Samstag, 12. Februar 2022

Maria Rast, Hardtburg, Steinbach.


Der Staudamm Steinbachtalsperre

Wandern in der Voreifel.

Die Bildungsstätte Maria Rast

Wir starten am Haus Maria Rast, nicht zum Ausruhen sondern zu einer Wanderung in der Voreifel. Idyllisch am Waldrand zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel gelegen. Der Name „Maria Rast“ prägt das Leitbild der Bildungsstätte.

Wegaufzeichnung

Römerkanal bei Kreuzweingarten

Über den Eifelvereinsweg geht es nach Kreuzweingarten, und dann weiter nach der Hardtburg. Zahlreiche Funde aus der Zeit der Kelten und Römer, wie Einzelfunde und die Fundamente eines römischen Tempels, weisen auf eine frühe Besiedelung von Kreuzweingarten hin. Oberhalb des Ortes verlief die Römische Wasserleitung nach Köln, der sogenannte Römerkanal, im Volksmund auch Düvelsoode oder Teufelsader genannt.

Die Ruinen der Hardtburg

Am weithin sichtbaren weißen Kreuz geht es bergan zur Hardtburg. Eine Wasserburg und keine Höhenburg. Bestehend aus Vorburg, Kernburg und einem Wassergraben wird die Burg von einer Ringmauer umzogen, die zwar bis zu sieben Meter hoch, der Graben aber nur 60 cm breit. Der Gang über den Graben wird von einer Brücke ermöglicht, die früher als Zugbrücke fungierte und ein Fallgatter besaß. Der ebenfalls 60 cm breite Zwinger umgibt den Hauptburgring und auch die Ringmauer ist hier höher, sodass der Hauptburg besonderer Schutz geboten wurde. Der darin stehende Bergfried ist 20 Meter noch und besitzt in den unteren Stockwerken eine 2,50 Meter breite Mauer, weiter oben verringert sich die Breite allerdings.

Die ehemalige Talsperre

In weiteren Verlauf geht es zur Steinbachtalsperre. Die im Juli in aller Munde war. Es hieß Mitte Juli, dass es sein könnte, dass einige Talsperren in Nordrhein-Westfalen dem Hochwasser nicht mehr standhalten, waren das eigentlich unvorstellbare Nachrichten für Deutschland: dass hier Dämme zu brechen drohten.

Ein Dammbruch konnte verhindert werden. Einsatzkräfte pumpten Tag und Nacht Wasser aus der Talsperre. Ein einzelner Baggerfahrer schaufelte mit seinem Gerät den Grundablass frei, der durch den Starkregen verstopft war. Zuvor war das Wasser unkontrolliert über die Dammkrone gelaufen.

Spuren des Steinbaches

Gerüchte erzählten damals, der Damm sei gebrochen und knapp zwei Millionen Kubikmeter Wasser seien ins Tal gestürzt, hätten die bereits evakuierten Dörfer und Städtchen, Heimat Zehntausender Menschen, überschwemmt. Die Munkeleien waren falsch, diese dramatische Situation traf nie ein. Mit Gewissheit kann niemand sagen, was so ein Dammbruch für die Siedlungen unterhalb der Steinbachtalsperre bedeutet hätte. Das soll nun ein Gutachten ermitteln.

An der Arloffer Burg wollten wir die Erft queren

Reste der Überflutung in Arloff

Entlang des Forstes Steinbach geht es bergab nach Arloff. Am Hammerwerk im Ort ist eine Brücke weggerissen und an der Burg vorbei hat ein Bauer einen schmalen Pfad umgepflügt. Somit bleibt ein Zickzackkurs durch den Ort. Praktisch umrunden wir das Hammerwerk. So sehen wir dann auch was entlang der Erft im Ort geschehen ist. Ein beeindruckender Wandertag findet dann über Kalkar, nicht das am Niederrhein, wo der Schnelle Brüter gebaut werden sollte zurück zum Startpunkt.

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