| Der Staudamm Steinbachtalsperre |
Wandern in der Voreifel.
Wir starten am Haus Maria Rast, nicht zum Ausruhen sondern zu einer Wanderung in der Voreifel. Idyllisch am Waldrand zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel gelegen. Der Name „Maria Rast“ prägt das Leitbild der Bildungsstätte.
| Römerkanal bei Kreuzweingarten |
Über den Eifelvereinsweg geht es nach Kreuzweingarten, und dann weiter nach der Hardtburg. Zahlreiche Funde aus der Zeit der Kelten und Römer, wie Einzelfunde und die Fundamente eines römischen Tempels, weisen auf eine frühe Besiedelung von Kreuzweingarten hin. Oberhalb des Ortes verlief die Römische Wasserleitung nach Köln, der sogenannte Römerkanal, im Volksmund auch Düvelsoode oder Teufelsader genannt.
Am weithin sichtbaren weißen Kreuz geht es bergan
zur Hardtburg. Eine Wasserburg und keine Höhenburg. Bestehend aus Vorburg,
Kernburg und einem Wassergraben wird die Burg von einer Ringmauer umzogen, die
zwar bis zu sieben Meter hoch, der Graben aber nur 60 cm breit. Der Gang über
den Graben wird von einer Brücke ermöglicht, die früher als Zugbrücke fungierte
und ein Fallgatter besaß. Der ebenfalls 60 cm breite Zwinger umgibt den
Hauptburgring und auch die Ringmauer ist hier höher, sodass der Hauptburg besonderer
Schutz geboten wurde. Der darin stehende Bergfried ist 20 Meter noch und
besitzt in den unteren Stockwerken eine 2,50 Meter breite Mauer, weiter oben
verringert sich die Breite allerdings.Die ehemalige Talsperre
In weiteren Verlauf geht es zur Steinbachtalsperre.
Die im Juli in aller Munde war. Es hieß Mitte Juli, dass es sein könnte, dass
einige Talsperren in Nordrhein-Westfalen dem Hochwasser nicht mehr standhalten,
waren das eigentlich unvorstellbare Nachrichten für Deutschland: dass hier
Dämme zu brechen drohten.
Ein Dammbruch konnte verhindert werden. Einsatzkräfte pumpten Tag und Nacht Wasser aus der Talsperre. Ein einzelner Baggerfahrer schaufelte mit seinem Gerät den Grundablass frei, der durch den Starkregen verstopft war. Zuvor war das Wasser unkontrolliert über die Dammkrone gelaufen.
| Spuren des Steinbaches |
Gerüchte erzählten damals, der Damm sei gebrochen und knapp zwei Millionen Kubikmeter Wasser seien ins Tal gestürzt, hätten die bereits evakuierten Dörfer und Städtchen, Heimat Zehntausender Menschen, überschwemmt. Die Munkeleien waren falsch, diese dramatische Situation traf nie ein. Mit Gewissheit kann niemand sagen, was so ein Dammbruch für die Siedlungen unterhalb der Steinbachtalsperre bedeutet hätte. Das soll nun ein Gutachten ermitteln.
| An der Arloffer Burg wollten wir die Erft queren |
| Reste der Überflutung in Arloff |
Entlang des Forstes Steinbach geht es bergab nach
Arloff. Am Hammerwerk im Ort ist eine Brücke weggerissen und an der Burg vorbei
hat ein Bauer einen schmalen Pfad umgepflügt. Somit bleibt ein Zickzackkurs
durch den Ort. Praktisch umrunden wir das Hammerwerk. So sehen wir dann auch
was entlang der Erft im Ort geschehen ist. Ein beeindruckender Wandertag findet
dann über Kalkar, nicht das am Niederrhein, wo der Schnelle Brüter gebaut
werden sollte zurück zum Startpunkt.
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