Dienstag, 30. Oktober 2007

Freundeskreis Stamm Kurfürst Herbstwanderung 28.10.2007 - Die Hölle im Hürtgenwald –

An diesem schönen Oktobersonntag hatte der Freundeskreis mal wieder seine Aktivitäten bewiesen und nicht nur Grillen und Singe Runde, sondern diesmal war wandern angesagt.
Nach einer kleinen Suche in Schmidt ( örtliche Umleitung ) hatten wir uns an der Mestrenger Mühle getroffen. Mit 19 Personen sind wir dann los und es ging direkt steil bergauf den sogenannten Kalltrail. An dieser Brücke über die Kall waren größere Kampfhandlungen, hier ist eine Gedenktafel aufgestellt.
Bei 10 ° C Grad und Sonnenschein war die Höhe nach Kommerscheidt schnell eingenommen. Es ging weiter über den Eifelvereinswanderweg. Die Organisation der Tour hat Günter ( Präsident ) hervorragend vorbereitet und schon waren die ersten Höhepunkte erklärt worden. Mit umfangreichem Bildermaterial hatte Günter die Zuhörer auf seiner Seite. Hier ein Auszug aus den Unterlagen von Günter: Mestrenger Mühle als Kriegsschauplatz.Liegt im Kalltal zwischen Vossenack und Schmidt am sogenannten Kall-Trail. Dies war ein schmaler Waldweg, den die Amerikaner auserkoren hatten um von Vossenack nach Schmidt zu gelangen. Die Wahl fiel auf diesen Weg aufgrund des schlechten Kartenmaterials der Amerikaner. Der Pfad taugte nicht für größere Verbände und erst recht nicht für schweres Gerät wie Panzer. Da die Deutschen das Gebiet kannten und gute Schusspositionen inne hatten, entwickelte sich der Vormarsch über den Kall-Trail immer wieder in brutale und vermeidbare Kämpfe, ohne militärischen Nutzen, aber vielen Opfern auf amerikanischer Seite.
Die Mühle, Dreh- und Angelpunkt auf halber Strecke am Übergang der Kall, diente als Gefechtsstand und Verbandsplatz und wechselte während der Kampfhandlungen mindestens 8-mal den Besitzer.
An der Brücke, wo der Kall-Trail den Bach überquert konnte der deutsche Stabsarzt Dr. Stüttgen einen inoffiziellen Waffenstillstand aushandeln um Verwundete beider Seiten zu versorgen.
Nachdem wir eine Wandergruppe mit vielen Kindern passieren haben lassen kamen die ersten Bunker in Sicht. Alle die mit Lampe und ohne sind dann auf Spurensuche gegangen. Die Mittagspause auf einem Stapel Baumstämme konnte dann bei leichtem Sonnenschein genossen werden. Danach ging’s steil bergab zur Kall. Entlang des Flusses hatten wir uns in kleineren Gruppen sehr gut unterhalten. Die 2. Generation der Pfadfinder, damit meine ich, Günter, Bernhard, Hans-Peter, Michael ect. haben ebenfalls untereinander und mit Familie so gute Kontakte wie die alten Montagswanderer. Finde ich toll.
Dieter konnte dann an einer Schautafel noch mit geologischen Feinheiten aufwarten. Dem ein oder anderen von den Pänz war die Pause willkommen, wir hatten schließlich schon 14 km hinter uns. Zurück in der Mühle haben wir dann noch eine kleine Kaffeetafel eingenommen. Nachdem am Nebentisch die Pänz ein kleines Problem mit ihrem Eisbecher hatten, meinte Bernhard lapidar ich schaue da jetzt nicht hin, danach haben wir uns auf die Heimreise begeben. Es war eine gelungene sehr schöne Familienwanderung und sollte in dieser Form beibehalten werden.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Gerd,

super gemacht weiter so !

Gut Pfad

Bernhard