Samstag, 1. August 2015

Schöneberg.

Schon immer mal wieder bei den Berlin Besuchen in Augenschein genommen. Heute in die Tat umgesetzt. Auf der Rückfahrt aus Slubice  ins Auge gefasst, übrigens ohne Navi, den das Monumente Bauwerk ist nicht zu übersehen. Viele Mails waren nötig bis der Termin zustande kam. Erstbesteigung für zwei Rheinländer aus Brühl.
Die Gasanstalt Schöneberg wurde 1871 zur Versorgung von Schöneberg und der südlich der Spree gelegenen Teile Berlins gegründet. Sie musste jedoch bald erweitert werden, um auch die Gemeinden südlich Berlins versorgen zu können.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das veraltete Werk nur noch als Behälterstation genutzt, bis 1995 auch der letzte noch betriebene Gasbehälter in Schöneberg stillgelegt wurde. Das Gaswerk Schöneberg ist ein bedeutendes Zeugnis der 180-jährigen Gasversorgungsgeschichte Berlins und steht seit 1994 unter Denkmalschutz.
Gespannt der Dinge die da kommen, perfekt ausgerüstet wartet die begleitende Dame auf den Aufstieg. Der von weithin sichtbare Gasbehälter IV ist heute Wahrzeichen des Ortsteils Schöneberg und Symbol für die "Schöneberger Insel", dem ehemaligen Arbeiterwohnquartier zu seinen Füßen. Im Inneren des 100jährigen, 80 m hohe Gebäudes ist seit 11. September 2011 der Polit-Talk im Ersten mit Günther Jauch.
Das umlaufende Stahlgerüst des Gasometers kann nach Voranmeldung besichtigt und bestiegen werden. Hierfür gibt es keine regelmäßigen Termine, während der Monate mit guter Witterung, eigentlich die Sommermonate werden 3-4 Führungen pro Monat organisiert. In den Sommermonaten liegen diese meistens am Wochenende. Um die Termine zu erfahren empfiehlt es sich in die Mailingliste einzutragen, wir sind ja zumindest abends online.
Derzeit werden in den warmen Monaten Tages- und Nachttouren angeboten, die Touren dauern mit allem Drum und Dran und Pausen beim Aufstieg 80 Minuten, also nichts für Ungeduldige und untrainierte Schwangere. Kinder bis 12 Jahre müssen sowieso unten bleiben, wer mit Höhenangst zu kämpfen hat oder unter Herz-/Kreislaufproblemen leidet sollte sich den Aufstieg ebenso ersparen wie Personen mit Lungenproblemen.
Die richtige Ausrüstung hilft den Besuchern des Gasometers, wie feste Schuhe mit rutschfester Sohle, eine Jacke zum Überziehen, denn auf 74 Metern ist es bereits kühler und man wird dem Wind ausgesetzt, im Sommer sollte unbedingt an Sonnencreme gedacht werden, denn 80 Minuten in der Sonne können sonst schmerzhaft werden.
Bei Regen finden die Touren nicht statt oder werden bei einsetzendem Regen auch abgebrochen, was natürlich besonders für Gewitter gilt. Das ganze nix für Warmduscher.

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