Montag, 24. Juli 2017

Niederfinow – Osinow Dolny.

Ein Schiff im Aufzug, in der großen Badewanne.
Das alte Hebewerk aus dem Jahr 1934 funktioniert immer noch einwandfrei. Jedoch können moderne Güterschiffe auf Grund ihrer massiven Größe das Nadelöhr auf der Havel-Oder-Wasserstraße, die Berlin mit Szczecin und der Ostsee verbindet, nicht passieren. Die alte Anlage war zu klein und der Bau eines neuen Hebewerks somit nötig.
Wir sind früh da und können nun die ganze Prozedur des Hebevorganges der Riesenbadewanne in einem Ausflugsboot erleben. Von der Landseite aus hat uns diese Anlage bereits zweimal fasziniert. Von einer Ferienwohnung in Neuruppin sind wir dort hingefahren und von Berlin aus.
Mit dem neuen Schiffshebewerk können künftig bis zu 110 Meter große und lange Containerschiffe mit riesigen Tonnagen den Höhenunterschied von 36 Metern an dieser Stelle überwinden.
Die neue Anlage soll dabei nicht nur der nationalen und internationalen Wirtschaft dienen, sondern auch die Region für den Tourismus attraktiver machen. Bereits jetzt lockt die außergewöhnliche Konstruktion des 80 Jahre alten Industriemerkmals jährlich um die 150.000 Besucher nach Niederfinow. In der Mittagszeit ist dann auch der Parkplatz voll besetzt.
Wenn man schon mal da ist, kann man auch noch 30 Minuten mit dem Auto zurücklegen und in Osinow Dolny zum Friseur gehen. Damen, waschen schneiden Föhnen, Herren schneiden für sage und schreibe 14 Euro für beide. Super für 1,09 Euro, da kann man nicht meckern.
Über die Bundesstraße 158 geht es Retour mit Stadtbesuch in Bad Freienwalde. Fazit von uns, das historische Zentrum ist noch nicht mal das Hinweisschild wert. Ein Spaziergang zu einem Aussichtspunkt im Oderbruch ermöglicht die Aussicht auf die Schleuse, jedoch nicht auf das Stadtbild.

1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

Die Haare des Herren sehen immer noch zottelig aus?!? Vielleicht doch nur billig und kein Schnäppchen?