Hollerath ist ja eher bekannt durch Ski und Rodel gut, wenn denn mal Schnee vorhanden ist, aber um diese Jahreszeit fallen Massen ein und alle wollen die Wilden Narzissenwiesen durchstreichen. Das Nebelige trübe Wetter der Kölner Bucht hörte auf 629 Höhenmetern schlagartig auf, und die Sonne strahlte nur so auf der belgischen Seite. Zu zweit sind wir diesmal am Ostermontag los das Naturschauspiel zu genießen. Ein Stück des ausgewiesenen Weges und dann querfeldein direkt zu den Blumen. Klein leuchtend gelb erheben sich die Blumen aus dem Wiesengrund.
Der belgische Weg eröffnet für Kenner die Möglichkeit den ganzen Morgen die Blütenpracht zu bewundern und dabei noch in der Sonne auf moosartigem Grund zu wandern und den einen oder anderen Bach zu durchqueren. Der GR 56 quert dann einen Weg mit grünem Kreuz auf weißem Grund und links stehen hohe Fichten und rechts des Wegs entfalten sich die Narzissen, so kann man den Touris aus dem Weg gehen. Am Einlauf der Olef zur Talsperre hat man dann nach 2 ½ Stunden Zeit eine Pause zu zelebrieren. Eine Flasche Rotwein wäre nicht schlecht gewesen, wir begnügen uns mit Tee, denn danach geht’s wieder steil an Richtung Waldkapelle. Den asphaltieren Rückweg kann man umgehen, wenn man etwas querfeldein steil ab auf den Weg Nr.9 stößt und diesem bis zur Hasenbrücke folgt. Ist doch passend zu Ostern? Im Video sieht man einen Wanderer der dem Osterschwiegermuttertag entflohen ist.
Am Zusammenfluss zweier Bäche folgt man dem Weg Nr. A3 und A2 durch ein langgezogenes Tal und sieht dann am späten Nachmittag die Autokolonnen auf dem Hollerather Knie. Dass wir Beide uns einiges zu erzählen hatten und über die daheimgebliebenen ohne Kommentare herhalten konnten, machte diesen Tag zum Genuss, der verfeinert wurde mit einem Eisbecher in Schleiden. So hatten Gerd und Norbert nach 5 Stunden und ca 20 km genug gelebte Natur wahrgenommen.
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