Donnerstag, 27. Mai 2010

Wie die Jahre vergehen. 2. Kochabend.

In Anlehnung des Beitrags vom ersten Kochabend, lange nicht gesehen und doch wieder zusammen, in 2010-mal ein altes Bild hervorholen, und feststellt wie die Jahre vergehen.
Damals wurde noch zweimal im Jahr ein Kurs belegt, dazu 2 komplette Menüs zubereitet. Man wird halt Älter und Bescheidener. Ist anzumerken, schön dass wir fast noch alle vollständig bei der Sache sind. An diesem Abend leider nur 6 Personen, da hieß es für alle Beteiligten im Team das Menü zubereiten und erstmal gut zuhören was Christine sich ausgedacht hatte. Bei leckerem Kölsch und Kopien der Rezepte wird die Strategie des Abend besprochen.

Die westfälische Küche als Leitthema verlangt von uns heute die Zubereitung von:
Vorspeise : Knudelsuppe mit Schinkentaschen
Hauptspeise : Spargelplatte mit Kasseler-Ragout
Dessert : Apfelklösse mit Weinsauce

Wie von Geisterhand gesteuert finden sich die bekannten Akteure in den Küchenzeilen zusammen.
Wolfgang und Alois schnippeln die Zutaten für die Suppe und kämpften mit den geriebenen rohen und gekochten Kartoffeln.

Gerd und Wolfgang 1 machten sich an den Spargel, und Willi und Hermann-Josef waren mal wieder ein eingespieltes Team für das Dessert. Dass Wolfgang 1 sich so fleißig präsentierte hatte mich schon überrascht, da er sonst gerne viel erzählt. Da die Besetzung des Abends so gering ausfiel gab es natürlich Spargel satt. Da soll die Spargelzeit auch genutzt werden, das Rezept zu beschreiben.

Spargel wie bekannt sein sollte, waschen schälen, und 10 Minuten kochen lassen. Das Fleisch abspülen, trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen fein hacken, Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die gekochten Spargelschalen durch ein Sieb abgießen und den Sud auffangen. Etwa ¼ Liter beiseite stellen. Den restliche Sud mit etwas Salz und Zucker aufkochen und den Spargel bei mittlerer Hitze gar kochen. Butter in einer Pfanne erhitzen Zwiebel, Fleischwürfel und Champignonscheiben darin andünsten und mit dem abgemessenen Spargelwasser angießen und süße Sahne zugeben. Das Ragout ein wenig eindicken mit Pfeffer, Zitronensaft und Salz feinwürzig abschmecken. Mit fein gehackter Petersilie anrichten, dazu passen neue Kartoffeln in Scheiben aus dem Backofen. Hm lecker, alles schön wegessen, damit die letzten Tage im Mai ein besseres Wetter bescheren.

Von den Mönchen des Münsterlandes wird berichtet, dass diese in den kirchlichen Fastenzeiten nicht auf Wohlschmeckendes verzichteten und bei Ihnen Apfelklösse als süße Fastenspeise beliebt waren.

Das war dann auch für Wilhelm und Herrmann-Josef eine Herausforderung. Die Schaumkelle schwingen und für den krönenden Abschluss sorgen. Nach 14 Tagen Pause, Feiertags bedingt freuen wir uns schon auf den 17 Juni, nicht als Tag der Einheit, sondern auf die Westfälische Küche.

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