Samstag, 15. August 2015

Alt-Treptow.

Seit 1991 existiert die Wagenburg Lohmühle in Alt-Treptow. Einige Bauwagen und LKW Bewohner machten sich seinerzeit auf, um den ehemaligen Mauerstreifen im heutigen Schlesischen Busch zu besetzen. Als dieser zu einem Park umgestaltet wurde, rückten die Wagenburgen auf das Gelände neben der Lohmühlenstrasse.
Das vorherige Niemandsland hatte nicht viel zu bieten. So kam es zu ersten Anpflanzungen. Das Projekt Lohmühle entwickelte sich. Die ersten Toiletten wurden gebaut, Wege angelegt, Erde aufgeschüttet, es wurde gepflanzt, gegossen, gepflegt. Schließlich zimmerte man eine Bühne für Veranstaltungen mit dazugehörigem Tresen und angeschaffter Technik.

Im Laufe der Jahre mauserte sich die Lohmühle zu einem anerkannten Kulturprojekt. Ein Projekt dass sich immer wieder erneuert und dessen Bedarf an Pflanzungen und Holzschrauben kontinuierlich steigt. So wird beispielsweise auf Braunkohle zum Heizen nach Möglichkeit verzichtet und Abwasser wird in eigenen Pflanzenkläranlagen entsorgt. 
Kein öffentliche Strom- und Wasseranbieter, wird benutzt. Man ist stolz auf die Autonomie. Seit einiger Zeit besteht mit dem Bezirk Treptow-Köpenick ein Vertrag. Dieses Abkommen ist leider auf fünf Jahre begrenzt. Getreu der komischen Berliner Idee unsere Stadt via Slogan nach außen zu präsentieren, sagen wir: Sei Bürger, sei Wagenbürger, sei Berlin. Freiräume für alle.

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