Seit
1991 existiert die Wagenburg Lohmühle in Alt-Treptow. Einige Bauwagen und LKW
Bewohner machten sich seinerzeit auf, um den ehemaligen Mauerstreifen im
heutigen Schlesischen Busch zu besetzen. Als dieser zu einem Park umgestaltet
wurde, rückten die Wagenburgen auf das Gelände neben der Lohmühlenstrasse.
Das
vorherige Niemandsland hatte nicht viel zu bieten. So kam es zu ersten
Anpflanzungen. Das Projekt Lohmühle entwickelte sich. Die ersten Toiletten
wurden gebaut, Wege angelegt, Erde aufgeschüttet, es wurde gepflanzt, gegossen,
gepflegt. Schließlich zimmerte man eine Bühne für Veranstaltungen mit
dazugehörigem Tresen und angeschaffter Technik.
Im
Laufe der Jahre mauserte sich die Lohmühle zu einem anerkannten Kulturprojekt.
Ein Projekt dass sich immer wieder erneuert und dessen Bedarf an Pflanzungen
und Holzschrauben kontinuierlich steigt. So wird beispielsweise auf Braunkohle
zum Heizen nach Möglichkeit verzichtet und Abwasser wird in eigenen
Pflanzenkläranlagen entsorgt.
Kein öffentliche Strom- und Wasseranbieter, wird
benutzt. Man ist stolz auf die Autonomie. Seit einiger Zeit besteht mit dem
Bezirk Treptow-Köpenick ein Vertrag. Dieses Abkommen ist leider auf fünf Jahre
begrenzt. Getreu der komischen Berliner Idee unsere Stadt via Slogan nach außen
zu präsentieren, sagen wir: Sei Bürger, sei Wagenbürger, sei Berlin. Freiräume
für alle.

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