Freitag, 19. März 2010

Ostsee, Lubmin, 3.Tag Berlin. Auf nach MV

Einige Tage im Ostseebad Lubmin verbringen. Die Adresse sollte man sich merken, Familie Rittscher 038354/36144, eine topp Ferienwohnung im Seebad Lubmin. Sohn Michael und Schwiegertochter Melanie hatten eingeladen dort ein paar Tage zu verbringen um die nähere Umgebung zu erkunden, ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art. Der Bodden präsentiert sich noch mit dicken Eisschollen.

Die kleine Gemeinde trägt das Prädikat Seebad und ist 1271 erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Seebrücke wurde um 1900 erbaut, und in unmittelbarer Nähe der erste Reaktor des Kernkraftwerk Lubmin.
Er ging 1973 ans Netz, und nun wird alles zurückgebaut. Hier bietet sich die Gelegenheit einer Besichtigung von Block 6, der nie in Betrieb ging. Die Rückbauten begleitet von Protesten der 5500 Angestellten, konnten auch nicht das Aus der sowjetischen Kerntechnik verhindern. Für die atomaren Abfälle wurde noch ein Zwischenlager errichtet, und den Prognosen zur Folge ist damit 2035 Schluss. Zuerst können wir uns durch einen Raum mit 214 Druckmessgeräten mit 1000 Armaturen drängen, alles aus Edelstahl, Dickwandigen Rohrleitungen bis zum Reaktorinneren vorarbeiten.

Die wanddicken von 1,3m sind ebenso Imposant wie der an der Decke hängende Dampferzeuger. Hauptumwälzleitungen und Absperrschieber lassen erahnen welche Wärmeleistungen hier erzeugt werden sollten. Jetzt ist es kalt und alles in vielen kleinen Stücken Freigemessen zum Abtransport nach Morsleben bereit. Die neue Schröder Pipeline liegt schon auf dem Gelände, und neue Arbeitsplätze für ein Gaskraftwerk sollen hier entstehen. Nach getaner Besichtigung arbeiten wir uns in die Blaumuschel vor und genießen den Fischteller Bodden mit 3 Sorten Fischfilet und mit einem Lübzer Bier.

Keine Kommentare: