| Die Ahrberge, hieroberhalb von Dernau |
Startschuss für das Neue Jahr, Damenwanderung. Von den Ahr Höhen ins Tal der roten Trauben.
| Die A61 am Schießbach, Foto aus dem Internet |
Nach Monaten die A 61 wieder als Zubringer zum Ahrtal benutzen. Schnell ist man vorbei an der Baustelle bei Miel. Das so ein kleiner Bach, Schießbach, solche Ausmaße annehmen kann ist kaum vorstellbar.
| Das Hotel Zimmermann auf der Kalenborner Höhe |
Wir starten in der Nähe des Hotels der Familie
Zimmermann, auf der Höhe gelegen bei Kalenborn wurde das Haus ein Einsatzort
für die Hilfe der Flutopfer im Ahrtal.
| Blick auf Mayschoß |
Die gut ausgebauten, leicht begehbaren Wanderwege führen durch einsame Waldabschnitte und landschaftlich beeindruckenden Partien. Sie sind an die Wanderwege des Ahrtals, Rotweinwanderweg, angebunden und fast jedes Ziel in der Region ist zu erreichen. Auch wenn Kalenborn auf der Höhe, 365 m über Meeresspiegel liegt, ist hier das Quellgebiet des längsten Baches Europas, der Swist.
| Die Saffenburg im Dunst, im Vordergrund Wasseraufbereitung |
Zunächst geht es bergab in Richtung Mayschoß über den Wanderweg Nummer 10. Im Tal erreicht man den Weg Nummer 6, auch als Winzerweg bezeichnet. Nach Angaben der Gemeinde wurden in Mayschoß von der Flutkatastrophe etwa 351 Gebäuden beschädigt und rund 158 vollständig zerstört. Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr, die nach eigenen Angaben die älteste Winzergenossenschaft der Welt ist, wurde geflutet. Im Folgenden bleiben wir auf der Höhe des Weinanbaus und ab und an wird ein Blick auf Mayschoß möglich. Die Abfallberge von Hausrat und zerstörten Häusern sind aus der Ferne nicht mehr zusehen, alles aufgeräumt und einige Winzer sind in ihrem Wingert mit Schneidarbeiten an den Reben beschäftigt.
Über den Rotweinwanderweg auf halber Höhe geht es weiter bis Dernau. Die Saffenburg liegt im Dunst und zurückblickend sind die bis jetzt erwanderten Teilstrecken in der Sonne. An der Zufahrtstraße nach Dernau an einem beliebten Parkplatz sind Besucher und halten Ausschau auf das Tal.
| Die Ahr am Ortsrand von Dernau auf dem oberen Rotweinwanderweg |
Dernau, nach Angaben der Gemeinde waren vom Hochwasser
dort 540 der 650 Gebäude im Ort mehr oder minder stark betroffen. Mehr als 75
Prozent der Gemeinde liegen somit im Überschwemmungsgebiet. Etwa die Hälfte
aller Häuser ist nicht bewohnbar, 20 Gebäude wurden bereits abgerissen.
Am Ortsende von Dernau geht es Serpentinen bis auf das Plateau des Grafschafter Ländchen. Ein schmaler Pfad der neu ausgebaut ist für die Logistik der Fahrzeuge bei der Flutkatastrophe führt uns schnurgerade direkt zum Startpunkt. Die Sonne wollte sich gegen den Dunst durchsetzen hat es aber bis Nachmittag nicht geschafft. Trocken ist es geblieben und eine Tour die man zur Weinlesezeit wiederholen sollte.
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