Samstag, 4. August 2012

Berlin, Friedrichstraße 101

Der Stachel am Regierungssitz. Das Stück, Jenseits von Angela.
Zwei Referenten im Praktikum sind schon auf der Suche. Nur niemand will den Job. Bis Karl-Heinz Diernowski, gespielt von Edgar Harter, Rentner aus Marzahn, im Tiefschlaf überrumpelt wird. Seine Spielutensilien direkt neben der Begleiterin abgestellt, zweite Reihe Platz 3, wir dachten schon wir müssten mitspielen.
Kurz vor dem dritten Gong saß der Schauspieler neben uns. Nach der ersten Szene hieß es, wir suchen einen neuen Bundeskanzler. Licht an, und Bruni dann mit Edgar Harter im Rampenlicht.

Jenseits von Angela, das neue Kabarett-Programm der Distel, startet rasant. Regisseur Martin Maier-Bode, der auch für das Gros der Texte verantwortlich zeichnet, hat seine Handlung mit allerlei Sketchen und Liedern angereichert.
Eine prallbunte Nummernrevue rund um die Nöte des kleinen Mannes, aufgerieben zwischen Parteien-Zoff und Finanzkrise, Rösler und die FDP bekamen ihr Fett weg, eine Partei mit gerade mal so viel Prozente wie die Milch.
Während Dorina Pascu, mit Liedern über Roland Profalla, und Timo Doleys mit Dirk Niebel beschäftigte, entwickelt sich Edgar Harter als Diernowski mit bitterbösen, lakonischen Reden zum moralischen Gewissen der Nation. Ein hervorragender Kabarett  Abend.

1 Kommentar:

Graal-Müritz hat gesagt…

... habe ich schon geahnt, dass Bruni gerne im Rampenlicht steht. Und das nicht fotografiert werden wollen gehört nur zu den Star-Allüren. ;-)