Freitag, 4. Juli 2014

Altenahr Langfig, Cloos Falte.

Bei Altenahr, am Ausgang des Langfig-Tals unmittelbar vor dem Straßentunnel lassen sich bemerkenswerte Hinweise auf die Geschichte der Eifel finden. Die steil aufgerichteten Schichtflächen sind von einem dichten Netz fossiler Wellenfurchen oder Rippelmarken überzogen. Zur Entstehungszeit der betreffenden Gesteinslagen war unser Gebiet von einem vergleichsweise flachen Meer bedeckt. Die Spuren, die sich in Gestalt der Furchenmuster über nahezu 400 Millionen Jahre hinweg erhalten haben, sind nichts anderes als ein fossiler Wattboden.

Am Langfig bei Altenahr

Detail des fossilen Wattboden
Hier beginnt eine Exkursionsreise die von Dieter in Leben gerufen wurde, begleitet von Herbert und Bärbel, Klaus und Christa, sowie Brunhilde und Gerd.
Da hieß es zuhören, horchen, schauen und Fragen stellen.
Exkursionsleiter Dieter 
Ein Stück weiter, an der Bushaltestelle in Altenburg bei Altenahr, befindet sich ebenfalls ein bemerkenswertes geologisches Naturdenkmäler, die Cloos-Falte. Es gibt wohl keinen Geologen, der nicht schon zu Studienzeiten mit dieser Gesteinsfalte, zumindest in einem Lehrbuch, konfrontiert worden wäre. Sicher, es gibt spektakulärere geologische Aufschlüsse, und fast würde man an dieser Stelle auf einer Tour entlang der Ahr, die mit so vielen reizvollen Landschaftsteilen beeindruckt, achtlos vorbeifahren.
Closs Falte bei Altenburg an der Ahr
Die Montagswanderer sind von Dieter schon mehrfach auf diese Stelle hingewiesen worden, bzw. haben von dort aus Wanderungen unternommen.

Die Falte ist benannt nach Hans Cloos, Professor für Geologie in Bonn. Dieser Faltensattel ist eine Spezialfalte im Bereich des riesigen Südwest/Nordost streichenden Ahrtalsattels. Dort vermaß er mit dem Geologenkompass die Raum Lage der Gefüge Flächen, das heißt das Einfallen und Streichen der Schicht-, Kluft- und Schieferungsflächen.

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