Dienstag, 25. Mai 2010

Legal oder offiziell.

Wanderung am Pfingstdienstag, war das nun offiziell oder illegal, da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten. Nur weil Dienstag ist???. Immerhin sind wir zu viert ins Siebengebirge. Zur Erinnerung, die berühmtesten Berge des Siebengebirges sind genau sieben:
Großer Ölberg (460,1 m), die Löwenburg (455,0 m), der Lohrberg (435,0 m),
der Nonnenstromberg (335,3 m), der Petersberg (331,1 m), die Wolkenburg
(324,0 m) und der Drachenfels (320,6 m).
Im Stammgebiet von Dieter und unter dessen Führung, starten wir in Rheinbreitbach. Über einen historischen Karrenweg geht’s Richtung Leyberg.
Das "Auge Gottes" jenseits der Bundeslandgrenze mit der kleinen Kapelle und dem netten Rastplatz ist schnell erreicht.
Das Betonfundament an der Rasthütte war im 2. Weltkrieg eine Montageplattform für die V1-Flugbombe. Die Aussicht vom Leyberg auf das Rheintal, das nördliche und östliche Siebengebirge gehört zu den spektakulärsten des Siebengebirges. Der Aufstieg zum Leyberg erfolgt auf den letzten 80 Metern über mehr oder weniger natürliche Felstreppen. Zwei Bänke laden oben zur Rast ein. Eine Aussicht über den Rhein bis in die Eifel, leider etwas diesig.
In einer letzten Eruptionsphase kamen Basalttuffe und Basalte aus der
Magma Kammer.

Charakteristisch für den Basalt sind die fünf oder sechseckigen Säulen, die bei einer langsamen Abkühlung entstanden. Die Magma Kammer entleerte sich nicht auf einem Schlag, sondern langsam. Das ist hier deutlich zu sehen.
Die Mittagspause an der Kreuzeiche sorgte für reichlich Diskussionsstoff in Umweltfragen, bei diesem schönen und warmen Sommertag wurde lange ausgeruht.
Riesige alte Buchen säumen unseren Weg mit dem Schild Alt + Totholz. Was soll das bedeuten? Ein Förster gibt uns Auskunft. Im Gegenzug zu den Baumaßnahmen der Bahntrasse ICE Frankfurt, sind hier 50 jährige Bäume geschützt für weitere 50 Jahre und dürfen nicht gerodet werden. Ausgleichspflanzungen, ein Diel, konnten entfallen. So ist das mit der Politik.
An einem Wegkreuz, das wir eigentlich beim Tourstart sehen sollten, erreichen wir fast den Ausgangspunkt mit einem Blick in die Stollenbauten am Virneberg. Hier wurde schon um 16. Jahrhundert Kupfer abgebaut, aber Münzfunde beweisen die Römer waren vorher da. In Dieters Stammkaffee wurde der Tag bei Eissplittertorte, gesponsert von Dieter, ausklingen lassen.

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