Stadtzentrum von Wroclaw
Unser
Stadtrundgang am Morgen startet in der Kielbasnicza am unserem Hotel. Ein
kurzer Schwenk über den Ring zum Postamt. In der Tat wir hatten einige Karten
an Bekannte geschrieben. Weiter geht es zur Hala Targowa. Die Markthalle, von
Breslau wurde in den Jahren 1906-1908 nach Plänen der Architekten Richard
Plüddemann, Friedrich Friese und Heinrich Küster als Stahlbetonkonstruktion
errichtet.
Sie war die
erste parabolische Hallenkonstruktion in Deutschland und war mit ihrer
Spannweite damals eine der größten Hallen in Europa. Frisches Obst und Gemüse
sowie Fleisch für die Einwohner.
Die Dominsel. Sie bildet das religiöse und teilweise das kulturelle Zentrum der Stadt, und ist zugleich das älteste besiedelte Gebiet der Stadt. Wer einen Stadtplan von Breslau betrachtet, wundert sich, dass die Dominsel gar keine Insel ist, da 1810 der nördlichen Arm der Oder zugeschüttet wurde.
Der schönste
und interessanteste Zugang zur Dominsel führt von der Sandinsel mit der
Sandkirche über die Dombrücke Most Tumski. Diese Brücke wurde in den Jahren
1888 bis 1892 errichtet. Liebesbeweise selbst in den kleinsten Nietlöchern.
Der Breslauer
Dom, die Johanneskathedrale war seinerzeit das erste gotische Gebäude in Polen.
Das heutige Gebäude bildet den Mittelpunkt der Insel.
Bereits um
das Jahr 1000 stand an der Stelle des heutigen Doms ein Vorgängerbau. Es
folgten weitere. Die heutige Kirche ist der vierte Kirchenbau an der Stelle. Bedingt
durch zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten bildet auch die Johanniskathedrale
ein Sammelsurium der verschiedensten architektonischen Stilrichtungen.
Erst im Jahr
1991 erhielt die Kathedrale ihre beiden Spitztürme. Auf einem sehen wir
Menschen und beschließen spontan eine Besteigung, damit wir die Stadt von oben
sehen. Nach 30 Stufen steht uns ein Fahrstuhlführer zur Verfügung. Die Aussicht
ist toll, nun kann man erahnen wie groß die Stadt ist.
Da wir den
Botanischen Garten in unmittelbarer Nähe gesehen haben nutzen wir denn als Ruhepol
in der Mittagshitze. Heute fällt es nur schwer zu glauben, wenn man durch die
Alleen des Botanischen Gartens spaziert, dass gleich nach der Stadtbefreiung
kaum einer die Hoffnung auf die Wiederherstellung seiner ehemaligen Pracht
hatte.
Im letzten Kriegsjahr wurden alle Pflanzen in den Gewächshäusern und die
Mehrheit der Kräuter im Freien vernichtet und der Baumbestand war gerade mal 50
Prozent. Zurück in die Altstadt schließlich soll das Rathaus besichtigt werden.
Das Rathaus
von Breslau ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Seine Ursprünge gehen auf
das 13. Jahrhundert zurück, als man hier in der Mitte des Großen Rings mit dem
Bau begann. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts wurde das Gebäude im Stil der
Spätgotik umgebaut. Besonders bekannt ist die Ostfassade des Gebäudes
mit der astronomischen Uhr aus dem Jahr 1580, deren Maßwerk auf das Jahr 1500
zurückgeht.
In dem Gebäude
findet der Besucher u.a. das Museum der bürgerlichen Kunst. Für 15 Zloty können
wir sämtliche Räume besichtigen. Eine separate Ausstellung mit Schwarz Weiß
Fotografien ist genau so interessant wie die vielen Vitrinen mit
Kunstgegenständen der vergangenen Epoche. Die Bilder der Ratsherren und
Schützen in den einzelnen Zimmern zeugen von Wohlstand einiger in dieser Zeit.
Über den
Platz Solny schlendern, die Blumenstände bewundern welche bis spät in der Nacht
geöffnet sind, ein langer Tag bei Spiz ausklingen lassen.
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