Freitag, 13. August 2010

Berlin Maybachufer, Wendisch, Alex.

Großformatig war eine Anzeige in der Berliner Morgenpost, vor 49 Jahren Mauerbau. Da lohnte es sich doch mal zu überlegen was hatte man damals gemacht. Wanderfahrt im Bayrischen Wald und in Bayrisch Eisenstein wurde der Bahnhof abgeriegelt. Ein zweiter Zufall lief uns dann am Nachmittag über den Weg. In Wendisch, eine Alleinerziehende mit Sohn, die im letzten Jahr in der Casa Poesia war. Gutes Personengedächtnis. Ansprechen und die Reaktion bewerten.
Ach so, was macht man Freitag in der Nähe des Maybachufer??? Türkisch einkaufen. In letzter Zeit haben sich aber hier immer mehr Stoffhändler sesshaft gemacht. Das werden wir in 2 Wochen noch mal testen.

Wendisch, noch nie gehört, wurde als Ausflugsziel ausgesucht. Zur Ehren des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm wurde dieser Ort dann zu Königs-Wusterhausen.

Dieser Lieblingsaufenthaltsort mit schlichtem Schloss und kleiner Altstadt bot sich an zu erkunden. Die Besichtigung mit gerade mal 4 Personen stellte sich schon bald als Gesichtsunterricht dar, da war doch eine Dame die wollte alles besser wissen als die Führung. Erst vor 10 Jahren aufwendig renoviert, ist dort kein Schnickschnack zu sehen, sondern Bilder die der König einmal selbst malte und eine Galerie seiner Tabakskollegen.
War die Zeit hier stehen geblieben??? Denn in den Pionierjahren des Rundfunks wurde hier 1920 der erste Mittelwellensender in Betrieb genommen. Wir nehmen für den Rückweg die Bundestrasse und besuchten am Abend nach eine Veranstaltung am Alex. Berlin lacht. Eine Freiluftveranstaltung mit vielen jungen Künstlern, aus allen Kontinenten.

Wie z.B. The Pink and the Blue bewegen sich auf verblüffendste Art und Weise zu den rasantenLive-Klängen von Percu Santos und seinem selbstgebauten Didgeridoo Kunstwerk aus Plastikrohren. Verspielt präsentieren sie immer neue atemberaubende Posen, bei denen der Zuschauer bald nicht mehr weiß, wo oben, unten, rechts und links ist, und lassen Hula Hoop - Reifen in hohem Tempo um Hüften, Hände, Füße und Hals kreisen. Fasziniert schauten wir zu und bemerkten nicht die aufziehenden schwarzen Wolken. Nachdem die ersten Tropfen auf die Glatze prasseln ist der Heimweg angesagt.

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