Samstag, 19. November 2016

Der Rheinsteig.

Von Kaub nach Lorch.
Wanderleitung: Heinz. Gut vorbereitet und nicht beeinflussbar trotz der umfangreichen elektronischen Hilfen, Führungsqualitäten.
Wanderkarte: Karte Kompass.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 14,3 km, 05:22 h Echtzeit 475 hm.
Wegführung: blaue Markierung Rheinsteig.
Anspruch: mittel  Wetter: + 9,6 Grad C, starke Bewölkung, trocken, ab und an Sonne in den Mittagsstunden.
Von Kaub nach Lorch, flexibel sein, wegen Umbauten an der Loreley.
Die Zollburg Kaub, vom Wasser aus sehen, oder von den Rheinhöhen, schöne Wanderstrecke mit viel Rheinnähe, was in manchen Abschnitten des Rheinsteigs nicht der Fall ist.
Die Ansicht vom Wasser aus hat uns das Navi vorgegeben als kürzeste Anreise. Die Änderung des Streckenverlaufs die Baumaßnahmen an der Loreley, hat Heinz dokumentiert, das wird nachgeholt.
Die Flößer- und Schifferstadt Kaub ist vor allem wegen der Festung Pfalzgrafenstein bekannt. Sie ragt vor der Uferfront des Weinortes aus dem Strom empor. Fast könnte man meinen, ein steinernes Schiff sei hier vor Anker gegangen. Die Zollburg ist neben der Marksburg die einzige am Mittelrhein, die nie zerstört wurde. Das kleine Eiland, auf dem sie aus den Fluten lugt, nutzte General Blücher bei der Verfolgung der napoleonischen Truppen in der Silvesternacht 1813 / 1814 für seinen legendären Übergang über den Rhein.
Vom Bahnhof aus schlendert man kurz zur Hauptstraße, die ins Volkenbachtal hinaufführt. Eine Schönheitsklinik mit imposantem Toreingang hilft uns zur ersten Verschnaufpause. So viel Prunk in geballter Form. Nach dem ersten Steilstück schert der Rheinsteig nach links aus und hält auf Burg Gutenfels zu, ohne sie jedoch zu erreichen.
Über den Höhenweg wird als nächstes Ziel an einem Tennisplatzgelände vorbei das Volkenbachtal verlassen und im Wald das leicht ansteigende Schenkelbachtal gequert. Über kurze Serpentinen geht es hinunter ins Niederthal, hier sind wir im Grenzverlauf zu Hessen.
Der Grenzvogt vom Niederthal hat hier eine Infotafel erstellt und ein Grenzbuch ausgelegt, in dem Wanderer ihre Eindrücke in Worte fassen können. Das lassen sich die TÜV Rheinsteigwanderer nicht zweimal sagen.
Kurz darauf folgt eine Überraschung, die man hier mitten im Wald sicher nicht erwartet. Ein Weinstand mit Lorcher und Kauber Weinen, Wispertalforelle oder Wildbratwurst lädt hier zur Rast ein, um diese Jahreszeit geschlossen und unsere Selbstverpflegung hinterlässt auch bleibende Eindrücke. Süßigkeiten und junger Genever machen die Runde. Der aufkommende Sonnenschein ermuntert zum Weitergehen, und einer ehemaligen Sekretärin wird per Handy ein Geburtstagsständchen vermittelt.
Aus dem engen Tal heraus, das die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen markiert, führt der Rheinsteig unterhalb des Scheibigkopfes wieder an die Steilwände des Rheintales zurück. Am dem Aussichtsfelsen hat man einen herrlichen Blick auf Bacharach.
Nächstes Ziel ist die Clemenskapelle in den Weinbergen oberhalb von Lorchhausen. Entlang des Tals sind die alten Trockenmauern und zeugen von harter Arbeit in den Weinbergen.
Direkt an der Ruine Nollig folgt eine alpine Kletterpassage die bei schlechten Wetterbedingungen umgangen werden sollte. Große Hinweistafel, Strecke ist nicht zu unterschätzen. Durch das Wispertal wird Lorch erreicht, im Weingut Bahles direkt am Bahnhof lohnt es sich von der Strapazen zu erholen.

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