Liebe Brunhilde , Lieber Gerd ,
wir hoffen Ihr hattet besseres Wetter an der Ostsee als wir hier in Köln. Besonders der Sonntag war sehr verschissen, fast nur Regen. Wenn die restlichen Tage Eures Urlaub so werden wie unser heutiger Wandertag, könnt Ihr Euch ja nicht beklagen.
Gerd, bitte die Bilder nach Deinem Gusto in den Blog einfügen und an die Wanderfreunde versenden.
Euch noch eine gute Zeit.
Gitta und Norbert
Wenn Engel wandern ist der Himmel engelhaft blau und der Führengel Dieter hat dann auch den entsprechenden Ort zum Start ausgesucht, Engelen.
Wie es sich dann für Engel gehört, lautete das Motto für die Tour Kapellenwanderung, aber wer Dieter kennt Weiß, dass die Geologie nicht zu kurz kommt. An der Endstation des Vulkan-Express wurden mit Blick auf den Engelner-Kopf die Wanderschuhe geschnürt.
| ohne Stativ nur 2 im Bild |
Im Osten verschwanden die letzten Regenwolken die wohl den beiden Wanderfreunden, die sich in den Osten abgesetzt haben, heute oder spätestens morgen einen feuchten Gruß von uns überbringen werden.
Hier an der Bahnstation hatten wir einen schönen Blick auf die mächtigen Vulkankegel. Vor 350 Mill. Jahren existierte hier ein großes Flachmeer, aus dem heraus sich später ein Faltengebirge entwickelte.
| Faltengebirge |
Dinosaurier stehen für das Erdmittelalter. Sie sind in der Eifel nachgewiesen, z.B. der Eifelosaurus in der Trias (vor ca. 220 Mill. Jahren). Ein größerer Saurier ist der hier in Stein gehauene Iguanen, der vor 65 Mill. Jahren lebte u. 9 m lang war.
Vor 30.Mill. Jahren hüpften u. schwammen viele tausende Riesenfrösche im morastigen Kunkskopfsee bei Burgbrohl. Sie stehen für das Erdalter Tertiär.
| Dinos |
(65 - 2 Mill. Jahre vor unsere Zeit), als in dieser Region die ersten Vulkane aktiv wurden und auf deren Spuren wir heute wandeln wollen.
In Engelen gleich ein Besuch der ersten Kapelle mit einem Glockenspiel, dann am Ortsrand noch eine kleine Privatkapelle.
Über den Wanderweg B war unser Ziel die Kapelle in Wollscheid. Schon nach wenigen hundert Metern präsentierte sich uns eine tief ausgeschürfte Lavagrube, an deren Randbezirke deutlich die Anzahl und Mächtigkeit der Vulkanausbrüche zu erkennen waren. Vorbei an Buchhof, leicht bergab durch alte Buchenwälder ging's dann Richtung Hauslei.
| blauer Himmel |
| rechts der A 61 Ohlbrück |
Aus dem Wald kommend genossen wir dann einen herrlichen Blick auf die Ruine Olbrück. Der Weg entlang der Hauslei imponierte durch schroffes, horizontal gelagertes Schiefergestein zur linken, rechts dann ein atemberaubendes tiefes Tal vom Brohlbach ausgewaschen und geformt. Wollscheid ward erreicht, ein Blick in die Kapelle und weiter nach Hannebach.
Erst wollten wir aber noch die Hannebacher Ley erkunden. Um es kurz zu machen, das war wie die Suche nach der Gleitfalte am Dachsbau!! ( H. +G. werden sich noch erinnern )
| Fachgespräche am runden Tisch |
In Hannebach wurde dann direkt an der Brolbachquelle bei schönstem Sonnenschein die wohlverdiente Mittagspause eingelegt. Die Kapelle in Hannebach war leider verschlossen, drum gleich weiter nach Spessart wo wieder eine Kapelle auf uns wartete. Verhungern konnte man auf diesem Wanderweg nicht, überall vollbeladene Obstbäume. Äpfel, Pflaumen, Birnen und Mirabellen satt, zeigen uns aber leider auch, dass der Sommer dem Ende zugeht.
| 20 % weniger als letztes Jahr |
| genug für Marmelade |
Spessart ist erreicht, aber auch hier eine Enttäuschung, die Kapelle ist auch verschlossen. Wir queren nochmal die L83 kurz vor Kempenich und erreichen nach einem leichten Anstieg wieder Engelen.
In Heimbach sponsert dann unser Altersengel noch für jeden einen himmlischen Eisbecher bevor sich unsere Wege trennen.
Der Neuengel muss nun erst den Bericht schreiben, geht dann ein lecker Kölsch trinken und träumt davon, dass Gerd bald wieder diese Aufgabe übernimmt.
1 Kommentar:
Ich möchte mir keine Rüge von Dieter einfangen,dass ist kein Faltengebirge, sondern eine Lava Grube !!!
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