Dieter hatte sich für die Montagswanderer etwas besonderes ausgedacht, ein Gebiet bei Mayen. Den Vulkanpark Mayen. Die beiden Enkel von Wolfgang nutzten die Ferienzeit und die Alten wurden begleitet. Die geschichtliche Vergangenheit wurde zuerst am Katzenberg bei Mayen erkundet.
Was sich hier vor 2000 Jahren ereignet hatte wurde durch den Reiseleiter des Tages, Dieter, eindrucksvoll erklärt und durch Infotafeln ergänzt. Der kleine Rundgang durch die Nachbildungen der ehemaligen Festung ließen ein gewisses Gefühl von Harry Potter aufkommen.
Wie entsteht ein Vulkan? Was ist ein Schlackenkegel oder ein Maar? Welche Rohstoffe vulkanischen Ursprungs nutzte der Mensch im Laufe der Jahrtausende? Welche nutzt er heute noch? Die Antworten auf all diese Fragen gab uns Dieter beim Rundgang, dem Wegzeichen Fledermaus folgen und riesige Skulpturen von Künstlern sind hier mit unterschiedlichen Werkzeugen bearbeitet worden, ebenso phantasievoll die Titel der Darstellungen.
Das Mayener Grubenfeld hat eine traditionsreiche Geschichte sowohl als Basaltlavagewinnungsstätte, als auch als Ort der Steinbearbeitung. An diesen Ort finden Internationale Naturstein-Symposien statt. Bei diesen Events hatten Künstler Gelegenheit im Ambiente des bizarren Grubenfelds monumentale Skulpturen aus großformatigen Rohwerksteinen wie Basaltlava, Tuff und Schiefer zu schaffen.
Auf dem Symposiums Gelände sammelten sich dabei über die Jahre eine Reihe zeitgenössischer Kunstwerke an.
Zirka 30 Skulpturen schmücken den Lapidea-Skulpturen-Park. Der Fledermausweg brachte uns an eine große Abbaustelle des Basalts und in den Höhlen soll die größte Population von Fledermäusen in Deutschland sein. Das Stollensystem des Mayener Grubenfeldes wird im Spätsommer zum Treffpunkt von Abertausenden von Fledermäusen aus ganz Mitteleuropa.
Die Beschaffenheit der Stollen bietet den verschiedensten Arten optimale Bedingungen. Der Eingangsbereich hat durch die Außentemperatur ein kühles und trockenes Klima, weiter im Stollen ist es gleichmäßig warm und frostsicher. In einem Winter wurden mit der üblichen Zählweise 3.000 bis 5.000 Fledermäuse gesichtet. Wir sahen uns noch ein Abbaugebiet bei Ettringen an, um dann am Riedener See einen Eisbecher zu genießen.
Zwei Mitwanderer der heutigen Wanderung werden am Wochenende aufbrechen ins Kleinwalsertal. Daumen drücken für eine Woche Wanderwetter.
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