Dienstag, 23. August 2011

Wandern auf dem Buntsandsteinweg bei Abenden. Ein Bericht von Norbert.

Ihr Lieben ,

habt ja wieder viel erlebt in Berlin, zwar habt Ihr ja nicht die Kanzlerin getroffen, aber viel wichtiger, unseren Herrn Präsidenten nebst Gattin.
Zum letzten Mal ein Bericht von mir zur Montagswanderung, denn am nächsten Montag sind wir in Budapest.
Euch eine gute Heimreise !

Herzliche Grüße.
Gitta und Norbert 

Wandern auf dem Buntsandsteinweg bei Abenden. Mit von der Partie Peter, Dieter, Wolfgang und Norbert, der die Tour ausgewählt hatte.
Startpunkt war der P+R Platz am Bahnhof, mit drei Bänken für die Wanderer. Es ging gleich über die Rurbrücke und wie man auf dem Bild erkennen kann, schauen die drei noch gut gelaunt dem fließenden Gewässer nach. Es ahnt ja noch keiner, dass es nach einem Spaziergang durch das alte Dorf und dann entlang der Rur mehrmals mächtig bergauf gehen würde.
Sicht auf die Burg mal anders
Die Rur

Der Name des Ortes geht auf " An den Benden " zurück, was so viel bedeutet wie schöne saftige Wiesen.
Der Volkssage gemäß sind die Orte Hausen, Blens u. Abenden in Kriegszeiten zweimal niedergebrannt worden. Die Kosaken sollen am schlimmsten gehaust haben u. alle Dorfbewohner, auch die Kinder getötet haben und dann das Dorf niedergebrannt.
Abenden wird nicht nur von der Rur durchflossen, sondern auch vom Mühlbach.
Die Rur hat vor Jahrtausenden die Buntsandsteinschichten der Nordeifel angeschnitten u. imposante Felswände,- türme, überhängende Felsvorsprünge, Klüfte u. Pilzformen heraus gebildet.

Diese verleihen der Landschaft Ihren besonderen Reiz u. ihren malerischen Charakter.
Über den Eifelvereinsweg geht es der Rur entlang, wo wir dann einmal einen ganz anderen Blick auf die Burg Nideggen haben. Nun kommt der erste Anstieg bis auf 340m, der Weg gabelt sich und wir folgen der Buntsandstein Route. Durch dichten Wald geht es vorbei an mächtigen Felsgebilden, eine schöner als die andere anzusehen.

Die Wanderwege sind leider sehr schlecht ausgezeichnet u. so musste das Navi von Wolfgang so manches Mal befragt werden. Gegen 12.00 Uhr erreichten wir ein Felsplateau mit Bank und mit einem schönen Blick auf Abenden, Mittagspause war angesagt. Danach führte der Weg weiter an tollen Felsformationen über einen Bergrücken runter nach Abenden.
Ein Schelm, der nun dachte, die Tour sei zu Ende. Am Parkplatz " Am Dauven ", geht es  ein Stück die L249 entlang und dann auf dem Weg Nr.4 zur Hundsleiy.

Der Anstieg ist schwer zu finden. Ein kleiner schmaler Pfad schlängelt sich, zum Teil mit 70% Steigung, bei 26° C hoch zur Hundsleiy. Aber es hat sich gelohnt, ein Teppich von blühender Erika umschlingt die beiden roten Felsen. Auf der Plattform genießen wir noch mal einen Blick auf Abenden und die zurückgelegte Wegstrecke. Vor lauter Begeisterung singen wir dann das Lied der Einheimischen:
   " Ja, wir steigen auf die Hundsleiy,
 da ist der Blick so frei.
 Wie atmet da die Brust
 die frische, reine Luft.
 Wir grüßen mit Gesang
und hellem Jodelklang ( Solo von unserem Oberjodler, Peter )
 die Leute allzumal
 Drunten im tiefen Tal."
Weiter geht es bis auf 323 m ostwärts, vorbei an Wiesen und Feldern, dann in ein Waldstück an einem namenlosen Bach  entlang, runter ins Isimustal. Noch mal hoch auf 260m, wo der Weg eine Kehre von 180° einschlägt  u. weiter auf 311m ansteigend am Mittelberg vorbei zu den letzten Buntsandsteinfelsen. Hier noch mal eine kurze Rast und ein Blick auf unser Ziel Abenden.


In Abenden gab es dann noch im Café'- Bäckerei Jansen leckere Eissplittertorte.
Auf der Rückfahrt dann noch Rätselraten, sind Herbert u. Gerd am nächsten Montag wieder mit dabei!? Eine SMS am Abend ergibt eine Teilklärung. Der Präsident ist mit dabei, es sei denn, der Wasserstand in seinem Keller hat den Pegel von 1,24 m erreicht. Dieter bereitet die Tour vor.

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