Montag, 29. Mai 2017

Blasweiler.

Durch die idyllischen Seitentäler der Ahr.
Wanderleitung: Dieter
Wanderkarte: Nr.9 Das Ahrtal zwischen Schuld und Sinzig am Rhein .
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  10,4 km , 03:12 h Echtzeit, 242 hm
Wegführung: Wege in der Karte, dünne schwarze Striche, auch als Karrenweg bezeichnet.
Anspruch: mittel.
Wetter: gemessene +23,5 Grad C bis 30,3 Grad C, Sonne pur.
Wir starten in Blasweiler das 992 urkundlich erwähnt wurde an der Kirche die stammt aus dem Ende 13. Jahrhundert und wurde1939 geschlossen, weil Sie im Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes lag. Die Einwohner von Blasweiler waren zu diesem Zeitpunkt schon ausgesiedelt, und die Kirche diente als Kleiderkammer.
Über die Kleiderordnung an diesem Tag brauchten wir uns keine Gedanken zu machen, hochsommerliche Temperaturen und die Wanderleitung hatte schattige Seitentäler für die Tour ausgesucht.
Auf Nebenwegen ohne jegliche Bezeichnung, außer Eifelleiter, vollkommen unbekannt, neu, ging es in Richtung Spessart. Die Wiesen in sattem Grün, das Eifelgold blühte, und hohe Gräser warnten vor der Zeckengefahr. Zum Schutze, Dieter vorweg, dann Herbert und Gerd in einer Spur. Auf einer Anhöhe war in der Ferne das Siebengebirge im Dunst zu sehen.
Die unzähligen Basaltkreuze der Eifel sind ein Beweis der Frömmigkeit der früheren Bewohner. Sie geben Zeugnis von Glauben und Aberglauben sowie Wohlstand und Ansehen der Errichter. Hinweise auf Unglücke sowie Berufsangaben und Gnadens Bitten sind in diesem extrem witterungsbeständigen Material dauerhaft überliefert.
Die Verbreitung hat ihren Mittelpunkt in den Basalt-Steinbrüchen von Mayen und Mendig. Das Gebiet umfasst einen Radius von ca. 30 km zwischen Rhein, Ahr und Mosel. Die genaue Anzahl der Mäler ist nicht bekannt. Man geht von einem Bestand von ca. 4500 Wegkreuzen und ca. 6000 Grabkreuzen aus.
Viele Basaltkreuze waren ursprünglich in bestimmte religiöse Bräuche eingebunden die heute meist untergegangen sind. Manche Kreuze hatten zugleich eine juristische Funktion, sie markierten Gemeinde, oder Gerichtsgrenzen und waren daher oft in entsprechende Bräuche eingebunden. Somit war die Ortsbestimmung mit der Karte eindeutig. Eindeutig zu warm war es so dass wir auf einem Holzstapel im Schatten die Pause verbringen und die Wegstrecke abkürzen.

Bei einem Kreuz mit der Darstellung von Ackergeräten erzählt man, es sei an der Stelle aufgestellt worden, wo eine Bäuerin die andere erschlagen habe. Wir schlagen uns tapfer durch bis zum Ausgangspunkt und genießen in Altenahr Eis in allen Variationen.

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