Die
im Bild zu sehende Dame möchte einen Ausreiseantrag stellen, bzw. ausgeschleust
werden. Die Gründe waren folgende:
Die
ganze Woche nicht kochen, von morgens bis abends unterwegs, Kilometer um
Kilometer, und dann auch noch die Orientierung behalten, das sind
Grenz
Erfahrungen.
Eine Dauerausstellung unter diesem Motto, Grenz
Erfahrung, Alltag der deutschen Teilung im sogenannten Tränenpalst.
Abschied und Sehnsucht, Hoffnung und Verzweiflung,
Freude und Angst: Vielfältige persönliche Erfahrungen und Emotionen verbinden
sich mit dem 1962 errichteten Gebäude am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Die
Abfertigungshalle diente der SED-Diktatur bis 1990 für die Ausreise aus der DDR
nach West-Berlin. Als Ort schmerzvoller Trennungen hieß der architektonisch
moderne Pavillon aus Stahl und Glas im Berliner Volksmund bald Tränenpalast.
Hier
erlebten Deutsche aus Ost und West unmittelbar, wie stark sich Kalter Krieg und
Teilung auf ihr Leben auswirkten. Der Abschiedsschmerz nach der Begegnung mit
Angehörigen und Freunden aus dem anderen Teil Deutschlands beherrschte die
Gefühle. Wut und Angst während der schikanösen Kontrollen kamen hinzu.
Sehnsucht und Verzweiflung erfassten viele Ostdeutsche, für die diese Grenze
dauerhaft geschlossen schien.
Zusammenbrüche aus Erschöpfung vor dieser Tür. Eine
Original-Kontrollkabine lässt die Abfertigungssituation erahnen. Zusammenbrüche
aus Erschöpfung und mehr als 200 Todesfälle belegen, dass auch ein legaler
Grenzübertritt am Bahnhof Friedrichstraße eine Tortur war. Für uns eine Tortur
den Massen an Touristen über Schleichwege aus dem Weg zu gehen, schließlich
wollten wir im Glashaus, Ecke Ritterstraße, noch jugoslawisch Essen.
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