Bergbaupfad mit Gesichte, eine
Exkursion mit Dieter.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr.5 Kall, Kommern, Mechernich,
Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 12,0 km , 03:37 h Echtzeit, 175 hm
Wegführung: überwiegend Weg A1 A2,
Bergbaupfad, oder Beschreibung aus dem Internet.
Anspruch: leicht.
Wetter: gemessene
+7,1 Grad C, bedeckt.
Die Wanderleitung hatte sich als Ziel gesetzt uns eine Exkursion über
den Bergbaupfad in Mechernich geologisch näher zu erläutern. Wenn auch viele
Schautafeln entlang der Route uns den Blei Abbau erklären so sind doch
spezielle Fachkenntnisse hoffentlich von bleibenden Nutzen.
Eine unterhaltsame Runde
um das Bergbaumuseum Grube Günnersdorf bietet die knapp 12 km lange Tour.
Bergbauhistorische Wanderung auf den Wegen A1 bis A2. Bleierze wurden hier
bereits vor 2000 Jahren von Kelten und Römern geschürft.
Das Bergwerk wurde zwar
in den 1950er Jahren geschlossen und die am Wanderweg befindlichen Relikte des
Bergbaus sind zum Teil nur noch in Ansätzen erkennbar, doch es ist überaus
interessant zu sehen, welche Arbeitsschritte bei der Erzeugung von Fein Erz
nötig waren und wie stark sich die Natur ihr Revier bereits zurück erobert hat. Deutlich zu sehen an
der zwei gesprengten Schornsteinen, besonders am langen Emil, der damals der
höchste Schornstein Europas war.
Vom Start an der
Infotafel vor dem Museum geht es der K28 entlang bergan und nach ca. 200 m
queren wir diese und kurz darauf nochmals, dann geht es in den Wald. Bald ist
durch die Bäume der Baltesbendener Weiher erkennbar. Eine Tafel informiert über
den Weiher als Wasserreservoir für die Aufbereitung gewonnenen Haufwerks.
Wir passieren ein Altes
Forsthaus, nix zu sehen, das hier stand bis 1975 und zum Bergwerk gehörte. Auf einem
begrünten Weg und neben einer Freifläche geht es durch Mischwald bis zum Großen
Eindicker, wo das zermahlene Haufwerk mit Wasser und Schaumölen vermengt wurde,
so dass von der Oberfläche Bleierz abgeschöpft werden konnte.
Vom Großen Eindicker nach
links folgend schlängelt sich der Weg aufwärts zum Spülfeld hier wurden rechts Sandreste
gelagert. Wieder im Wald über einen Hauptweg geht es geradeaus weiter. Ein 150
m-Abstecher führt zum Buchholzer Weiher für den wer diesen nicht verpassen will.
Hier wurde Sand zur Wiederverwendung des Wassers abgesetzt, dementsprechend ist
dieser auch versandet.
Nach Schließung des
Bergwerks hat sich eine artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Ein natürlicher
Wasserzulauf fehlt zwar, dennoch hält sich der Spiegel erstaunlich konstant.
An einem Aussichtspunkt in
der Nähe einer Antennenanlage hat man den Blick frei in Richtung Kall. Weiter
über einen Hauptweg auf der Suche nach einem Rastplatz wurde oberhalb von
Kallmuth bei lausigen 7 Grad C eine Mittagspause eingelegt, die uns aber nicht
zu einen langen Aufenthalt animieren konnte. Wir waren nun an Rande des
Bleibergs.
Hier öffnet sich ebenfalls
eine freie Sicht auf die Landschaft. Zurück zum Ausgangspunkt unterhalten uns die
vielen Infotafeln leicht abwärts über die Methoden des Über und Untertagebaus.
Ein Abstecher führt zum
Alten Schafbergschacht, ab dem Malakow-Turm geht es dann wieder auf Asphalt.
Bald sind am Wegesrand die Mauerreste der Bleihütte erkennbar, Infotafel, bevor
man schließlich ein abgesperrtes Militärgelände und die K28 erreicht. Da wir morgens
feststellten dass Hallmann, in Mechernich, nicht mehr existent ist für eine
Runde Kaffee zum Abwettern, wurde Kommern angesteuert. Freudige Überraschung,
die Eissplittertorte ist wieder groß und gut abgeschmeckt mit Obstler, außerdem
durch die Rückkehr eines Urlaubers wurde alles gesponsert. Danke Dieter.
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