Montag, 5. Juni 2017

Brandenburg.

Deutscher Mühlentag, das Wandern ist des Müllers Lust.

Am bundesweit stattfindenden Mühlentag am Pfingstmontag, dem 05. Juni 2017, beteiligen sich auch etwa 170 Mühlen in Berlin und Brandenburg. Im Vordergrund an diesem Tag der Offenen Tür steht die Mühle als technisches Kulturgut, dessen Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht.

Die Nutzung von Wind- und Wasserkraft reicht bis weit in das Mittelalter zurück. Bereits in der Gründungsurkunde der Landeshauptstadt Potsdam aus dem Jahr 993 taucht der Begriff Mühle auf, ohne dass dafür ein bestimmtes Bauwerk bekannt ist. Es gab wohl kaum ein Dorf oder eine Stadt ohne Mühle. Zuweilen waren es auch zwei, drei oder mehr, die das Korn für das tägliche Brot mahlten, Holz sägten, Öl schlugen, Hirse stampften und vieles mehr verrichteten.
Kaum jemand wird heute glauben, dass Berlin eine Stadt der Mühlen war. Ein Zeugnis ist wohl der Mühlendamm am Nicolai Viertel, der über Jahrhunderte das Wasser der Spree staute, um allein Mitte des 18. Jahrhunderts 29 Mühlräder anzutreiben.
Die Britzer Mühle am Britzer Garten besuchten wir zum Abschluss unserer Rundreise. Zunächst ging es nach Saalow bei Zossen.
Nach dem Motto das Wandern ist des Müllers Lust wurde eine Rundtour auf dem dortigen Saalower Höllenbergweg gemacht, immerhin 50 Höhenmeter.
Die Landschaft genießen, stechende Mücken ertragen, und Sand in den Schuhen so konnten wir anschließend den Worten der Mühlen Besitzer lauschen.
Die Mühle in Saalow gilt als wahrscheinlich einzige in der Welt mit dieser Bauweise. Die Scheunenwindmühle von Landwirt Schubert erbaut bei Dresden um 1864 ist dort wieder renoviert in einem neuen Gebäude aufgebaut.

Die nächste Mühle war in unmittelbarer Nähe die Karthäuser Mühle. Sie ist heute ein hochmoderner Betrieb für den Futtermittel Vertrieb. Die Familiengeschichte und der Bestandsschutz in der Zeit vor des Mauerfalls wurden erläutert, das Anwesen war in einem Topzustand.
Die Britzer Mühle war unser letzter Besuch. Fast mitten in Berlin heute ein Museum und angrenzendem Restaurant. Der erhoffte Brotverkauf ging in die Leere, nüscht mehr alles weg. Hier wurden drei Führungen auf den Etagen veranstaltet. Die Gastgeber veranstalteten am Abend eine Grill Zeremonie und kurz vor einer einsetzenden Regenschauer konnte der Fisch und diverse Feinheiten verspeist werden.

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