Dienstag, 21. Oktober 2008

Das Gold der Ahr, an einem Herbsttag wie er im Buche steht.

Auf den Spuren des flüssigen Goldes, in dieser Woche wohl beim letzten Sonnentag, das hatte Herbert ausgesucht, super, immer der Sonne folgend, das war schon gut überlegt, an den Weinhängen bei Dernau und Mayschoß. Peter war auch wieder mit von der Partie, was hätte der zu Hause noch alles machen können. Bei so einem Wetter das Haus isolieren ist doch pervers. Wie anzumerken er zieht es vor bei uns zu sein. Beliebt bei Wanderern ist der Rotweinwanderweg, der sich durch die Hänge schlängelt, und auch am Wochenende eine Wanderschlange zur Folge hat. Selbst heute, wenn nur Rentner und Friseure frei haben sind doch viele unterwegs.
Die Spuren des kalten Kriegs sind hier ebenfalls präsent, wie die Spuren der Römer. Der Regierungsbunker ist heute Dokumentationsstätte. Ich selbst war mehrmals zur Abnahme von Kältemaschinen dort und kann mich noch gut an die Geheimniskrämerei erinnern.
Die Römer haben, und das ist schwarz auf weiß bezeugt schon 770 an der Ahr Wein angebaut. Das Christentum hat dann weinabgabepflichtige Güter geschaffen, z. B. in Dernau, damit die Obrigkeit sich etwas Gutes zu kommen lassen konnte. Wein Weiber und Gesang. Es gibt Orte die 1000 Jahre später noch für den Anbau berühmt sind. Die Roten Rebsorten wurden erst nach dem Dreißigjährigen Krieg angebaut. Der damalige Burgunder wurde wie die Weißen Trauben verarbeitet. Er war blassrosa, weshalb man ihn heute noch Ahrbleichert nennt. Die Ernte war in vollem Gange, wovon wir uns überzeugen konnten. Über eine Seilwinde am Traktor mit Schlitten wurde die kostbare Fracht die Berge hoch gespult. Ein Besuch in einer Straußenwirtschaft war leider nicht möglich, da alle im Wingert tätig waren. Unsere Mittagspause wurde durch eine Mail aus Fuerteventura unterbrochen, da war man wohl neidisch auf die angenehmen Temperaturen bei uns. Auf der Saffenburg wehte eine steife Brise und es wurde bedrohlich dunkel. Aber nicht lange und die wunderbare Herbstfärbung konnte wieder in Augenschein genommen werden. Bäume und Sträucher merken schnell, dass sie ein kalter Winter erwartet und bereiten sich darauf vor, Sie wollen einfach über die große Blattoberfläche nicht verdursten. Das brauchten wir auch nicht, auf der Rückfahrt nach Kalenborn trifft man noch auf einen Versicherungsagenten, nebst Gattin, an einer Kreuzung, der wandert ab 15 :00 Uhr, so hätte ich auch gerne gearbeitet, wir gönnen uns eine Kaffeepause mit Absprache nächste Woche ist Gerd für den Tag zuständig, was auch das Wetter betrifft.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Gute Besserung und viel Spaß beim Feiern!