Dienstag, 13. November 2007

Von oben trocken, von unten nass.

Unsere Wanderung am 12.11.2007 führte uns ins Brohltal unweit der Hohen Acht nach Hohenleimbach. Jürgen hatte 2 Varianten bereit. Er muss noch lernen: Wer das sagen hat, der sagt auch wo es hingeht. Das braucht Herbert nicht mehr zu lernen, die Weihnachtswanderung ist schon geplant und er weis wo es hingeht. Die Spekulationen gingen schon auf der Hinfahrt in verschiedene Richtungen, aber ich habe die Schnauze gehalten. Alle haben gerätselt. Hahaha.
In der Ortsgemeinde haben wir dann zuerst einen kleinen Schlenker gemacht, sprich doppelt gegangen, ist mir auch schon passiert. In der Gemeinde existiert eine 1963 erbaute Dorfkapelle, in deren Innern sich ein hoher, sitzender Dachreiter und ein farbiger Säulenaltar aus dem 18. Jahrhundert befindet. Zu den wichtigsten Landmarken im Ort gehört die „Kaiserlinde“, ein großgewachsener Baum am Dorfplatz, der zur Erinnerung an die Völkerschlacht in Leipzig gepflanzt wurde und eines der Symbole im Gemeindewappen ist. Auch der weitere Baumbestand in Hohenleimbach ist gepflegt und gut erhalten.
Im weiteren Sinne zu den Sehenswürdigkeiten kann die Kohlstraße zählen, ein Handelsweg, der heute als Wanderweg angelegt ist. Sie war ein Holzkohletransportweg für Pferdefuhrwerke von den Kohlenmeilern (ab Vinxtbach) durch die Eifel zu den Hüttenwerken im Saarland, teils auf einer alten Römerstraße, im Mittelalter und im 16./17. Jahrhundert ausgebaut. Diesen Teil des Weges ging es erst mal bergauf zu einer Anhöhe und dann am Rande eines Wachholderschutzgebietes entlang. Tiefe Baggerspuren zur Rekultivierung hatten den Wanderweg unzumutbar gemacht. Die Orientierung haben dann Jürgen, Heinz, und Dieter in Zusammenarbeit vollzogen. Einige sind dann nach dem Motto, immer hinter der Karte gehen mitgewandert. Nach der Passage des Konrad-Adenauer-Stein haben wir in einer Hütte Kaffeepause gemacht, es war aber ungemütlich kalt. In Höhe 542 Meter hieß es dann querab zum Nettebach. Nachdem wir eine Kuhwiese durchquert hatten und das ganzes wieder retour, kam eine Herausforderung auf uns zu. Eine Furt des Nettebach durchqueren, was aber in Anbetracht der tagelangen Regenfälle wohl nicht so einfach war. Als fliegender Reporter bin ich dann als erster rüber und habe dann die Prozedur im Bild festgehalten. Hier wurde nach alter Sitte eine Bachüberquerung gebaut. Nach einer Weile ging’s dann weiter bis Nettehöfe, wo wir mitten im Ort die Mittagspause eingelegt haben. Die nächste Überraschung war dann der Sellbach, ebenfalls zu überspringen oder abtauchen. Den Rest der Wanderung hatte dann das schöne Tal bis Hohenleimbach wieder zu einem Genuss werden lassen. Ein schöner Tag mit vielerlei Highlights wurde dann in Kempenich mit Kaffee und Kuchen beendet. Nächste Woche hat Herbert das sagen. Unser Navimann Wolfgang war nicht dabei, manchmal kam die Frage auf, wo sind wir denn nun und der Klein PC wußte die Antwort. Heinz war diesmal der Älteste, und nach Krankheit wieder mit von der Partie,und er ist auch einer der Väter der für diesen kameradschaftlichen Zusammenhalt die Vorbildfunktion schon immer vorgelebt hat, wir kennen uns seit über 50 Jahren und hatten mit ihm so manche nette Überraschung erlebt. Man denke nur an das Sommerlager im Silbertal, wo wir als Jungs die Litz durchquert haben. Seinen variablen Wanderstock läßt er zwar ab und zu irgendwo stehen, aber Haselnußstöcke hat er genug. Sein Motto ist nun ich bin näher an 80 als an 60 hoffe das dies noch lange anhält. Wir wollen ja im nächsten Jahr mit ihm und Maria noch eine Fete der Superlative feiern.

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