Donnerstag, 4. August 2016

Wroclaw.

Stadtzentrum von Wroclaw
Unser Stadtrundgang am Morgen startet in der Kielbasnicza am unserem Hotel. Ein kurzer Schwenk über den Ring zum Postamt. In der Tat wir hatten einige Karten an Bekannte geschrieben. Weiter geht es zur Hala Targowa. Die Markthalle, von Breslau wurde in den Jahren 1906-1908 nach Plänen der Architekten Richard Plüddemann, Friedrich Friese und Heinrich Küster als Stahlbetonkonstruktion errichtet.

Sie war die erste parabolische Hallenkonstruktion in Deutschland und war mit ihrer Spannweite damals eine der größten Hallen in Europa. Frisches Obst und Gemüse sowie Fleisch für die Einwohner.
Die Dominsel. Sie bildet das religiöse und teilweise das kulturelle Zentrum der Stadt, und ist zugleich das älteste besiedelte Gebiet der Stadt. Wer einen Stadtplan von Breslau betrachtet, wundert sich, dass die Dominsel gar keine Insel ist, da 1810 der nördlichen Arm der Oder zugeschüttet wurde.

Der schönste und interessanteste Zugang zur Dominsel führt von der Sandinsel mit der Sandkirche über die Dombrücke Most Tumski. Diese Brücke wurde in den Jahren 1888 bis 1892 errichtet. Liebesbeweise selbst in den kleinsten Nietlöchern.

Der Breslauer Dom, die Johanneskathedrale war seinerzeit das erste gotische Gebäude in Polen. 
Das heutige Gebäude bildet den Mittelpunkt der Insel.
Bereits um das Jahr 1000 stand an der Stelle des heutigen Doms ein Vorgängerbau. Es folgten weitere. Die heutige Kirche ist der vierte Kirchenbau an der Stelle. Bedingt durch zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten bildet auch die Johanniskathedrale ein Sammelsurium der verschiedensten architektonischen Stilrichtungen.


Erst im Jahr 1991 erhielt die Kathedrale ihre beiden Spitztürme. Auf einem sehen wir Menschen und beschließen spontan eine Besteigung, damit wir die Stadt von oben sehen. Nach 30 Stufen steht uns ein Fahrstuhlführer zur Verfügung. Die Aussicht ist toll, nun kann man erahnen wie groß die Stadt ist.

Da wir den Botanischen Garten in unmittelbarer Nähe gesehen haben nutzen wir denn als Ruhepol in der Mittagshitze. Heute fällt es nur schwer zu glauben, wenn man durch die Alleen des Botanischen Gartens spaziert, dass gleich nach der Stadtbefreiung kaum einer die Hoffnung auf die Wiederherstellung seiner ehemaligen Pracht hatte. 

Im letzten Kriegsjahr wurden alle Pflanzen in den Gewächshäusern und die Mehrheit der Kräuter im Freien vernichtet und der Baumbestand war gerade mal 50 Prozent. Zurück in die Altstadt schließlich soll das Rathaus besichtigt werden.
Das Rathaus von Breslau ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Seine Ursprünge gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, als man hier in der Mitte des Großen Rings mit dem Bau begann. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts wurde das Gebäude im Stil der Spätgotik umgebaut. Besonders bekannt ist die Ostfassade des Gebäudes mit der astronomischen Uhr aus dem Jahr 1580, deren Maßwerk auf das Jahr 1500 zurückgeht.

In dem Gebäude findet der Besucher u.a. das Museum der bürgerlichen Kunst. Für 15 Zloty können wir sämtliche Räume besichtigen. Eine separate Ausstellung mit Schwarz Weiß Fotografien ist genau so interessant wie die vielen Vitrinen mit Kunstgegenständen der vergangenen Epoche. Die Bilder der Ratsherren und Schützen in den einzelnen Zimmern zeugen von Wohlstand einiger in dieser Zeit.



Über den Platz Solny schlendern, die Blumenstände bewundern welche bis spät in der Nacht geöffnet sind, ein langer Tag bei Spiz ausklingen lassen. 

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