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| Wandertafel Muttental |
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| ohne Worte |
Eine Wanderung durch das Muttental bei Witten, Mitten im Pott, mit dem Freundeskreis der Pfadfinder. Hier wurden die Zeichen die zu unserem Wirtschaftswunder beitrugen bewundert. Das Muttental, benannt in Plattdeutsch, Die Mutte, das Schwein, liegt in einem Gebiet, in dem Steinkohleflöze des oberen Karbons zutage treten. Schweine hatten da als Erste gerochen das dort bei einem Brand die Flamme nie versiegte. Entstanden sind die Flöze vor über 300 Millionen Jahren aus riesigen Sumpfwäldern, die immer wieder vom Meer überschwemmt und mit Sand- und Tonschichten bedeckt wurden, so dass sich Schichtenfolgen bildeten. Hier sind Sehenswürdigkeiten aus 450 Jahren Bergbaugeschichte - hier lag die Wiege des Ruhrbergbaus.
Entlang einem Wanderweg durch die landschaftlich schöne Umgebung in Witten-Bommern finden sich zahlreiche Relikte des frühen Bergbaus wie Stollenmundlöcher, Pingen, Schächte und alte Zechen.
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Der 1972 angelegte und immer wieder erweiterte 9 km lange Rundweg bietet zusammen mit einer Museumsbahn und einem Industriemuseum interessante Einblicke in die Geschichte des Bergbaus. Unser Weg führte zunächst in das Museum in der Zeche Nachtigall. Maschinenhaus und vieles über den Vogel Nachtigall war hier zu erfahren. Dann hieß es ab unter die Erde, bzw. in den Stollen.
Fachbegriffe wurden vermittelt, z.B. nicht Hammer und Sichel sondern Eisen und Schlägel. Das Flöz Gleitling 3 war hier von so geringer Dicke, dass schon in den Nachkriegsjahren die Förderung eingestellt wurde.
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| Schutzpatron der Bergleute |
| Abbau am Flöz Gleitling 3 |
Die Arbeit zur damaligen Zeit war wohl kein Zuckerschlecken, selbst wenn in der Nähe der heiligen Barbara ein Eimer für die Notdurft bereit stand. Wieder ans Tageslicht wurde auf der Rückwärtigen Seite des Dünkelbergs das Flöz Gleitling 3 sichtbar, das Flöz Mausegatt begann hier unter Niveau Null Meter. Wir lauschten den Erklärungen durch unseren Reiseleiter Dieter, der mit viel Bildmaterial uns die Karbonzeit näher brauchte.
Den Wanderweg weiter folgend sind die einzelnen Stationen durch Schautafeln erläutert und historische Aufnahmen geben einen Einblick über den einstigen Kohlebergbau. Diese reichen vom einfachen Kohlengraben über den Erbbaustollen bis hin zum Tiefbau der Zeche Nachtigall. Als Besonderheit wird der Notzeiten- Bergbau, Kleinzechen, nach dem 2.Weltkrieg behandelt. Eine Vertiefung im Waldboden weist auf einen alten Stollen hin, schwarz gefärbte Erde stammt von einer Halde in der sich Kohlereste befanden und ein kleines Fachwerkhaus im sauerländischen Stil ist ein Grubengebäude einer ehemaligen Kleinzeche. Ein Bethaus wurde besucht und preiswert eine Kaffeepause zelebriert, dabei wurden natürlich noch offene Fragen beantwortet. Gebetet hatten wir nicht, aber der Spätsommertag war einfach super.
| Muttental an einem Spätsommertag |
| Bethaus und Schmiede 1830 |
Das Bethaus entstand 1830 und war nicht nur Versammlungsstätte für die Bergleute, sondern hier wurden die stumpf gewordenen Werkzeuge repariert. Ein Schmied härtete Keilhauen und Meißel, so dass die Bergmänner am nächsten Tag mit frischem Werkzeug ihre Arbeit unter Tage antreten konnten. Die Schautafeln entlang der Route stellten die verschiedenen Fördermethoden dar, sei es von Hand oder mit Pferden, jedes erdenkliche Vorkommen wurde ausgebeutet. So am Gölpelschacht Moses, mit Pferden oder die Verladeanlage Zeche Jupiter, alles Handbetrieb. Dank an die Reiseleitung für die interessanten Erläuterungen, wer andere Termine wahrgenommen hatte, Pech gehabt, nicht schwarz geworden.
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