Montag, 6. Oktober 2008

Gola zu Gorruppu

Auf zur größten Karstschlucht im Supramonte Gebirge. Heiß brennt die Äquatorsonne auf dem Wanderweg zur Schlucht. Es ist einfach grandios. Eine Durchquerung ist nur erfahrenen Alpinisten möglich. Über Stock und Stein an zwei Quellen laben hatten wir nach 2 Stunden das gewaltige Felsmassiv erreicht. Da waren wir nicht die Einzigen, die sich hier her durchgeschlagen hatten. Mit bis zu 500 Meter hohen Wänden ist hier die tiefste Schlucht Europas. Das Kalkgestein der Schlucht wurde vom Fluss Riu Fiumineddu geprägt. Die reiche Flora und Fauna konnte man buchstäblich riechen und sehen. Gewaltige Gesteinsbrocken und Geröll befinden sich im Fluss. Am Eingang tragen wir uns ins Gästebuch ein und rätseln über den Sinn und Zweck der Maßnahme. Ein Fehltritt könnte wohl zum Verhängnis werden. Das der Weg hin und zurück den gleichen Verlauf hatte, stellte sich als Vorteil heraus. Die Ansicht des Flusstales und der Verlauf der Sonne waren so beeindruckend, das wir die lange Strecke richtig genossen. Mit genügend Quellwasser konnten wir die anstrengende Tour bewältigen. Verschwitz bis auf die Knochen entfällt der obligatorische Besuch eines Cafes. Die Anmerkung wo trinken wir einen Kaffee wurde ignoriert, dafür schmeckte nach der wohltuenden Dusche das erste Bier der Marke Ichnusa umso besser. Wer nun dachte man steigt im Weinland auf Bier um, der ist auf dem Holzweg. Die abendliche Spielrunde Phase 10 hatte die Neugier von Angelo geweckt. Mit Händen und Füßen wurden die Spielregeln erläutert und ein neuer Mitspieler ist gewonnen. Der sollte dann am letzten Abend als erster das Ziel erreichen.

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