Durch die blühenden Rapsfelder.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Nr. 3 Monschauer Land,
Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 18,5 km , 04:25 h Echtzeit, 364 hm
Wegführung: überwiegend Weg Nr. 32,24.
Anspruch: mittel schwer.
Wetter: geschätzte
+10,0 Grad C, Sonne.
Die Wanderleitung hatte sich als Ziel gesetzt durch die blühenden
Rapsfelder auf der Dreiborner Höhe zu wandern. Raps war da, aber hier noch in
spärlicher Blüte, wir sind immerhin auf 540 hm.
Auf der Hin-Rückfahrt war da links und rechts der B258 und A1 eine
fanstatisch gelbe Landschaft zu bewundern. Für uns golden gelb schien die Sonne
an diesem Tag. Frische Winde ließen aber nicht zu sich aus der Zwiebelkleidung
zu befreien.
Direkt am Parkplatz gegenüber der Wasserburg Dreiborn geht es los über
den Weg Nr. 32 in Richtung Herhahn, ein Radweg mit sehr festem Untergrund.
Links und rechts des Weges war Raps angebaut, und der präsentierte sich in
saftigem Grün, wenn auch Kenner behaupteten das ist eine andere Sorte.
Die auf 540 Meter über Normal-Null liegende Burg Dreiborn ist die höchstgelegene
Wasserburg des Rheinlandes. Sie wurde um das Jahr 1300 aus Bruchstein errichtet
und zwischen 1680 und 1695 noch einmal um ein zweigeschossiges Wohnhaus und den
Südflügel erweitert. Mit ihren breiten Wassergräben und den beeindruckenden
Burgwällen ist die Burganlage ein gutes Beispiel für die Bauweise einer
rheinischen Wasserburg.
Über die Wegnummer 24 ging es entlang des Höddelbach bergab und auf der
anderen Seite bergan nach Querung der K66 in Richtung Ettelscheid. Die
gigantischen Windräder waren voll in Aktion, die Sonne von strahlend blauem Himmel,
ein Tag für die regenerative Energie.
Nach massiven Beschwerden der Bewohner in Ettelscheid hat der Kreis nun
reagiert. Mit einer Ordnungsverfügung wird der Betreiber, angewiesen, drei der
brummenden Windräder nachts nur noch gedrosselt, mit einem Zehntel ihrer
möglichen Nennleistung von drei Megawatt zu betreiben. Ein dauerhaftes Brummen
der nur 700 Meter von der Wohnbebauung entfernten Windanlagen lässt die
Bewohner von Ettelscheid nachts keinen Schlaf mehr finden, uns beeindruckt der
Schattenwurf. Damit rächt sich nun die Entscheidung der Stadt Schleiden, die
ursprünglich geplante Windkonzentrationszone nach Intervention des
Nationalparks näher an die Ortsbebauung von Scheuren und Ettelscheid
heranzurücken. Wie sich die verordnete Drosselung auf die Steuereinnahmen der
Stadt und die Gewinnbeteiligungen von Bürgern und angrenzenden Kommunen
auswirkt, bleibt abzuwarten.
Unsere Energie zum Wandern wurde am Wanderweg gegenüber der Weiermühle
wieder aufgetankt. Schön in der Sonne sitzen und fachsimplen wo ist welche
Ortschaft die wir nun tangieren und kennen. Der Wegführung Nr. 32 folgend durch
das Waldgebiet Berescheid und entlang der Renaturierung von Schenkelbach und
Berescheider Bach wurde die Dreiborner Höhe erreicht. Der Besuch im Kaffee Cup
19 mit einer gesponserten Runde von Herbert, Urlaub, und der Erkenntnis hier
waren wir im Februar 16 wie die Zeit vergeht.
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