Montag, 14. November 2016

Hannebach.

Exkursion in die Vulkaneifel bei winterlichem Kleid.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Karte Nr.10 das Brohltal mit Vulkanpark und Laacher See.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 11,2 km, 03:31 h Echtzeit 173 hm.
Wegführung: örtliche Wege, OB 2 und querfeldein.
Anspruch: leicht  Wetter: morgens -2 Grad C, mittags +2 Grad C Sonne.
Start und Ziel ist an der Quelle des Brohltalbaches in Hannebach. Der Brohlbach, ist mit knapp 20 Kilometer ein linker Nebenfluss des Rheins in der Eifel, er entspringt bei Hannebach und durchfließt das Brohltal. In Brohl mündet der Brohlbach in den Rhein.
Zuerst geht es mal querfeldein durch eine mit Pulverschnee bedeckte Landschaft bei strahlendem Sonnenschein. Einfach herrlich, und das Mitte November. Begeisternd Bilder schießen und dabei einen Handschuh verlieren, getreu nach dem Motto man hat schon mal ein Händchen für schöne Fotos.

Die Hannebacher Ley ist das erste Ziel der Wanderleitung. Etwa 1.000 Meter östlich des Örtchens Hannebach mit dichtem Buchen- und Eichenniederwald bedeckt. Dieter teilt uns seine Fachkenntnisse mit, studiert ist studiert, und am Einstieg zum Abbau brauchen wir die Infotafel nicht mehr zu lesen.

Ein aufgelassener Steinbruch an ihrer Südflanke diente bereits im 17. Jahrhundert zur Gewinnung eines besonders feinkörnigen Basaltgesteins, das sich hervorragend zu Mühlsteinen, Wegekreuzen oder Werksteinen verarbeiten ließ. Es wird berichtet, dass 1928 Basaltlava aus Hannebach für die Steinerneuerung im Sockel des Kölner Doms bestellt und geliefert wurde. Entstanden ist dieser wertvolle Naturstein vor etwa 470.000 Jahren. Das Brohltal bestand damals noch nicht, denn sonst wäre die Lava hinein geflossen.
Die Burg Olbrück, ragt einsam in die Landschaft. Lange Zeit des Weges ein markanter Punkt, der auch von der Autobahn 61 ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Brohltals ist. Eine in der Osteifel bei Hain im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler gelegene Burgruine.
Mehr als 15 Familien waren seit der Burggründung um 1100 Eigentümer der Anlage. Mehrmals wurde sie zerstört und immer wieder zumindest teilweise aufgebaut. Die Höhenburg ist eine der ältesten sowie größten ihrer Art in der Eifel, steht seit dem 24. Juni 1980 unter Denkmalschutz.
Die zahlreichen Basaltkreuze in der Osteifel sind überwiegend Ausdruck einer tief verwurzelten Volksfrömmigkeit ganzer Generationen. Viele datiert auf die Jahre um 1600. Sie sind steinerne Zeugnisse des Glaubens und häufig auch des Aberglaubens. Sie verraten uns manches über den Wohlstand oder das Ansehen der Errichter, geben Auskunft über deren Berufe und Gnadenbitten. Sie berichten aber auch von Unglücken, Mord oder der Pest. Sie stehen so einfach in der Landschaft, im Wald an der Straße, an den Wiesenrändern, und weil sie aus einem extrem witterungsbeständigen vulkanischen Gestein geschaffen wurden, haben sich ihre Botschaften vom Mittelalter bis heute erhalten.
Der Wetterumschwung für die nächsten Tage kündigt sich am Himmel an, schon morgen sollen Plusgrade das Rheinland erreichen. In der Ortschaft Schelbom machen wir die Pause in der beheizten kleinen Kapelle. Am Aussichtpunkt Fuchskopf und weiter über die alte Kohlenstraße haben wir immer wieder phantastische Blicke in die Landschaft bis zu den Höhenzügen des Westerwaldes. Tolle Wegführung mit bestem Wetter, da haben wir eine Belohnung im Café Lennartz in Heimerzheim verdient.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Schöne Bilder