Schwuppdiwupp Straße überqueren,
wandern in Belgien.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Nr. 4/14 Schleiden, Hellenthal,
Gemünd.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 15,3 km , 04:28 h Echtzeit, 181 hm
Wegführung: rote Raute, gelbes Kreuz, grünes
Rechteck, belgische Wegzeichen.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt,
Sonne, 17,5 Grad C
Wir starten am Parkplatz Weißer
Stein. Schwuppdiwupp die Straße überqueren, B 265, und schon geht es entlang des
Edesbach auf der Kulturroute mit vielen Infotafeln über den Krieg.
Grenzkontrollen gab es hier bis 1993, das karge Leben in der Schneifel, so der
Begriff für diesen Teil der Eifel, immerhin wir sind auf 690 Höhenmeter auf
belgischer Seite.
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege und asphaltierte Passagen,
Sumpfgebiet, Bachüberquerung.
Der Weiße Stein ist mit
692 m ü. NN der zweithöchste Punkt Belgiens. Von belgischer Seite direkt hinter
der Ortschaft Mürringen, unweit der deutschen Staatsgrenze, von deutscher Seite
direkt an der B 265, findet man Ihn in einem Feuchtgebiet, Bocksvenn, ein
weißgrauen Quarzit Brocken, den sogenannten Weißen Stein.
Alle Informationen sind
auf der Schautafel zu lesen. Der Weiße Stein ist ein Tertiär-Quarzit, ein unter
Einfluss von Kieselsäure gehärteter Felsblock, von denen noch einige auf der
durch Erosion eingeebneten Hochfläche der Eifel in Höhenlagen über 550 Metern
zu finden sind. Durch seine Härte ist dieser Stein nicht wie das übrige junge
Gestein in der Umgebung verwittert.
Der Weiße Stein könnte
unter den Kelten als Kultobjekt gedient haben. In der Nähe gelegene Waldgebiete
Odekopf, Odepfad sowie der Name der benachbarten Ortschaft Udenbreth geben
einen Hinweis auf die dort möglicherweise verehrte Gottheit: Odin, auch Wotan
genannt, Gott der Krieger und Jäger.
Rund 30 dieser
Schautafeln geben einen oft verblüffenden Einblick in den Alltag und die
Geschichte der Bewohner. Heimat an den Grenzen, die letzte Hungersnot fand
1882/1883 statt, in deren Folge das Dorf Hünningen mehr als ein Viertel seiner
Einwohner verlor, ebenso wurde das Dorf auch durch die Ardennen-Offensive 1944
hart getroffen, arbeiten im Steinbruch, ect, hier ist die Wegbezeichnung GR 56.
Entlang der Kulturroute bis zum Abzweig nach Hünningen sind einige Schautafeln in gutem Zustand und sehr informativ. Wir sind auf einem Schmetterlingspfad im Tal Grund und werden durch liebevolle Bilder begleitet.
Durch das Tal Holzwarche
geht es am dritten Steinbruch leicht bergan. An einer Abzweigung am Olefterberg
halten wir uns rechts und entdecken versteckt ein Jagdhaus das zur Mittagspause
einlädt. Terrasse, Sessel, Tisch und Swimmingpool. Die eingeschlagene Abkürzung
der Strecke erweist sich als Sumpfgebiet des Jansbach und Barbell. Herbert
hätte seine Freude an der Abkürzung gehabt.
Von einem knapp 30 m
hohen Aussichtsturm aus Holz, 2014 neu errichtet, hat man eine gute Aussicht
zur Schneifel, zur Hohen Acht, zum Aremberg, zum Michelsberg, zur Nürburg sowie
zum Steling.
Ein gleichnamiges
Wintersportgebiet mit Langlaufloipen von insgesamt 27 km Länge, Skipisten mit
Skiliften und Rodelbahnen mit Lift stehen im Winter zur Verfügung. Zur unserer
Verfügung war legendäre Eissplittertorte bei Quasten in Kommern.
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