Bernau bei Berlin.
So
ist es auf vielen Hinweisen zu lesen. Wir beginnen unsere Entdeckungen vom
Marktplatz aus zum Steintor. Es ist das letzte der drei Stadttore Bernaus, die
in die acht Meter hohe und ca. 1.300 m lange Feldsteinmauer aus dem 14. Jh.
eingebaut ist. Das Steintor steht mit seiner ganzen Wucht und Pracht am
östlichen Ende der Berliner Straße. Durch zwei Wehrgänge ist es mit dem
Hungerturm verbunden
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zur 1908 erbauten Herz-Jesu-Kirche, eine einschiffige Hallenkirche im Stile
norddeutscher Backsteingotik, leider verschlossen, hier wurde der Wunsch eines
Pfarrers 1906 begonnen.
Das
blaue Wunder von Bernau, ein Scheibengaskessel ist seit 1993 ein technisches
Denkmal in seiner Zeit 1931 erbaut einzigartig in der Welt.
Als
der Berliner Bär noch darauf wartete, erstmals in der Weltgeschichte
aufzutauchen, machte in Brandenburg schon ein Bär von sich reden: Albrecht der
Bär, ein askanischer Markgraf, welcher der Sage nach um das Jahr 1140 die Stadt
Bernau gründete.
Die
günstige Lage an einer Handelsstraße, die Tuchmacherei und vor allem die
Bierbrauerei verhalfen der Stadt zum Aufschwung. Laut dem Stadtchronisten
Wernicke wurde zu dieser Zeit in 146 von 326 Hausstellen Bier gebraut. Mehr als
30.000 Tonnen des beliebten Gerstensaftes wurden noch im 17. Jahr- hundert
ausgeführt. Jahrhundertelang galt das Bernauer Bier als das Beste der Mark
Brandenburg.
Öfter
taucht der Name Hussiten auf. Unter dem Begriff Hussiten, auch Bethlehemiten
genannt, werden verschiedene reformatorische beziehungsweise revolutionäre
Bewegungen im Böhmen des 15. Jahrhunderts zusammengefasst, die sich ab 1415
nach der Verbrennung des Theologen und Reformators Jan Hus herausbildeten.
Bei
der Vertreibung der Hussiten, die Bernau im Jahre 1432 belagerten, sollen
heiße, breiartige Braurückstände, gezielt über die Brüstung der Stadtmauer
gekippt, eine entscheidende Rolle gespielt haben. Schwere Zeiten brachen für
die Stadt am Ende des 16. und dann im 17. und 18. Jahrhundert an.
Unser
zweistündiger Rundgang, Kulturpfad, nach einem Prospekt Bernau beenden wir in
einem Café in der Mühlenstraße direkt neben der St.-Marien-Kirche. Überschaubar
diese kleine Stadt, die offensichtlich viel Tourismus erlebte an diesem Tag.
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