Mittwoch, 1. Oktober 2008

Buongiorno, Buonasera, per favore, si,si, Grazie, Prego, schnell lernen für sieben Tage wandern in Sardinien.

Raus aus dem Grau im Rheinland, und wandern in Sardinien. Glaubt man der Mythologie, so entstand Sardinien durch eine Art Resteverwertung Gottes. Er soll einige Felsbrocken ins Meer geschmissen mit den Füßen festgetreten haben und so entstand die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Die ersten Sonnenstrahlen winken schon am Airport in Olbia, so die Wettervorhersage im Internet, noch einen Blick auf die Webcam. Zu viert sehr, sehr früh zum Flieger, beim Web Check Inn erfahren, dass er eine Stunde früher abhebt. Noch mal die Internetseite vom Airport Köln-Bonn aufrufen und vergewissern wann geht’s los. Der Gepäckservice am Vorabend ist da schon angenehm. Nachts um 02:30 wurde das Handy mit der Weckfunktion aktiviert. Regen, Regen schnell ab nach Köln-Bonn.
Überpünktlich ging der Flieger los und kam auch noch 10 Minuten früher in die aufgehende Sonne. Irgendwie war etwas falsch gelaufen, 2 Autos wollten wir doch gar nicht. Mit Englisch die Probleme geklärt, Navi an, und schon war man auf dem Weg zu Agriturismo Asara, Pferde, freundliche Leute, Angelo serviert uns ein zweites Frühstück, und ich wollte schon sagen Ich habe gar kein Auto, und schon wird die Insel erobert.

Golfo Aranci mit Blick auf die Costa Smeralda, Füße ins Wasser, Strandlauf und Aqua Frizzante, die Blicke aufs Meer schweifen, 26 ° C Grad, Sonne. Morgenstund hat Gold im Mund. Da die Halbpension gerade mal 0.25 Liter Vino de tavelo beinhaltet war also für Nachschub zu sorgen. Da laufen doch einige Leute mit Tragetaschen in Olbia durch die Stadt, mal sehen wo die herkommen, nicht so einfach. Ein Supermarkt hat nicht nur den Abend gerettet, sondern auch noch die feinen Kleinigkeiten für die anstehenden Wanderungen im Sortiment. Zurück in die sardische Unterkunft, alles kalt stellen, und den Abend beginnen. Da hatten doch zwei Pferde schon vor der Türe des Speisesaals ihre Äpfel hinterlegt. Mal sehen was die Küche bietet. Bodenständige sardische Küche, Pasta mit viel Tomaten, Gulasch zart und fein gewürzt mit Bratkartoffeln, handgemachte Quarkküchlein und zum Abschluss einen Expresso oder Mirto. Noch einen Wein aus dem Vorrat und die nötige Bettschwere stellt sich ein. Morgens im Regen und 2 Stunden später bestes Badewetter, was will man mehr.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Na endlich! Ein Blogger!

Anonym hat gesagt…

Interessante Lektüre.

Beim Lesen stellt sich für mich nun die Frage:
Lagen die Pferdeäpfel nach dem Essen immer noch vor dem Speisesaal oder hatten die Quarkküchlein eine braune Farbe?