Montag, 15. März 2010

Wanderung mit Musik.

Für diesen Montag hatte sich der Berichterstatter eine Tour in der Nähe von Monschau ausgesucht, die mit einem Besuch im Musik-Museum Monschau ihren Höhepunkt finden sollte. Wie auf einem älteren Foto zu erkennen, links im Bild, hatte der schon immer gerne gewandert, der andere hat zwar eine Gitarre, aber kann der die auch Händeln???
Die steht wohl gut verpackt in einer Ecke. An diesem Tag hatte er selbstgebackenen Schokoladenkuchen dabei.
Das Foto ist aus dem Jahre 1972, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das wir nun montags immer noch einige zusammen bringen hat einen gewissen Stand-by-Modus.
mit dem Ziel Ausgangspunkt ansteuern, Verpflegung mitnehmen, und im Kreise der Freunde einen schönen Tag genießen.
Die Jahresniederschlagsmenge in Monschau beträgt im Jahresmittel 1222mm, das hört sich viel an, aber jeder bekommt den Tag geschenkt wie er es verdient. So kam es dass bis zum Museumsbesuch uns mal wieder dass Wetter hold war. Am alten Eifelhaus von 1650 geht die Tour los zum Perlenbach Stausee, der sich noch mit einer Eisschicht präsentierte. Den Namen verdankt das Tal der Fußperlmuschel die früher hier heimisch war. Wenige Exemplare sind den Wissenschaftlern noch bekannt und die sind streng geschützt. Umso schöner war ein Aussichtspunkt mit Liegestühlen, leider noch ein wenig kalt zum Ausruhen.

Über den Jahrhundertweg mit der Nummer 100 ging’s weiter nach Monschau. Wie??? Keine Einkehr in der Gastwirtschaft Perlenau, was ist das für eine Planung, schließlich kennen wir das Ambiente von einem Weihnachtsessen, aber es ist ja nicht alle Tage Weihnachten. Durch den schönen Luftkurort mit seinen pittoresken Fachwerkbauten, Ecken und Winkeln, bereits 1198 erwähnt, führte uns der Weg weiter durch das Tal der Rur. Wie eine Reise in die Vergangenheit ist dieser mittelalterliche Ort, und das rustikale Ambiente in der Jugendherberge hat uns schon vor langer Zeiten begeistert, nass, kalt, und schlechtes essen. An der Schutzhütte Kluckbachbrücke wird die Manöverkritik entgegen genommen und auf die noch folgende Kultur am Nachmittag verwiesen. Damit sich die Gemüter wieder beruhigen geht’s steil bergan und die umgestürzten Tannen erfordern volle Konzentration und Anstrengung.

Diese wird belohnt mit der Heckenlandschaft auf den Höhen, die sich an die historischen Heckenkonstruktionen aus dem 17. Jahrhundert anlehnt und in großer Zahl erhalten geblieben sind. Dabei handelt es sich einerseits um individuell geformte Rotbuchen-Hausschutzhecken und andererseits um Flurhecken auf freiem Feld zur Einfriedung von Äckern, um das Vieh fernzuhalten.
Die Punktlandung am Auto sorgte für allgemeine Heiterkeit, noch ein leckerer Blechkuchen im alten Kaffeehaus seit 1650 und eigentlich wäre der Tag gelaufen.

Es stand noch eine Reise in die wundervolle Welt der selbstspielenden Instrumente an. Lange als es weder Radio, CD, MP3, oder Highfidelity gab wurde schon mit Life Musik das Publikum begeistert. Wie von Geisterhand wurde dann im Musikmuseum fröhliche Musik der frühen Jahre gespielt. Ob am Orchestrion Fratinola, an der Tanzorgel Decap, oder am Riesen Grammophon von E.M. Ginn mit Schellack Platte, man sah nur noch strahlende Männeraugen, und ich nehme an, vor allem weil mal man so viel Mechanik hinter den Kulissen sehen konnte.

Es war ein faszinierender musikalischer Abschluss der 10 ten Wanderungen in diesem Jahr. Wer nächste Woche das Sagen hat sieht man im letzten Bild, der Mann am Klavier.

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