Exkursion in die Vulkaneifel bei
winterlichem Kleid.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Karte Nr.10 das Brohltal mit
Vulkanpark und Laacher See.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 11,2 km, 03:31 h Echtzeit 173 hm.
Wegführung: örtliche Wege, OB 2 und
querfeldein.
Anspruch: leicht Wetter: morgens -2 Grad C, mittags +2 Grad C Sonne.
Start und Ziel ist an der Quelle des Brohltalbaches
in Hannebach. Der Brohlbach, ist mit knapp 20 Kilometer ein linker Nebenfluss
des Rheins in der Eifel, er entspringt bei Hannebach und durchfließt das Brohltal.
In Brohl mündet der Brohlbach in den Rhein.
Zuerst geht es mal querfeldein durch eine mit
Pulverschnee bedeckte Landschaft bei strahlendem Sonnenschein. Einfach
herrlich, und das Mitte November. Begeisternd Bilder schießen und dabei einen
Handschuh verlieren, getreu nach dem Motto man hat schon mal ein Händchen für
schöne Fotos.
Die Hannebacher Ley ist das erste Ziel der
Wanderleitung. Etwa 1.000 Meter östlich des Örtchens Hannebach mit dichtem
Buchen- und Eichenniederwald bedeckt. Dieter teilt uns seine Fachkenntnisse mit,
studiert ist studiert, und am Einstieg zum Abbau brauchen wir die Infotafel
nicht mehr zu lesen.
Ein aufgelassener Steinbruch an ihrer Südflanke
diente bereits im 17. Jahrhundert zur Gewinnung eines besonders feinkörnigen
Basaltgesteins, das sich hervorragend zu Mühlsteinen, Wegekreuzen oder
Werksteinen verarbeiten ließ. Es wird berichtet, dass 1928 Basaltlava aus
Hannebach für die Steinerneuerung im Sockel des Kölner Doms bestellt und
geliefert wurde. Entstanden ist dieser wertvolle Naturstein vor etwa 470.000
Jahren. Das Brohltal bestand damals noch nicht, denn sonst wäre die Lava hinein
geflossen.
Die
Burg Olbrück, ragt einsam in die
Landschaft. Lange Zeit des Weges ein markanter Punkt, der auch von der Autobahn
61 ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Brohltals ist. Eine in der Osteifel
bei Hain im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler gelegene Burgruine.
Mehr
als 15 Familien waren seit der Burggründung um 1100 Eigentümer der
Anlage. Mehrmals wurde sie zerstört und immer wieder zumindest teilweise aufgebaut.
Die Höhenburg ist eine der ältesten sowie größten ihrer Art in der Eifel, steht
seit dem 24. Juni 1980 unter Denkmalschutz.
Die
zahlreichen Basaltkreuze in der Osteifel sind überwiegend Ausdruck einer tief
verwurzelten Volksfrömmigkeit ganzer Generationen. Viele datiert auf die Jahre
um 1600. Sie sind steinerne Zeugnisse des Glaubens und häufig auch des
Aberglaubens. Sie verraten uns manches über den Wohlstand oder das Ansehen der
Errichter, geben Auskunft über deren Berufe und Gnadenbitten. Sie berichten aber
auch von Unglücken, Mord oder der Pest. Sie stehen so einfach in der Landschaft,
im Wald an der Straße, an den Wiesenrändern, und weil sie aus einem extrem
witterungsbeständigen vulkanischen Gestein geschaffen wurden, haben sich ihre
Botschaften vom Mittelalter bis heute erhalten.
Der
Wetterumschwung für die nächsten Tage kündigt sich am Himmel an, schon morgen
sollen Plusgrade das Rheinland erreichen. In der Ortschaft Schelbom machen wir
die Pause in der beheizten kleinen Kapelle. Am Aussichtpunkt Fuchskopf und
weiter über die alte Kohlenstraße haben wir immer wieder phantastische Blicke
in die Landschaft bis zu den Höhenzügen des Westerwaldes. Tolle Wegführung mit
bestem Wetter, da haben wir eine Belohnung im Café Lennartz in Heimerzheim
verdient.
1 Kommentar:
Schöne Bilder
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