Oranien Platz. Bei einem Stadtspaziergang am Morgen
ist ab und an ein besonderes Fotomotiv zu finden. Sei es am Landwehrkanal oder
am Oranien Platz.
| Kleiner Blumenschmuck am Landwehrkanal |
Eine Reihe großer Zelte steht seit Anfang
Oktober auf dem Platz. Der grüne Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg,
hat den Flüchtlingen das Campieren auf dem Oranien Platz erlaubt, und ihnen
auch noch die Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße zur Verfügung
gestellt.
| Protestcamp am Oranienplatz |
In den Zelten, die mit Gasöfen beheizt
werden, halten sich Tag und Nacht ein paar Dutzend Leute auf, Frauen und Männer
aus Afrika und dem Mittleren Osten, die eine Änderung des Asylrechts erzwingen
wollen. Im Herbst nach Berlin gekommen und mit dem Aufbau der Zelte ihre
Protestaktion zur Dauereinrichtung gemacht. Jeder Asylsuchende soll als
politischer Flüchtling anerkannt werden und selbst bestimmen können, wo er
wohnen will. Abschiebungen soll es nicht mehr geben.
Zwei liebe Besucher werden nicht abgeschoben
sondern sind heute Abend eingeladen das bei den Neuberlinern sogenannte zweite
Wohnzimmer zu belegen.
La Piccola, Ecke Lindenstraße Ritterstraße.
Die beiden hatten heute den Reichstag besucht und viel zu erzählen.
| Was nehmen wir ??? |
Die Speisekarte wurde studiert und ein
Berliner Bier sowie ein Schoppen Roter mundeten. Gut gegessen und getrunken und
plötzlich wurde die Umgebung unruhig. So ca. 22:05 Uhr, schnell ins Auto und
die Fahrt nach Schöneberg wurde von Sturmböen und heftigstem Platzregen begleitet.
Merkliche Ruhe herrschte bei den Begleitern. Der Rückweg über die Yorkstraße
war nicht mehr möglich, weil in den Unterführungen der S Bahn sich schon mehrere
Autos einer Volldusche unterzogen hatten. Die Lindenstraße war abgeriegelt, vermutlich
ein Fehlalarm im Jüdischen Museum. Der Spuk war dann nach 10 Minuten vorbei.
Die Feuerwehr hatte 280 Einsätze gefahren, wir nur einen. Es war ein sehr
schöner Abend mit Sonja und Ingo. Hervorragend würde ein Herr im heimischen
Rheinland sagen.
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