Dienstag, 6. August 2013

Berlin. Kreuzberg.

Oranien Platz. Bei einem Stadtspaziergang am Morgen ist ab und an ein besonderes Fotomotiv zu finden. Sei es am Landwehrkanal oder am Oranien Platz.
Kleiner Blumenschmuck am Landwehrkanal
Eine Reihe großer Zelte steht seit Anfang Oktober auf dem Platz. Der grüne Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, hat den Flüchtlingen das Campieren auf dem Oranien Platz erlaubt, und ihnen auch noch die Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße zur Verfügung gestellt.
Protestcamp am Oranienplatz
In den Zelten, die mit Gasöfen beheizt werden, halten sich Tag und Nacht ein paar Dutzend Leute auf, Frauen und Männer aus Afrika und dem Mittleren Osten, die eine Änderung des Asylrechts erzwingen wollen. Im Herbst nach Berlin gekommen und mit dem Aufbau der Zelte ihre Protestaktion zur Dauereinrichtung gemacht. Jeder Asylsuchende soll als politischer Flüchtling anerkannt werden und selbst bestimmen können, wo er wohnen will. Abschiebungen soll es nicht mehr geben.
Zwei liebe Besucher werden nicht abgeschoben sondern sind heute Abend eingeladen das bei den Neuberlinern sogenannte zweite Wohnzimmer zu belegen.
La Piccola, Ecke Lindenstraße Ritterstraße. Die beiden hatten heute den Reichstag besucht und viel zu erzählen.
Was nehmen wir ???
Die Speisekarte wurde studiert und ein Berliner Bier sowie ein Schoppen Roter mundeten. Gut gegessen und getrunken und plötzlich wurde die Umgebung unruhig. So ca. 22:05 Uhr, schnell ins Auto und die Fahrt nach Schöneberg wurde von Sturmböen und heftigstem Platzregen begleitet. Merkliche Ruhe herrschte bei den Begleitern. Der Rückweg über die Yorkstraße war nicht mehr möglich, weil in den Unterführungen der S Bahn sich schon mehrere Autos einer Volldusche unterzogen hatten. Die Lindenstraße war abgeriegelt, vermutlich ein Fehlalarm im Jüdischen Museum. Der Spuk war dann nach 10 Minuten vorbei. Die Feuerwehr hatte 280 Einsätze gefahren, wir nur einen. Es war ein sehr schöner Abend mit Sonja und Ingo. Hervorragend würde ein Herr im heimischen Rheinland sagen.

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