Streifzug durch den Ringener Wald.
Wanderleitung: Dieter
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.9 Das Ahrtal,
zwischen Schuld und Sinzig am Rhein.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 12,0 km, 03:21 h Echtzeit 245 hm.
Wegführung: Nr. 9, 2,1,5,7, falls vorhanden.
Anspruch: leicht Wetter: + 15,5 Grad C, bedeckt, grau in grau.
Unsere Tour startet an der Panorama Sauna in
Holzweiler. Der Wunsch eines Mitwanderers war, ich muss um 16:00 Uhr zu Hause
sein, dann kommt der PC Spezi. Eine kleine Runde durch den Ringener Wald mit
Weitsichten auf die Ahrberge und das Siebengebirge. Die ersten Blicke gingen in
Richtung Grafschaft, bzw. Kalenborn. Hier ist bis an den Waldbereich intensive
Landwirtschaft mit Obstplantagen. Am Kreuzungspunkt zweier Wege an einer
Schutzhütte oberhalb von Esch wurde die asphaltierte Wegstrecke verlassen und
mal querfeldein eine Route gewählt. Diese war letztendlich von kurzer Dauer
alles zugewachsen. Doppelstriche in der Karte sind halt Nebenstraßen, die muss man
leider in Kauf nehmen.
Leicht ansteigend der Wegnummer 9 folgend, falls
eine Bezeichnung vorhanden war wurde das Holzweiler Kreuz erreicht. Ein
Grenzkreuz. Es liegt auf der Grenze der Ringener und Lantershofener Gemarkung.
Hier fanden sich die Bewohner der benachbarten Dörfer in der fränkischen und
frühmittelalterlichen Zeit zum Volksding ein. Aus den Ahrweiler Weistümern ist
zu erfahren, dass die Flurbegänge oft auch einen sakralen, prozessionsartigen
Charakter hatten. Wenn auch die Flurbegänge schon vor 1800 aufhörten, so steckt
im Volke noch immer der Zug zum Holzweiler Kreuz.
Familien wandern sinnvoll auf alten Wegen der Ahnen,
sie schmücken das Kreuz mit Blumen; sie rasten dort auf der Holzbank, sie
stärken sich und gehen mit dem Segen des Kreuzes wieder in ihr Dorf zurück. Wir
legten eine Trinkpause ein und fachsimpeln über die Digitale Technik.
Die Beschilderung war dann ab und an mit Hinweisen
versehen. Erstaunlich war eine Schutzhütte in modernem Design. Kurz hinter der
Hütte wurde das Maria Cohners Kreuz auf einer Hinweistafel beschrieben. In und
um Lantershofen findet sich eine Reihe von historischen Steinkreuzen aus dem
18. Jahrhundert. Das älteste sicher datierbare dieser Kreuze befindet sich am
sogenannten Galgenweg am Lantershofener Bahndamm und stammt aus dem Jahr 1724.
Ein weiteres Kreuz am Bahndammtunnel, den wir einschlagen wo sich eine
imposante Lössschicht präsenteiert.
Die Weitschicht leider im Dunst, den Bad Neuenahrer
Berg ebenso im Dunst wie das Siebengebirge und zunehmend wurde es kälter bzw.
nasskalt. An der St Hubertushütte wurden Erinnerungen wach, da haben wir mal
ein Selfie gemacht. Das sollte nicht verborgen bleiben, am 8. Dezember 2014 und wird hier noch mal
abgebildet.
Noch ein Blick bei Grafschaft auf die neuen
Baumaßnahmen von Haribo und schon konnten wir uns freuen auf Café und Kuchen
bei Linnartz in Heimersheim.
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