Ein Blick zum Himmel verhieß nichts Gutes, der
Alex war vom Eßzimmer aus gesehen in den Wolken, aber es blieb trocken. Zu Fuß in Richtung Siegessäule war angedacht. Ich hatte angepeilt den kürzesten Weg zu nehmen, das war mir aber nicht so geglückt. Wilhelmstrasse passiert und dann nicht zum Potsdamer Platz hatte ich angedacht. Da waren wir dann am Landwehrkanal gelandet. Nach 1.5 Stunden hatten wir dann die
Goldene Else vor uns. Der Eingang ist

nur durch Tunnel zu erreichen, also runter, rauf.
Die Siegessäule wurde 1865 bis 1873 zur Erinnerung an die preußischen Feldzüge gegen Dänemark, Österreich und Frankreich errichtet.
Über der Plattform steht die acht Meter hohe vergoldete Statue der Viktoria, geschaffen von Friedrich Drake. Bis 1938 stand die Siegessäule auf dem Königsplatz vor dem Reichstag. Durch die Planungen von Großgermanien wurde sie versetzt an den heutigen Ort. Ein Glück das sie während des Kalten Krieges im englischen Sektor stand, den die Franzosen wollten sie sprengen.
Nach 285 Stufen hat man einen schönen Rundblick. Der Aufgang ist natürlich beschmiert sämtlich erdenklichen Sprüchen. Nach diesem Kraftakt haben wir dann den Touribus der Berliner Stadtwerke benutzt und sind bis zum Alex gefahren. Die nächste Etappe war die Baustellenbesichtigung des Neuen Flughafen BBI.
Melanie wollte uns mal ihren Arbeitsplatz in der Prärie zeigen. Mit der S-Bahn sind wir dann bis Altglieneke ge

fahren, und wurden dann abgeholt. Der Marsch durch das Gelände mit Gummistiefel und Schutzhelm, dann wieder rauf und runter in die Baugrube, so hatten wir unser Tagespensum was wandern anbetrifft wieder erreicht. Die Dimensionen des Neubaus sind nicht so leicht zu erahnen. Jede Menge Beton und Eisen wird hier buchstäblich in den Sand gesetzt, denn der Boden ist Brandenburgischer Sandboden, der für gute Spargelernte steht.
Melanie wird von den Bauarbeitern freundlich begrüßt und scheint hier ihren Job gut zu machen, hat sich die Kontrolle doch gelohnt. Müßen demnächst mal bei
Michael im Büro auftauchen, brauchen aber dafür ein anderes Outfit. Also noch einen Koffer mehr. Zurück zur Wohnung mit dem Golf Diesel, den ich schon gefahren habe 1987, und dann am Abend
Michael vom Büro abholen, natürlich wieder zu Fuß, auf zum Russen am Bahnhof Friedrichstrasse essen, und trinken, Flammkuchen, Krusovice – Bier,
direkt unter den Gleisen mit tollem Ambiente. Flammkuchen und Blynis einige Bierchen und das ganze zu Ostpreisen, zurück in 20 Minuten zur Wohnung, das ist doch eine zentrale Lage, eine Runde Kartenspielen bei der uns
Bruni schwarz aussehen ließ folgte noch.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen