Anfahrt: Man fährt auf der B 42, Bonn-Neuwied rechtsrheinisch, durch Erpel und biegt südlich der Erpeler Ley nach Kasbach ab. Im Dorf folgt man dem Schild nach Ohlenberg und biegt direkt hinter der Eisenbahnunterführung nach links ab, wo man neben dem Eisenbahndamm oder auch am Bahnhof parken kann. Soweit zuerst mal die Wanderfahrt Anfahrt, sofern man sie findet.
| Nostalgie pur |
| Bahnhof Kasbach |
Der historische Schienenbus mit zwei Büssing Motoren von je 150 PS brachte uns auf 350 Meter N.N. Sonn- und Feiertags mit der Kasbachbahn von Linz nach Kalenborn fahren eine gute Idee von unserem Wanderführer Dieter, den wir an einer anderen Station erwartet hatten. Der Kasbach entspringt bei Kalenborn in über
300 m Höhe und fließt zwischen den flachen Basaltkuppen von Asberg und Meerberg in einem engen Tal hinab zum Rhein auf 60 m Höhe. Das Tal wird nur von einer Bahnstrecke genutzt, die Straße nach Kalenborn verläuft nur im oberen Teil neben dem Bach, führt aber im unteren Teil über die Rheinhöhe von Bruchhausen. Daher ist das Tal recht abgeschieden. Weg, Bach und Bahn queren vielfach. Auf der Eisenbahnstrecke, eine der steilsten Bahnlinien, wurde vor 100 Jahren Basalt zum Rhein transportiert. Heute wird die Strecke von einer Museumsbahn benutzt.
Wir wanderten in Richtung Asberg und der Basaltkegel wurde erkundet, bzw. durch die fachlichen Ausführungen von Dieter der Wandergruppe näher gebracht.
Nach 1,5 km erreichten wir das sogenannte Auge Gottes. Das Auge als Organ der sinnlichen Wahrnehmung des Lichts, der Sonne und des Geistes. Wir tun was für den Körper und Seele, machen eine Pause.
| aufmerksame Zuhörer |
| Am Auge Gottes |
Das Betonfundament an der Rasthütte war im 2. Weltkrieg eine Montageplattform für die V1-Flugbombe. Weiter über den Rheinsteig wurden wir von Holzskulpturen begleitet. Die Spuren der Vergangenheit des 2. Weltkriegs in der Form von Abschussrampen für die V1 sind noch erkennbar, aber hier erholt sich die Natur vom Eingriff der Menschheit.
| Kunst im Wald |
| V1 Abschußrampen |
Die Laurentiushütte vor Bruchhausen mit vielen Bänken und Tischen und einem super Fernblick vom Westerwald in die Eifel lässt uns verweilen, bis die erste Zecke entdeckt wurde. Nun wurde das Erpeler Ley Plateau als nächster Zielpunkt ins Auge gefasst. Ein weiter Blick in die Rheinlandschaft, mit Remagener Brücke, ausführliche Erklärungen, warum denn hier alles so platt ist, ein kühles Radler, kurz und schmerzlos steil ab, und schon ist die kleine Gruppe, dieser Wanderfahrt im wahrsten Sinne des Wortes bei bestem Wanderwetter vorbei.
Die einhellige Meinung der Beteilligten hieß dann auch:
Dieter das hast du hervorragend gemacht.
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