Montag, 3. April 2017

Walsdorf.

Im dichten Nebel oder doch Sonne.

Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Nr. 16 Hillesheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  18,02 km , 04:57 h Echtzeit, 358 hm.
Wegführung: Start direkt am Ortsende von Walsdorf am Geopfad

Anspruch: mittel.
Wetter: +13,6 Grad C, Sonne.
Dichter Nebel in Brühl und auf der A1 in Richtung Blankenheim, so hatten wir und das nicht vorgestellt. Aber in 500 Meter Höhe war es dann anders. Der ausgewiesene Geopfad in der Karte war überwiegend mit einer Asphaltdecke beschichtet und so haben wir nach kurzer Zeit die Wiesenränder zwischen den Feldern als Wanderweg erklärt.
In diesem Gebiet waren ohnehin keine Zeichen vorhanden. So wurde dann auch Richtung Zilsdorf und im weiteren Verlauf in Richtung Stroheich immer wieder die Traktorenspur der Bauern benutzt bis zur Mühle Oberehe.
Hier wurde der Geopfad in der üblichen Befestigungsform erwandert und durch einen hohen Buchenwald an einer Freifläche mit Blick auf Brück bei strahlendem Sonnenschein die Mittagspause eingeläutet. Hinter Dreis konnten wir den Dreiser Weiher-Moor am oberen Kraterrand mit tollen Aussichten umrunden.
Der Dreiser Weiher hier am Fuße des Döhmbergs ist eine rundlich ovale Senke mit erstaunlichen Maßen, einer N-S-Erstreckung von ca. 1.360 m und einer Breite von ca. 1.180 m. Diese Senke ist aus einem vulkanischen
Einbruchstrichter hervorgegangen. Diese Einbruchstrichter werden auch als Maar bezeichnet, wenn sie mit Wasser gefüllt sind. Bei der Senke des Dreiser Weihers handelt es sich um ein sogenanntes Trockenmaar. Bei Trockenmaaren ist kein Wasser mehr vorhanden sie sind verlandet bzw. vermoort. Ein Maar See kann vermooren, wenn sein Einbruchstrichter nur eine geringe Tiefe hat. Dann ist es Pflanzen möglich, mit der Zeit vom Rand aus bis zur Mitte des Sees vorzudringen, so dass dieser zuwächst und verlandet. Der Dreiser Weiher ist eines der größten Maare in der Eifel. Auf den vulkanischen Ursprung des Dreiser Weihers weist heute noch eine wirtschaftlich genutzte Kohlensäure-Quelle hin. Die vulkanischen Aschen, die bei der Entstehung des Maars gefördert wurden, überlagern die vulkanischen Gesteine des Döhmbergs. Daraus geht hervor, dass sie jünger als diese vulkanischen Ablagerungen sein müssen. Sie sind als Fundort vieler Minerale bekannt. In den Aschen findet man unter anderem besonders schöne Olivin-Bomben, eine davon befindet sich in einem Brühler Wintergarten.
An einer Waldkapelle oberhalb von Dockweiler wurde mit etwas Geschick eine Fotomontage installiert, die es erlaubte ein Gruppenselfie abzulichten. Rucksack auf einem Papierkorb, I Pad positionieren, Eisenbank in die Sonne, bitte lächeln.
Von hier aus in der näheren Umgebung bei Rockeskyll auf dem Alten Voß war die Befreiungsbuche von 1871 deutlich erkennbar, markant überragt sie die anderen Laubbäume, vor zwei Jahren hatten wir dort ein Foto Shooting mit 5 Personen bevor wir die Mühlenstein Höhlen besuchten.

Über eine alte Trasse der Römerstraße, hier die Wegzeichnung Eifelverein, am Rande des Döhmberg entlang ging es zurück nach Walsdorf. Ein schöner Wandertag, nicht nur wegen des Wetters. 

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