Freitag, 24. August 2018

Friedrichshagen.


Wasser für Berlin.
Eine Tour die viel über die Geschichte der Wasserversorgung Berlins erzählt. Freitags ab 13:00 Uhr vielleicht noch bis zum Jahresende. 1893 als drittes Wasserwerk der Stadt in Friedrichshagen in Betrieb gegangen. Der englische Ingenieur Henry Gill, schuf hier zusammen mit dem Architekten Richard Schultze das seinerzeit größte und modernste Wasserwerk seiner Art in Europa.
Seinerzeit wurde Wasser des Müggelsees zu Trinkwasser aufbereitet. Hierzu dienten drei Schöpfmaschinenhäuser, von denen eins heute ein Museum beherbergt. Kernstück der Ausstellung sind die alten Dampfmaschinen, mit Hilfe derer früher das Seewasser zur Trinkwasseraufbereitung gefördert wurde.
Anfang des 20. Jahrhunderts baute man das Wasserwerk für die zusätzliche Gewinnung von Grundwasser aus und um. Hierzu wurde ab 1904 in der Nähe des Seeufers ein sechseckiges, einer Kapelle ähnelndes Gebäude errichtet, der Sammelbrunnen. Hier endeten Hebeleitungen, durch die das Grundwasser von den Tiefbrunnen zum Sammelbrunnen floss und von den Schöpfpumpen zu den Aufbereitungsanlagen des Wasserwerks gepumpt wurde. Ein neues Pumpwerk war nur im Probeeinsatz, da nach der Wiedervereinigung der Wasserbedarf erheblich sank und heutzutage ausschließlich Grundwasser gefördert wird.

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