Montag, 3. Juli 2017

Weißer Stein.

Schwuppdiwupp Straße überqueren, wandern in Belgien.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Nr. 4/14 Schleiden, Hellenthal, Gemünd.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,3 km , 04:28 h Echtzeit, 181 hm
Wegführung: rote Raute, gelbes Kreuz, grünes Rechteck, belgische Wegzeichen.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, 17,5 Grad C
Wir starten am Parkplatz Weißer Stein. Schwuppdiwupp die Straße überqueren, B 265, und schon geht es entlang des Edesbach auf der Kulturroute mit vielen Infotafeln über den Krieg. Grenzkontrollen gab es hier bis 1993, das karge Leben in der Schneifel, so der Begriff für diesen Teil der Eifel, immerhin wir sind auf 690 Höhenmeter auf belgischer Seite.
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege und asphaltierte Passagen, Sumpfgebiet, Bachüberquerung.
Der Weiße Stein ist mit 692 m ü. NN der zweithöchste Punkt Belgiens. Von belgischer Seite direkt hinter der Ortschaft Mürringen, unweit der deutschen Staatsgrenze, von deutscher Seite direkt an der B 265, findet man Ihn in einem Feuchtgebiet, Bocksvenn, ein weißgrauen Quarzit Brocken, den sogenannten Weißen Stein.
Alle Informationen sind auf der Schautafel zu lesen. Der Weiße Stein ist ein Tertiär-Quarzit, ein unter Einfluss von Kieselsäure gehärteter Felsblock, von denen noch einige auf der durch Erosion eingeebneten Hochfläche der Eifel in Höhenlagen über 550 Metern zu finden sind. Durch seine Härte ist dieser Stein nicht wie das übrige junge Gestein in der Umgebung verwittert.
Der Weiße Stein könnte unter den Kelten als Kultobjekt gedient haben. In der Nähe gelegene Waldgebiete Odekopf, Odepfad sowie der Name der benachbarten Ortschaft Udenbreth geben einen Hinweis auf die dort möglicherweise verehrte Gottheit: Odin, auch Wotan genannt, Gott der Krieger und Jäger.

Rund 30 dieser Schautafeln geben einen oft verblüffenden Einblick in den Alltag und die Geschichte der Bewohner. Heimat an den Grenzen, die letzte Hungersnot fand 1882/1883 statt, in deren Folge das Dorf Hünningen mehr als ein Viertel seiner Einwohner verlor, ebenso wurde das Dorf auch durch die Ardennen-Offensive 1944 hart getroffen, arbeiten im Steinbruch, ect, hier ist die Wegbezeichnung GR 56.

Entlang der Kulturroute bis zum Abzweig nach Hünningen sind einige Schautafeln in gutem Zustand und sehr informativ. Wir sind auf einem Schmetterlingspfad im Tal Grund und werden durch liebevolle Bilder begleitet.

Durch das Tal Holzwarche geht es am dritten Steinbruch leicht bergan. An einer Abzweigung am Olefterberg halten wir uns rechts und entdecken versteckt ein Jagdhaus das zur Mittagspause einlädt. Terrasse, Sessel, Tisch und Swimmingpool. Die eingeschlagene Abkürzung der Strecke erweist sich als Sumpfgebiet des Jansbach und Barbell. Herbert hätte seine Freude an der Abkürzung gehabt.
Von einem knapp 30 m hohen Aussichtsturm aus Holz, 2014 neu errichtet, hat man eine gute Aussicht zur Schneifel, zur Hohen Acht, zum Aremberg, zum Michelsberg, zur Nürburg sowie zum Steling.
Ein gleichnamiges Wintersportgebiet mit Langlaufloipen von insgesamt 27 km Länge, Skipisten mit Skiliften und Rodelbahnen mit Lift stehen im Winter zur Verfügung. Zur unserer Verfügung war legendäre Eissplittertorte bei Quasten in Kommern.


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