Keibelstrasse 36 und Prenzlauer Allee
204.
Eine besondere Führung, ein besonderer
Besuch.
In der
Innenstadt, nur wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt, befindet sich ein
neunstöckiges Gebäude mit einer Vergangenheit, die ein dunkles Kapitel der
DDR-Geschichte ist. Schmale Zellen, enge Pritschen, dicke Türen mit Riegel und
Luke bis 214 Plätze gab es im früheren Polizeigefängnis in der Keibelstraße 36.
Das Gebäude
steht heute unter Denkmalschutz und fast alles ist noch so erhalten wie früher.
Seit einigen Jahren gibt es die Idee, das Gefängnis als Lernort für
Schulklassen zu öffnen. Die Senatsbildungsverwaltung, deren Büros sich neben
dem Gefängnis befinden, hat vor vier Jahren eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
Seitdem wird beraten und geprüft, mehr ist nicht passiert.
Doch jetzt
melden sich ehemalige politische Häftlinge. Sie waren verhaftet und im
Polizeigefängnis verhört worden. Die Präsidialabteilung der Berliner Polizei
bezieht 1948 das Haus, das bis 1989 die DDR-Volkspolizei, VP, Vopo oder wie auch
immer beherbergt.
Es gab unsichtbare
Fäden zwischen Polizei und Stasi. Am 17.
Juni 1953 demonstrieren in der Keibelstraße Arbeiter und rufen, Schweine
Banditen Verräter. Die, die gemeint sind, schlagen zurück. In vier Räumen im 2.
Stock sitzt in der Nacht zum 13. August 1961 der Einsatzstab zur
Grenzabriegelung und nimmt die Befehle von Erich Honecker entgegen. Bis 1989
müssen sich Menschen, die einen Ausreiseantrag gestellt haben, in der
Keibelstraße entwürdigen lassen. So auch unser Berichterstatter.
Hier landet
Florian Havemann, der sich mit ein paar Freunden zum Jahrestag der DDR mit
Zylinder, Frack und Gehrock unter die Demonstranten mischt. Die VP versteht gar
keinen Spaß. Auch Toni Krahl von „City“ findet sich in der Keibelstraße wieder,
weil er 1968 gegen den Einmarsch in die CSSR protestiert hatte. Also, dieser
Sachverhalt musste wirklich geklärt werden. Und auch die Gorbi Rufer vom 7.
Oktober 1989 wurden hier zugeführt.
Nach
spannenden Erzählungen die nur am diesem Tag, 13 August, 57 nach Mauerbau, hier
der Öffentlichkeit präsentiert werden geht es weiter zum nächsten Termin den
wir uns an diesem Tag selbst verordnen.
Prenzlauer
Allee 204.
Groß war die
Freude, wie geht es was machen die Kinder, Said ist mit Sohn in der Küche
tätigt. Wir bestellen schöne Größe vom Bruder, mit der Antwort von Said, es
gibt doch in Berlin Telefon. Seine Küche wird geschätzt, vorbeieilende
freundlich begrüßt und wir sind immer willkommen. Bis zum Ende des Aufenthaltes
in Berlin werden wir dort noch mal essen gehen. Ausgesprochen preiswerte Küche,
weil bei Hochbetrieb gerufen wird Pizza fertig, Pasta fertig, Steak fertig, und
die Gäste holen sich Speisen und Getränke selbst. Das Konzept kommt an.
1 Kommentar:
Warum ist das Bild von Said mit Sohn so verwackelt? Vor Hunger so schwach, dass die Kamera nicht mehr gehalten werden konnte? Schöne Grüße zurück! 😉
Kommentar veröffentlichen