Von Sa Calobra aus wollten wir in die zweitgrößte Schlucht Europas einsteigen.
Eine Menge los dort unten. Über zwei Tunnel mit Bodenbeleuchtung erreicht man den Ausläufer des Canyon. Tagesbesucher kommen per Boot aus Port de Soller und wollen dann mit Schlappen den Canyon erforschen. Wir waren guter Dinge Verpflegung, Wasser, und die leckeren Orangen der Balearen, so ausgerüstet,
konnte es beginnen, aber die ersten großen Kraxeleien waren schon schwierig und so haben wir uns das Spektakel angesehen, was da so einige veranstalteten. Ein Engländer hatte dann doch noch seine Frau dazu gebracht mit zitternden Knien einen Felsbrocken zu übersteigen, den ich zuvor erklettert hatte um für Bruni einen Weg zu suchen. Es wird empfohlen den Canyon unter Führung zu meistern von Escora aus über einen Klettersteig mit Seil Erfahrung. Der Einstieg ist 300 Meter tief, und die sporadisch vom Wasser geformten Konturen sind teilweise scharfkantig wie Messer. Die Fahrt über den Coll de Ca Reis mit seinem 658 Metern war so atemberaubend über 12 Kilometer Kurve an Kurve in voller Konzentration, denn hier wimmelt es nur so von Radfahrern und überaus breit ist die Strasse nicht.

Die Wettereintrübung hat dann dazu beigetragen das Vorhaben abzubrechen. Gut einen Kilometer sind wir in die Schlucht geklettert und haben dabei die Ziegen bewundert, die sich von Fels zu Fels hangeln. Ein Panoramabild zeigt schon die aufkommenden Wolken und 95,8 Inselradio hatte für die Nacht Regen angesagt.
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