Samstag, 5. April 2008

Mit der U-Bahn zum Rosinenbomber. Wie wird die Volksentscheidung für Tempelhof ausgehen?

Die Kinder hatten frei und ein straffes Programm für den Samstag vorbereitet. Also war Schnelligkeit angesagt. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit allem Pi pa Po, ab in die U-Bahn zur Besichtigung des Bundesrats. Man merkte das über das Wochenende mehr Touristen die Stadt bevölkerten, die laufen dann mit Stadtplan, Kaffeebecher und matschigen Baguette durch die Straßen. Da war das Frühstück mit auf den Punkt gekochten Eiern und Sekt doch eine andere Welt. Nicht zu vergessen die leckeren aufgebackenen Brötchen. Die Gruppen Besichtigung zögerte sich ein wenig in die Länge, weil einige nicht so rüstige Rentner noch nicht zur vereinbarten Uhrzeit da waren. Das Gebäude hat eine lange historische Geschichte und wurde 1735 erbaut. Bis in die 50 Jahre war es nur teilrenoviert, erst als der Mauerfall die Wiedervereinigung brachte beschloss der Bundesrat 1996 seinen Sitz nach Berlin zu verlegen. Nach 3 Jahren Umbau konnte das neu erschaffene Gebäude 2000 bezogen werden. Der Rundgang und die Sitzprobe im großen Sitzungssaal haben einem schon vor Augen geführt was die so alles mit den Steuergroschen anfangen. Ab in die U-Bahn und zum Flughafen Tempelhof, solange der noch offen ist. Die Anzeigetafel in der Eingangshalle war schon verblüffend da steht dort Abflug Tempelhof, Ankunft Tempelhof, und die Flüge für den nächsten Tag. Nix mehr gebacken. Die Schließung soll in einem Bürgerbegehren im April entschieden werden. So haben wir dann eine nicht alltägliche Führung durch den Flughafen gemacht, was man nicht so alle Tage sieht. Zwischendecke über der Eingangshalle, Bunker Keller, ellenlange Flure, Basketballspielfeld, Bowlingbahn, Rohrleitungskanäle ect. Nachdem die Amerikaner das Gebäude verlassen haben stehen nun im größten Gebäudekomplex Europas
50 % der Räume leer. Nach fast 3 Stunden sind wir dann mit dem 248 er Bus zurück zur Wohnung. Da lag nun nichts näher als zum Chinesen im Haus endlich Ente zu genießen. Das war Brunis Wunsch für den heutigen Tag.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Von wegen aufgebackene Brötchen - die waren frisch vom Bäcker geholt! Aufgebackene Brötchen gibt es nur unter der Woche, wenn ich schon um halb sieben zur Arbeit unterwegs bin...