Montag, 13. August 2018

Berlin Mitte Prenzlau.


Keibelstrasse 36 und Prenzlauer Allee 204.
Eine besondere Führung, ein besonderer Besuch.
In der Innenstadt, nur wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt, befindet sich ein neunstöckiges Gebäude mit einer Vergangenheit, die ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte ist. Schmale Zellen, enge Pritschen, dicke Türen mit Riegel und Luke bis 214 Plätze gab es im früheren Polizeigefängnis in der Keibelstraße 36.
Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz und fast alles ist noch so erhalten wie früher. Seit einigen Jahren gibt es die Idee, das Gefängnis als Lernort für Schulklassen zu öffnen. Die Senatsbildungsverwaltung, deren Büros sich neben dem Gefängnis befinden, hat vor vier Jahren eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Seitdem wird beraten und geprüft, mehr ist nicht passiert.
Doch jetzt melden sich ehemalige politische Häftlinge. Sie waren verhaftet und im Polizeigefängnis verhört worden. Die Präsidialabteilung der Berliner Polizei bezieht 1948 das Haus, das bis 1989 die DDR-Volkspolizei, VP, Vopo oder wie auch immer beherbergt.
Es gab unsichtbare Fäden zwischen Polizei und Stasi. Am 17. Juni 1953 demonstrieren in der Keibelstraße Arbeiter und rufen, Schweine Banditen Verräter. Die, die gemeint sind, schlagen zurück. In vier Räumen im 2. Stock sitzt in der Nacht zum 13. August 1961 der Einsatzstab zur Grenzabriegelung und nimmt die Befehle von Erich Honecker entgegen. Bis 1989 müssen sich Menschen, die einen Ausreiseantrag gestellt haben, in der Keibelstraße entwürdigen lassen. So auch unser Berichterstatter.
Hier landet Florian Havemann, der sich mit ein paar Freunden zum Jahrestag der DDR mit Zylinder, Frack und Gehrock unter die Demonstranten mischt. Die VP versteht gar keinen Spaß. Auch Toni Krahl von „City“ findet sich in der Keibelstraße wieder, weil er 1968 gegen den Einmarsch in die CSSR protestiert hatte. Also, dieser Sachverhalt musste wirklich geklärt werden. Und auch die Gorbi Rufer vom 7. Oktober 1989 wurden hier zugeführt.
Nach spannenden Erzählungen die nur am diesem Tag, 13 August, 57 nach Mauerbau, hier der Öffentlichkeit präsentiert werden geht es weiter zum nächsten Termin den wir uns an diesem Tag selbst verordnen.
Prenzlauer Allee 204.

Groß war die Freude, wie geht es was machen die Kinder, Said ist mit Sohn in der Küche tätigt. Wir bestellen schöne Größe vom Bruder, mit der Antwort von Said, es gibt doch in Berlin Telefon. Seine Küche wird geschätzt, vorbeieilende freundlich begrüßt und wir sind immer willkommen. Bis zum Ende des Aufenthaltes in Berlin werden wir dort noch mal essen gehen. Ausgesprochen preiswerte Küche, weil bei Hochbetrieb gerufen wird Pizza fertig, Pasta fertig, Steak fertig, und die Gäste holen sich Speisen und Getränke selbst. Das Konzept kommt an.

1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

Warum ist das Bild von Said mit Sohn so verwackelt? Vor Hunger so schwach, dass die Kamera nicht mehr gehalten werden konnte? Schöne Grüße zurück! 😉