Montag, 17. Mai 2010

Ein unvergessliches Erlebnis.

Wouw , das hatten der Berichterstatter und die mit wandernden Freunden nicht erwartet.

Peter, der sich sonst für die Montagsplanungen ein wenig zurückhält, hatte das Sagen. Wenn er aber dann gefordert ist, perfekte Tour. Nix Villewald oder Kottenforst, sondern in die Geheimnisse der Vulkane geht die Reise.
In Kell, oberhalb von Andernach wird von Norbert schon mal ein Geheimnis erschnüffelt, stinken die Reifen oder sind es die riesengroßen Rapsfelder. Das muss doch überprüft werden. Golden und gelb, was nach Meinung von Forschern um diese Jahreszeit die Sinne der kühlen Tage vergessen macht, präsentiert sich die Landschaft.

Durch hohen Baumbestand an Buchen, mit manchmal freien Blicken ins Rheintal, erreichen wir auch schon bald einen der Höhepunkte der Tageswanderung.
Vulkanpark Andernach. Wegen uns musste aber der Südwestfunk nicht kommen. Das Medienaufgebot war enorm für eine Berichterstattung in der Landesschau. Wir nutzen den Profit und der Tagespreis ist ermäßigt, immerhin 4 Euro, ein gutes Stück Sahnetorte, dazu später mehr.
In dem futuristischen Museum fahren wir bis auf 4000 Meter Tiefe und erkunden das Erdinnere. Gute Performance. An vielen Modellen kann das Geheimnis der Geysire durch Experimente erforscht werden. Warum, weshalb, wieso hier, CO, CO2, Temperatur und Druck??? Da wurden die Schwächen aus dem Chemieunterricht offenbart. Die Abfahrtszeit des Schiffes von Andernach nach Namedy nutzen wir zu einer Pause im Restaurant.
Dem aufmerksamen Leser im Blogger ist sicherlich aufgefallen das die Gruppe in letzter Zeit kleiner geworden ist. Hier sei allem Erkrankten gute Besserung gewünscht. Im Naturschutzgebiet Namedy wird mit Spannung auf den Ausbruch des Kaltwassergeysirs gewartet.

In 350 Meter Tiefe löst sich unter Druck CO2 hier in einer Entfernung von ca 8 km zum Laacher See. Das CO2 will sich befreien und über das Brunnenrohr wird das Grundwasser mit einer Fontäne in die Höhe gerissen. Im Jahre 2001 wurde eine Höhe von 61,5 m erreicht, und somit Weltrekord. In einem 7-8 Minuten Ausbruch wurden 8 cbm Wasser und 250 cbm CO2 gefördert.
Dieses Schauspiel wird 4-mal täglich präsentiert, und wir waren dabei.

Bizarre Gebilde werden beim Nachlassen des Druckes pulsierend in den Himmel geschossen. Die Schulter von Peter hatte schwer zu tragen, nicht weil es steil bergan ging, sondern die zu vergebenden Pluspunkte während der Wanderung waren schwer zu addieren. Dazu reißt noch die Bewölkung auf und die Sonne ist uns hold. Das war aber noch lange nicht das Ende des Tages. Im Cafe Lennarts bei Heimersheim ist nicht nur der Kuchen erste Sahne, sondern auch die Rechnung, Null Euro, nochmals herzlichen Glückwunsch an Wolfgang, nun darf er nebenher unbegrenzt hinzu verdienen. Nach so einem in der Umgangssprache Hammergeilen Tag, wird der Berichterstatter am Abend im Tanzkreis noch mit Sekt und Fingerfood belohnt, Ruth hatte es sich nicht nehmen lassen einen auszugeben. Dreimal Quick, Quick, Slow, Rumba ein schöner Trinkspruch.

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