Leider, leider so schnell vergeht die Zeit, da haben wir heute doch schon Bergfest. Passend zu diesem Anlass galt es den Monte Pino
zu erklettern. Die Beschreibung im Wanderführer war ein wenig irreführend, aber den Einstieg hatten wir dann doch schnell gefunden. Die Aussichten sollten uns versöhnen, das Wetter hatte sich auf Sturm und ab und zu einige Tropfen Regen eingestellt. Waren da gestern noch 26 °C Grad, so hatten wir in 400 Meter Höhe gerade mal 10 ° C Grad. Hin und wieder kam die Sonne durch und schon war der Gipfel erreicht. Auf 740 Meter Höhe ist da dann doch so einiges zu erkennen. Die weite der Hochebenen, die dünne Besiedelung, das alles wird einem bewusst gemacht. Da außer in den Großstädten auf dem Lande gerade mal 70 Einwohner pro Quadratkilometer wohnen und die Insel in der Ausdehnung der Nord-Süd-Richtung 270 Kilometer hat, wirkt das ganze wie die Landschaft einer Modelleisenbahn. Die Großstadt Olbia liegt uns zu Füßen, nördlich ist die Costa Smeralda zu erkennen,
Ganz besonders hat sich uns die Korkeiche dargestellt. Viele Fragen machten dann die Runde. Die Ernten erfolgen alle neun bis zwölf Jahre wenn eine Schichtstärke von bis zu 4 Zentimeter erreicht ist. Insgesamt kann eine Ernte fünf bis zehnmal erfolgen. Eine Eiche liefert über ihre Lebensspanne etwa 100 bis 200 Kilogramm Kork. Wenn man bedenkt, dass erst nach der dritten oder vierten Ernte ein qualitativ hochwertiger Kork geliefert wird sieht man sozusagen alt aus. Eine anvisierte Kaffeepause in den kleinen Ort San Antonio de Gallura wurde auf Grund der geschlossenen Lokalitäten nach Olbia verlegt. Für das Samstagabendbuffett, wurden noch Einkäufe getätigt, denn die Küche Angelo hatte Fiesta. Auf diese Art und Weise konnten wir reichlich Käse und Wein testen. Die Kartenspieler hatten dann die Stammplätze gewechselt mit dem Vertrauen auf einen Gewinn.
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