Im dichten Nebel oder doch Sonne.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Nr. 16 Hillesheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 18,02 km , 04:57 h Echtzeit, 358 hm.
Wegführung: Start direkt am Ortsende von
Walsdorf am Geopfad
Anspruch: mittel.
Wetter: +13,6
Grad C, Sonne.
Dichter Nebel in Brühl
und auf der A1 in Richtung Blankenheim, so hatten wir und das nicht
vorgestellt. Aber in 500 Meter Höhe war es dann anders. Der ausgewiesene
Geopfad in der Karte war überwiegend mit einer Asphaltdecke beschichtet und so
haben wir nach kurzer Zeit die Wiesenränder zwischen den Feldern als Wanderweg
erklärt.
In diesem Gebiet waren ohnehin
keine Zeichen vorhanden. So wurde dann auch Richtung Zilsdorf und im weiteren
Verlauf in Richtung Stroheich immer wieder die Traktorenspur der Bauern benutzt
bis zur Mühle Oberehe.
Hier wurde der Geopfad in
der üblichen Befestigungsform erwandert und durch einen hohen Buchenwald an
einer Freifläche mit Blick auf Brück bei strahlendem Sonnenschein die
Mittagspause eingeläutet. Hinter Dreis konnten wir den Dreiser Weiher-Moor am
oberen Kraterrand mit tollen Aussichten umrunden.
Der Dreiser Weiher hier
am Fuße des Döhmbergs ist eine rundlich ovale Senke mit erstaunlichen Maßen, einer
N-S-Erstreckung von ca. 1.360 m und einer Breite von ca. 1.180 m. Diese Senke
ist aus einem vulkanischen
Einbruchstrichter hervorgegangen.
Diese Einbruchstrichter werden auch als Maar bezeichnet, wenn sie mit Wasser
gefüllt sind. Bei der Senke des Dreiser Weihers handelt es sich um ein sogenanntes
Trockenmaar. Bei Trockenmaaren ist kein Wasser mehr vorhanden sie sind
verlandet bzw. vermoort. Ein Maar See kann vermooren, wenn sein
Einbruchstrichter nur eine geringe Tiefe hat. Dann ist es Pflanzen möglich, mit
der Zeit vom Rand aus bis zur Mitte des Sees vorzudringen, so dass dieser
zuwächst und verlandet. Der Dreiser Weiher ist eines der größten Maare in der
Eifel. Auf den vulkanischen Ursprung des Dreiser Weihers weist heute noch eine
wirtschaftlich genutzte Kohlensäure-Quelle hin. Die vulkanischen Aschen, die
bei der Entstehung des Maars gefördert wurden, überlagern die vulkanischen
Gesteine des Döhmbergs. Daraus geht hervor, dass sie jünger als diese
vulkanischen Ablagerungen sein müssen. Sie sind als Fundort vieler Minerale
bekannt. In den Aschen findet man unter anderem besonders schöne Olivin-Bomben,
eine davon befindet sich in einem Brühler Wintergarten.
An einer Waldkapelle
oberhalb von Dockweiler wurde mit etwas Geschick eine Fotomontage installiert,
die es erlaubte ein Gruppenselfie abzulichten. Rucksack auf einem Papierkorb, I
Pad positionieren, Eisenbank in die Sonne, bitte lächeln.
Von hier aus in der
näheren Umgebung bei Rockeskyll auf dem Alten Voß war die Befreiungsbuche von
1871 deutlich erkennbar, markant überragt sie die anderen Laubbäume, vor zwei
Jahren hatten wir dort ein Foto Shooting mit 5 Personen bevor wir die
Mühlenstein Höhlen besuchten.
Über eine alte Trasse der
Römerstraße, hier die Wegzeichnung Eifelverein, am Rande des Döhmberg entlang ging
es zurück nach Walsdorf. Ein schöner Wandertag, nicht nur wegen des Wetters.
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