaßnahmen von Haribo und schon konnten wir uns freuen auf Café und Kuchen bei Linnartz in Heimersheim.

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