Freitag, 4. April 2008
Auf zu den Spuren der Geschichte.
Ab Alexanderplatz sind wir mit der Regionalbahn raus gefahren nach Potsdam. So einiges in der Umgebung hatte man noch vom Sommer in Erinnerung. Diesmal haben wir das Schloss Cecilienhof ins Programm eingeordnet, vom Bahnhof sind das einige Meter,
wenn man nicht die Fußgängerhinweise sieht, kann es leicht etwas mehr sein. Ferner war eins der Parktore noch verschlossen, so dass wir an schönen Gründerzeitvillen vorbei in den Haupteingang gelangten.
Das Schloss selbst ist im Stile eines englischen Landhauses gehalten. Als Wohnsitz des Kronprinzen Wilhelm und seiner Frau Cecilie entstand der Bau im Jahre 1913 bis 1917 und war der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Da es sich hier um den einzigen Bau der nicht dem Kriege zum Opfer fiel, wurde hier die Potsdamer Konferenz abgehalten und die Teilung Deutschlands beschlossen. Im Prinzip ist alles schlicht und einfach gehalten, da durfte man noch nicht mal den Konferenztisch fotografieren. Das im Park gelegene Marmor Palais wird zurzeit renoviert. Durch den großen Park sind wir dann zurück in die City und haben uns das Holländische Viertel angesehen. Auf einem Wochenmarkt gab’s einen langen Potsdamer mit Brötchen und Senf für 1,50 EUR so für zwischendurch. Die Shoppingmeile von Potsdam ist die Brandenburger Strasse die sich in der Mittagszeit so langsam mit Touristen füllte.
Bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist das Holländische Viertel. Es besteht aus vier Karrees mit etwa 150 Backsteinhäusern in holländischem Stil - unverputzt, mit weißen Fugen, Fensterläden und zum Teil geschwungenen Giebeln.Das europaweit einzigartige Bauensemble wurde zwischen 1734 und 1742 für holländische Handwerker erbaut, die König Friedrich Wilhelm I. - der Soldatenkönig - nach Potsdam geholt hatte. Den Bau des Viertels leitete Johann Boumann, von dessen Arbeit ein Museum in der Mittelstraße 8 zeugt. Ein Blick auf ein Thermometer an einer Apotheke zeigte mal gerade 10 ° C Grad an, na ja es war trocken geblieben. Zurück nach Bahnhof, mal in der Friedrichstrasse aussteigen und dann an einer Demo vorbei nach Hause. Abends auf zum Italiener um die Ecke, Pizza und ein Absacker mit der Bemerkung des Kellners: Einen Grappa für Papa. Der hat so gut getan, Wizzard Spiel mit hohem Punktestand gewonnen. haha.
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