Der
Stachel am Regierungssitz. Das Stück, Jenseits
von Angela.
Zwei
Referenten im Praktikum sind schon auf der Suche. Nur niemand will den Job. Bis
Karl-Heinz Diernowski, gespielt von Edgar Harter, Rentner aus Marzahn, im Tiefschlaf
überrumpelt wird. Seine Spielutensilien direkt neben der Begleiterin
abgestellt, zweite Reihe Platz 3, wir dachten schon wir müssten mitspielen.
Kurz
vor dem dritten Gong saß der Schauspieler neben uns. Nach der ersten Szene hieß
es, wir suchen einen neuen Bundeskanzler. Licht an, und Bruni dann mit Edgar Harter
im Rampenlicht.
Jenseits
von Angela, das neue Kabarett-Programm der Distel, startet rasant. Regisseur
Martin Maier-Bode, der auch für das Gros der Texte verantwortlich zeichnet, hat
seine Handlung mit allerlei Sketchen und Liedern angereichert.
Eine
prallbunte Nummernrevue rund um die Nöte des kleinen Mannes, aufgerieben
zwischen Parteien-Zoff und Finanzkrise, Rösler und die FDP bekamen ihr Fett weg,
eine Partei mit gerade mal so viel Prozente wie die Milch.
Während
Dorina Pascu, mit Liedern über Roland Profalla, und Timo Doleys mit Dirk Niebel
beschäftigte, entwickelt sich Edgar Harter als Diernowski mit bitterbösen,
lakonischen Reden zum moralischen Gewissen der Nation. Ein hervorragender Kabarett Abend.
1 Kommentar:
... habe ich schon geahnt, dass Bruni gerne im Rampenlicht steht. Und das nicht fotografiert werden wollen gehört nur zu den Star-Allüren. ;-)
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