Montag, 24. April 2017

Dreiborn.

Durch die blühenden Rapsfelder.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Nr. 3 Monschauer Land, Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 18,5 km , 04:25 h Echtzeit, 364 hm
Wegführung: überwiegend Weg Nr. 32,24.
Anspruch: mittel schwer.
Wetter: geschätzte +10,0 Grad C, Sonne.
Die Wanderleitung hatte sich als Ziel gesetzt durch die blühenden Rapsfelder auf der Dreiborner Höhe zu wandern. Raps war da, aber hier noch in spärlicher Blüte, wir sind immerhin auf 540 hm.
Auf der Hin-Rückfahrt war da links und rechts der B258 und A1 eine fanstatisch gelbe Landschaft zu bewundern. Für uns golden gelb schien die Sonne an diesem Tag. Frische Winde ließen aber nicht zu sich aus der Zwiebelkleidung zu befreien.
Direkt am Parkplatz gegenüber der Wasserburg Dreiborn geht es los über den Weg Nr. 32 in Richtung Herhahn, ein Radweg mit sehr festem Untergrund. Links und rechts des Weges war Raps angebaut, und der präsentierte sich in saftigem Grün, wenn auch Kenner behaupteten das ist eine andere Sorte.
Die auf 540 Meter über Normal-Null liegende Burg Dreiborn ist die höchstgelegene Wasserburg des Rheinlandes. Sie wurde um das Jahr 1300 aus Bruchstein errichtet und zwischen 1680 und 1695 noch einmal um ein zweigeschossiges Wohnhaus und den Südflügel erweitert. Mit ihren breiten Wassergräben und den beeindruckenden Burgwällen ist die Burganlage ein gutes Beispiel für die Bauweise einer rheinischen Wasserburg.
Über die Wegnummer 24 ging es entlang des Höddelbach bergab und auf der anderen Seite bergan nach Querung der K66 in Richtung Ettelscheid. Die gigantischen Windräder waren voll in Aktion, die Sonne von strahlend blauem Himmel, ein Tag für die regenerative Energie.
Nach massiven Beschwerden der Bewohner in Ettelscheid hat der Kreis nun reagiert. Mit einer Ordnungsverfügung wird der Betreiber, angewiesen, drei der brummenden Windräder nachts nur noch gedrosselt, mit einem Zehntel ihrer möglichen Nennleistung von drei Megawatt zu betreiben. Ein dauerhaftes Brummen der nur 700 Meter von der Wohnbebauung entfernten Windanlagen lässt die Bewohner von Ettelscheid nachts keinen Schlaf mehr finden, uns beeindruckt der Schattenwurf. Damit rächt sich nun die Entscheidung der Stadt Schleiden, die ursprünglich geplante Windkonzentrationszone nach Intervention des Nationalparks näher an die Ortsbebauung von Scheuren und Ettelscheid heranzurücken. Wie sich die verordnete Drosselung auf die Steuereinnahmen der Stadt und die Gewinnbeteiligungen von Bürgern und angrenzenden Kommunen auswirkt, bleibt abzuwarten.

Unsere Energie zum Wandern wurde am Wanderweg gegenüber der Weiermühle wieder aufgetankt. Schön in der Sonne sitzen und fachsimplen wo ist welche Ortschaft die wir nun tangieren und kennen. Der Wegführung Nr. 32 folgend durch das Waldgebiet Berescheid und entlang der Renaturierung von Schenkelbach und Berescheider Bach wurde die Dreiborner Höhe erreicht. Der Besuch im Kaffee Cup 19 mit einer gesponserten Runde von Herbert, Urlaub, und der Erkenntnis hier waren wir im Februar 16 wie die Zeit vergeht. 

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