Kottenforst, an Clemens August Eichen
vorbei wandern.
So ist es in der Karte
markiert. Stattliche Exemplare, aber unter Napoleon wurde der Wildbestand leer
gejagt und sein Holz zur Finanzierung der Rüstungsausgaben verkauft.
Die Bäume, insbesondere
die Eichen, sind bis zu 160 Jahre alt. Nur vereinzelte sind älter. Um 1727 wurde der Kottenforst
unter Clemens August erstmals systematisch vermessen, um Alleen für seine Parforcejagden
anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und
wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen. 1730 ließ
Clemens August das Forstdienstgebäude Schönwaldhaus errichten.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte NRW Nr.22 Bonn und
das Siebengebirge.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 13,93 km, 03:27 h, 28 hm.
Streckenführung: Beckerskreuz, Forsthaus
Schönwaldhaus, Veritaskreuz, Kurfürstenweiher, Schutzhütte Dickmannskreuz,
Grasshecker Allee, Rottweg.
Wetter:
Mittagspause 23,0 Grad C, zum Ende 33,0 Grad C Sonne.
Wegcharakter: befestigte Waldwege.
Unsere Tour beginnt am
Wanderparkplatz Beckerskreuz an der L 158. Im Schatten des alten Baumbestandes
geht es erst mal in Richtung Forsthaus Schönwaldhaus. Gepflegt werden
vorwiegend Laubmischwälder, die 60 Prozent des Kottenforstes ausmachen. Ein
Drittel des Waldes besteht aus Fichtenwald, der hauptsächlich aus der
Aufforstung der Nachkriegszeit stammt.
Ziel des Staatlichen
Forstamtes ist es, den Wald in etwa 50 Jahren wieder in seinen Ursprung, in
einen reinen Laubholzwald umzuwandeln.
Am Kurfürstenweiher vorbei
erreichen wir die A 565 und einen Kilometer weiter die Schutzhütte
Dickbaumskreuz, bzw. das was von der Hütte noch übrig ist. Retour bis zur
Autobahn geht es über die Grasshecker Allee und den Rottweg zurück zum
Ausgangspunkt.
Erst nach dem Wiener
Kongress 1815 begann unter den Preußen eine geregelte Forstwirtschaft.
Nassholzarten und Fichten wechseln mit Neupflanzungen.
Beliebt ist der
Kottenforst auch deshalb, weil er über ein gutes, teilweise asphaltiertes
Wegenetz verfügt zum Ärger von Montagswanderen, da sind Kiesbettwege eine
willkommene Abwechslung. Schnell alles einräumen es wird in der Mittagszeit mit
den Temperaturen ein hohes Niveau erreicht, dem sollte dann mit einem Eisbecher
bei Pino in Hersel gegen gesteuert werden.
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