Montag, 4. Oktober 2010

Rote Fahne, oder rote Karte.

Die rote Fahne könnte bei einer Wanderung im Hohen Venn bedeuten, Zutritt verbot, also direkt Kaffeefahrt. Die rote Karte erhalten alle die, welche diesen Spätsommertag nicht nutzten und zu Hause blieben. Gute Besserung an alle. Ganze zwei Kerle hatten sich aufgemacht das Hohe Venn zu durchkreuzen, soweit das Moor dies zuließ. An der N 67 am Parkplatz Nahtsief begann die wunderschöne Wanderung durch das Moor Platten Venn. Über den markierten Weg rotes Rechteck wurde das Heckenvenn erreicht.

Im Hobbe Venn

Tonalitgestein

Wie über einen Laufsteg hatten Gerd und Norbert einen imposanten Steinbruch aus dem Beginn der Devonzeit erreicht. Das Tonalitgestein, dessen Temperatur vor 243 Mio. Jahren noch 200 ° C Grad betrug, konnte noch Fossilien untersucht werden. Die Isotopenuntersuchung verschiedener Mineralien auf Uran oder Bleiverbindungen ergaben ein Alter von 381 Mio. Jahren. Wobei dieser Wert nach oben oder unten zwischen 16 Mio. Jahren schwankt. Die Tagestemperaturen schwankten nur zwischen 18 und 25 ° C Grad. An dieser Stelle waren wir im Tal der Hill, also unten angekommen.

Brücke über den Getzbach

Das saubere Wasser aus dem Hochmoor enthält wenige Mineralstoffe, dafür umso mehr ungesättigte Fettsäuren, sogenannte Sopanine, diese sind in Form von viel Schaum am und im Wasser sichtbar. 
La Helle

Da könnte mal ja etwas von in die Thermoskanne abfüllen und brauchte dann keinen Fisch zu essen. Naja das war nicht so unser Fall. Frisch vom Besuch eines Pilzseminars hatte Norbert eh genug zu tun um mir Laien die Vielfalt der Sorten zu erklären, und dann den Mund wässerig gemacht, was er so alles damit noch machen wollte.
 Dafür hatte ihm meine Routenführung sehr gefallen. An der Hill entlang erreichten wir nach 3 Stunden das Forsthaus Ternell.

Laufsteg im Brackvenn

Ein belgischer Förster erwies sich als Urkölner aus Dellbrück, und so konnte ein munterer Plausch beginnen. Plauschen konnten wir beide eh genug, derweil etliche das Haus hüteten. An alle gute Besserung wer weiß wie das Wetter nächste Woche aussieht. Weiter über den Getzbach, der direkt bei Eupen in die Wesertalsperre mündet, wurde die Landschaft bewundert und die Sonne hatte es sich dann auch nicht nehmen lassen, als wir auf 550 Meter Höhe das Kutenhart Venn und das Brackvenn teils über neue Pfahlwege durchkreuzten, uns die nötige gesunde Rentnerbräune zu verleihen. Nach 5 Stunden, und mit dem Zeigefinger geschätze Kilometer auf der 25 000 er Karte, entsprechend 500 Meter, konnte stolz verkündet werden das waren 20 Kilometer. Und so wurde der schöne Tag mit leckeren Kuchen bei Hallmanns, Insidern bekannt, auf der Terrasse ausklingen lassen.




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