Montag, 8. Mai 2017

Mechernich.

Bergbaupfad mit Gesichte, eine Exkursion mit Dieter.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Nr.5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  12,0 km , 03:37 h Echtzeit, 175 hm
Wegführung: überwiegend Weg A1 A2, Bergbaupfad, oder Beschreibung aus dem Internet.
Anspruch: leicht.
Wetter: gemessene +7,1 Grad C, bedeckt.
Die Wanderleitung hatte sich als Ziel gesetzt uns eine Exkursion über den Bergbaupfad in Mechernich geologisch näher zu erläutern. Wenn auch viele Schautafeln entlang der Route uns den Blei Abbau erklären so sind doch spezielle Fachkenntnisse hoffentlich von bleibenden Nutzen.
Eine unterhaltsame Runde um das Bergbaumuseum Grube Günnersdorf bietet die knapp 12 km lange Tour. Bergbauhistorische Wanderung auf den Wegen A1 bis A2. Bleierze wurden hier bereits vor 2000 Jahren von Kelten und Römern geschürft.
Das Bergwerk wurde zwar in den 1950er Jahren geschlossen und die am Wanderweg befindlichen Relikte des Bergbaus sind zum Teil nur noch in Ansätzen erkennbar, doch es ist überaus interessant zu sehen, welche Arbeitsschritte bei der Erzeugung von Fein Erz nötig waren und wie stark sich die Natur ihr Revier bereits zurück erobert hat. Deutlich zu sehen an der zwei gesprengten Schornsteinen, besonders am langen Emil, der damals der höchste Schornstein Europas war.
Vom Start an der Infotafel vor dem Museum geht es der K28 entlang bergan und nach ca. 200 m queren wir diese und kurz darauf nochmals, dann geht es in den Wald. Bald ist durch die Bäume der Baltesbendener Weiher erkennbar. Eine Tafel informiert über den Weiher als Wasserreservoir für die Aufbereitung gewonnenen Haufwerks.
Wir passieren ein Altes Forsthaus, nix zu sehen, das hier stand bis 1975 und zum Bergwerk gehörte. Auf einem begrünten Weg und neben einer Freifläche geht es durch Mischwald bis zum Großen Eindicker, wo das zermahlene Haufwerk mit Wasser und Schaumölen vermengt wurde, so dass von der Oberfläche Bleierz abgeschöpft werden konnte.
Vom Großen Eindicker nach links folgend schlängelt sich der Weg aufwärts zum Spülfeld hier wurden rechts Sandreste gelagert. Wieder im Wald über einen Hauptweg geht es geradeaus weiter. Ein 150 m-Abstecher führt zum Buchholzer Weiher für den wer diesen nicht verpassen will. Hier wurde Sand zur Wiederverwendung des Wassers abgesetzt, dementsprechend ist dieser auch versandet.
Nach Schließung des Bergwerks hat sich eine artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Ein natürlicher Wasserzulauf fehlt zwar, dennoch hält sich der Spiegel erstaunlich konstant.

An einem Aussichtspunkt in der Nähe einer Antennenanlage hat man den Blick frei in Richtung Kall. Weiter über einen Hauptweg auf der Suche nach einem Rastplatz wurde oberhalb von Kallmuth bei lausigen 7 Grad C eine Mittagspause eingelegt, die uns aber nicht zu einen langen Aufenthalt animieren konnte. Wir waren nun an Rande des Bleibergs.
Hier öffnet sich ebenfalls eine freie Sicht auf die Landschaft. Zurück zum Ausgangspunkt unterhalten uns die vielen Infotafeln leicht abwärts über die Methoden des Über und Untertagebaus.
Ein Abstecher führt zum Alten Schafbergschacht, ab dem Malakow-Turm geht es dann wieder auf Asphalt. Bald sind am Wegesrand die Mauerreste der Bleihütte erkennbar, Infotafel, bevor man schließlich ein abgesperrtes Militärgelände und die K28 erreicht. Da wir morgens feststellten dass Hallmann, in Mechernich, nicht mehr existent ist für eine Runde Kaffee zum Abwettern, wurde Kommern angesteuert. Freudige Überraschung, die Eissplittertorte ist wieder groß und gut abgeschmeckt mit Obstler, außerdem durch die Rückkehr eines Urlaubers wurde alles gesponsert. Danke Dieter. 

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