Sonntag, 12. Juli 2015

Der Glanz der Weltstadt Moskau bei Nacht.

Roter Platz bei Nacht.
Ein Tüpfelchen auf dem "i" ist das, was wir nun im nächtlichen Stadtzentrum zu sehen bekommen. Unvergleichbarer Lichterglanz an den ohnehin schon wunderschönen Gebäude rund um den Roten Platz, den wir von Norden durch das 1996 nach historischem Vorbild originalgetreu wiedererrichtete Auferstehungstor betreten, märchenhaft ist untertrieben.

Flankiert wird der Platz von den wuchtigen, vielen Türmen und Erkern den dennoch nicht massig wirkenden dunkelroten Bau des Staatlichen Historischen Museums. Fast weihnachtlich wirkt die nach dem Abriss in der Stalin-Zeit ebenfalls in den 1990er Jahren rekonstruierte Kasaner Kathedrale, ein Eindruck, der durch die mehrere hundert Meter lange, von Lichterketten nachgezeichnete Fassade des Kaufhauses GUM noch verstärkt wird.
Wie aus einem Märchen die Basilius-Kathedrale.
Das wohl berühmteste Wahrzeichen Moskaus aber erreichen wir am Südende des gewaltigen Platzes.
Die in Farben und Formen schwelgende Basilius-Kathedrale, die bis 1561 zum Gedenken an den Sieg des russischen Heeres über die Tataren errichtet wurde. Den nächtlichen Spaziergang um dieses effektvoll beleuchtete Wunderwerk der Architektur zählen wir bis jetzt zu den eindrucksvollsten Reiseerlebnissen.
In der Stadt sind 1000 Gebäude beleuchtet. Auf der Rückfahrt hören wir von der Reiseleiterin Tatjana einiges über das Leben in Moskau, was sich den letzten Zeiten geändert hat.
Kraftvoll und vital so präsentiert sich die Stadt, wie aus einer Wundertüte.
Einem Barockschloss gleicht die Metro Station Komsomolskaja.
Nach dem Abendessen fahren wir gegen halb neun Uhr nochmal in die Stadt. Am Belarußbahnhof steigen wir aus, um dort in die tief unter der Erde liegende Metro-Station zu gelangen.

Die Stationen sind reichlich mit Prunk ausgestattet. Alles top sauber, kein Kaugummi oder Papier, oder Cafe to Go Becher, keine Graffiti, einfach sauber.
U-Bahn-Stationen der Innenstadt, sind ein der Überbleibsel aus der stalinistischen Epoche.



Als wir eine Stunde später am Roten Platz wieder die Oberfläche erreichen, sind wir unter anderem am "Prospekt Mira", am "Komsomolskaja" und am "Kurskaja" umgestiegen und haben überall gewaltige Säulenhallen mit imposanten Deckengemälden, Stuckverzierungen, Kristallleuchtern und Heldenstatuen gesehen. Nach 24:00 Uhr ist Nachtruhe für uns. Die Fahrt durch die neue City hat uns den Wandel der Sowjetunion noch mal verdeutlich.

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