Montag, 26. Juni 2017

Rohren.

Örtliche Rundwege erkunden. Bei der Beschilderung einfach.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Nr. 3 Monschauer Land Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  11,0 km , 03:16 h Echtzeit, 312 hm
Wegführung: Weg Nr.57 bis hinter Widdau, Nr.37 bis Perdsley, Nr.57.
Anspruch: mittel.
Wetter: 17,7 Grad C, bedeckt, trocken.

Wir starten am Parkplatz direkt an der Kirche in Rohren. Der Ortsname weist auf die Entstehung hin, ursprünglich eine Rodung, deren Einwohner sich als Waldbauern ernährten. Sie stellten als Handelsware Holzschüsseln zum Rahmabsetzen her, während das nahe belgische Raeren Kannen brannte:
Rohren ist der bedeutendste Sommer- und Wintersportort Monschaus. Mehrere Lifte erschließen die Steilhänge zur Rur; im Sommer hat die längste deutsche Edelstahl-Bobbahn Saison. Rohren ist Ausgangspunkt zu herrlichen Waldwanderungen. Einmalig ist der Natur-Lehrpfad.
Wegeverlauf:  Ab ins Holderbachtal mit Beschilderung Nr.57 bis hinter Widdau. Abzweig Perdsley Nr 37, Eifelsteig und Nr.57 bis ins Kuckbachtal, Eifelsteig, Nr.57 Waldlehrpfad, Lourdes Grotte, Rohren.
Eine landschaftlich reizvolle Bergwanderung beginnt schon im Holderbachtal teils kräftige Steigerungen und felsige Pfade, da denkt man bei einer Talwanderung es geht immer abwärts, hier ist das nicht so.
Hinter Widdau kürzen wir den geplanten Tour Verlauf auf Wunsch eines Mitwanderers der wochenlang in Urlaub war, und nehmen den Weg Nummer 37 bis zur Perdsley, wo wir uns für die Mittagspause entscheiden. Über einen Alpinen steigartigen Weg am Abhang entlang geht es ins Tal bis zur Kluckbachbrücke. Bei Nässe nicht zu empfehlen.
Über den Waldlehrpfad zunächst leicht bergan bis zum Waldmuseum, dann steiler bis zur Lourdes Grotte und schon sind die gepflegten Fachwerkhäuser von Rohren in Sichtweite. Die typischen Hecken im Monschauer Land und gepflegte Rasenflächen mit stilvollen Ornamenten an den Fachwerkhäusern.
Die Grotte wurde 1903 erbaut und durch Abtragung und Anschüttung der Erde Platz am Hang geschaffen. 100 Fuhren Bruchsteine und 50 Fuhren Sand aus der Rur angefahren über beschwerliche Wege. Von der Decke hängen scheinbar formreiche Gebilde herab, die durch Sand und Zement mit einer besonderen Wurftechnik an die Decke, an Tropfsteine erinnern sollen. Im Jahre 1904 wurde die Todesangst Grotte zum Annafest eingeweiht. Hier ist die tiefe Frömmigkeit der Eifeler gebündelt zu bewundern.

In einem Pferdegast freundlichen Gasthof in Dreiborn wurde der Abschluss der Tour mit einer Belohnung, gesponserter Eisbecher, beendet. 

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