Wasser für Berlin.
Eine Tour die
viel über die Geschichte der Wasserversorgung Berlins erzählt. Freitags ab 13:00
Uhr vielleicht noch bis zum Jahresende. 1893 als drittes Wasserwerk der Stadt
in Friedrichshagen in Betrieb gegangen. Der englische Ingenieur Henry Gill,
schuf hier zusammen mit dem Architekten Richard Schultze das seinerzeit größte
und modernste Wasserwerk seiner Art in Europa.
Seinerzeit
wurde Wasser des Müggelsees zu Trinkwasser aufbereitet. Hierzu dienten drei Schöpfmaschinenhäuser,
von denen eins heute ein Museum beherbergt. Kernstück der Ausstellung sind die
alten Dampfmaschinen, mit Hilfe derer früher das Seewasser zur
Trinkwasseraufbereitung gefördert wurde.
Anfang des
20. Jahrhunderts baute man das Wasserwerk für die zusätzliche Gewinnung von
Grundwasser aus und um. Hierzu wurde ab 1904 in der Nähe des Seeufers ein
sechseckiges, einer Kapelle ähnelndes Gebäude errichtet, der Sammelbrunnen. Hier
endeten Hebeleitungen, durch die das Grundwasser von den Tiefbrunnen zum
Sammelbrunnen floss und von den Schöpfpumpen zu den Aufbereitungsanlagen des
Wasserwerks gepumpt wurde. Ein neues Pumpwerk war nur im Probeeinsatz, da nach
der Wiedervereinigung der Wasserbedarf erheblich sank und heutzutage ausschließlich
Grundwasser gefördert wird.
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