Montag, 6. August 2018

Villip.


Kottenforst, an Clemens August Eichen vorbei wandern. 
So ist es in der Karte markiert. Stattliche Exemplare, aber unter Napoleon wurde der Wildbestand leer gejagt und sein Holz zur Finanzierung der Rüstungsausgaben verkauft.
Die Bäume, insbesondere die Eichen, sind bis zu 160 Jahre alt. Nur vereinzelte sind älter. Um 1727 wurde der Kottenforst unter Clemens August erstmals systematisch vermessen, um Alleen für seine Parforcejagden anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen. 1730 ließ Clemens August das Forstdienstgebäude Schönwaldhaus errichten.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte NRW Nr.22 Bonn und das Siebengebirge.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,93 km, 03:27 h, 28 hm.
Streckenführung: Beckerskreuz, Forsthaus Schönwaldhaus, Veritaskreuz, Kurfürstenweiher, Schutzhütte Dickmannskreuz, Grasshecker Allee, Rottweg.
Wetter: Mittagspause 23,0 Grad C, zum Ende 33,0 Grad C Sonne.
Wegcharakter: befestigte Waldwege.
Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz Beckerskreuz an der L 158. Im Schatten des alten Baumbestandes geht es erst mal in Richtung Forsthaus Schönwaldhaus. Gepflegt werden vorwiegend Laubmischwälder, die 60 Prozent des Kottenforstes ausmachen. Ein Drittel des Waldes besteht aus Fichtenwald, der hauptsächlich aus der Aufforstung der Nachkriegszeit stammt.
Ziel des Staatlichen Forstamtes ist es, den Wald in etwa 50 Jahren wieder in seinen Ursprung, in einen reinen Laubholzwald umzuwandeln.
Am Kurfürstenweiher vorbei erreichen wir die A 565 und einen Kilometer weiter die Schutzhütte Dickbaumskreuz, bzw. das was von der Hütte noch übrig ist. Retour bis zur Autobahn geht es über die Grasshecker Allee und den Rottweg zurück zum Ausgangspunkt. 
Erst nach dem Wiener Kongress 1815 begann unter den Preußen eine geregelte Forstwirtschaft. Nassholzarten und Fichten wechseln mit Neupflanzungen.
Beliebt ist der Kottenforst auch deshalb, weil er über ein gutes, teilweise asphaltiertes Wegenetz verfügt zum Ärger von Montagswanderen, da sind Kiesbettwege eine willkommene Abwechslung. Schnell alles einräumen es wird in der Mittagszeit mit den Temperaturen ein hohes Niveau erreicht, dem sollte dann mit einem Eisbecher bei Pino in Hersel gegen gesteuert werden.

Keine Kommentare: