Von Kaub nach Lorch.
Wanderleitung: Heinz. Gut vorbereitet und nicht
beeinflussbar trotz der umfangreichen elektronischen Hilfen,
Führungsqualitäten.
Wanderkarte: Karte Kompass.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 14,3 km, 05:22 h Echtzeit 475 hm.
Wegführung: blaue Markierung Rheinsteig.
Anspruch: mittel Wetter: + 9,6 Grad C, starke Bewölkung, trocken, ab und an Sonne in den
Mittagsstunden.
Von
Kaub nach Lorch, flexibel sein, wegen Umbauten an der Loreley.
Die Zollburg Kaub, vom Wasser aus sehen, oder von
den Rheinhöhen, schöne Wanderstrecke mit viel Rheinnähe, was in manchen
Abschnitten des Rheinsteigs nicht der Fall ist.
Die Ansicht vom Wasser aus hat uns das Navi
vorgegeben als kürzeste Anreise. Die Änderung des Streckenverlaufs die
Baumaßnahmen an der Loreley, hat Heinz dokumentiert, das wird nachgeholt.
Die Flößer- und Schifferstadt Kaub ist vor allem
wegen der Festung Pfalzgrafenstein bekannt. Sie ragt vor der Uferfront des
Weinortes aus dem Strom empor. Fast könnte man meinen, ein steinernes Schiff
sei hier vor Anker gegangen. Die Zollburg ist neben der Marksburg die einzige
am Mittelrhein, die nie zerstört wurde. Das kleine Eiland, auf dem sie aus den
Fluten lugt, nutzte General Blücher bei der Verfolgung der napoleonischen
Truppen in der Silvesternacht 1813 / 1814 für seinen legendären Übergang über
den Rhein.
Vom Bahnhof aus schlendert man kurz zur Hauptstraße,
die ins Volkenbachtal hinaufführt. Eine Schönheitsklinik mit imposantem Toreingang
hilft uns zur ersten Verschnaufpause. So viel Prunk in geballter Form. Nach dem
ersten Steilstück schert der Rheinsteig nach links aus und hält auf Burg
Gutenfels zu, ohne sie jedoch zu erreichen.
Über den Höhenweg wird als nächstes Ziel an einem
Tennisplatzgelände vorbei das Volkenbachtal verlassen und im Wald das leicht
ansteigende Schenkelbachtal gequert. Über kurze Serpentinen geht es hinunter
ins Niederthal, hier sind wir im Grenzverlauf zu Hessen.
Der Grenzvogt vom Niederthal hat hier eine Infotafel
erstellt und ein Grenzbuch ausgelegt, in dem Wanderer ihre Eindrücke in Worte
fassen können. Das lassen sich die TÜV Rheinsteigwanderer nicht zweimal sagen.
Kurz darauf folgt eine Überraschung, die man hier
mitten im Wald sicher nicht erwartet. Ein Weinstand mit Lorcher und Kauber
Weinen, Wispertalforelle oder Wildbratwurst lädt hier zur Rast ein, um diese
Jahreszeit geschlossen und unsere Selbstverpflegung hinterlässt auch bleibende
Eindrücke. Süßigkeiten und junger Genever machen die Runde. Der aufkommende
Sonnenschein ermuntert zum Weitergehen, und einer ehemaligen Sekretärin wird
per Handy ein Geburtstagsständchen vermittelt.
Aus dem engen Tal heraus, das die Grenze zwischen
Rheinland-Pfalz und Hessen markiert, führt der Rheinsteig unterhalb des
Scheibigkopfes wieder an die Steilwände des Rheintales zurück. Am dem
Aussichtsfelsen hat man einen herrlichen Blick auf Bacharach.
Nächstes Ziel ist die Clemenskapelle in den
Weinbergen oberhalb von Lorchhausen. Entlang des Tals sind die alten
Trockenmauern und zeugen von harter Arbeit in den Weinbergen.
Direkt an der Ruine Nollig folgt eine alpine
Kletterpassage die bei schlechten Wetterbedingungen umgangen werden sollte. Große
Hinweistafel, Strecke ist nicht zu unterschätzen. Durch das Wispertal wird
Lorch erreicht, im Weingut Bahles direkt am Bahnhof lohnt es sich von der
Strapazen zu erholen.
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