Roter
Platz bei Nacht.
Ein
Tüpfelchen auf dem "i" ist das, was wir nun im nächtlichen Stadtzentrum
zu sehen bekommen. Unvergleichbarer Lichterglanz an den ohnehin schon
wunderschönen Gebäude rund um den Roten Platz, den wir von Norden durch das
1996 nach historischem Vorbild originalgetreu wiedererrichtete Auferstehungstor
betreten, märchenhaft ist untertrieben.
Flankiert
wird der Platz von den wuchtigen, vielen Türmen und Erkern den dennoch nicht
massig wirkenden dunkelroten Bau des Staatlichen Historischen Museums. Fast
weihnachtlich wirkt die nach dem Abriss in der Stalin-Zeit ebenfalls in den
1990er Jahren rekonstruierte Kasaner Kathedrale, ein Eindruck, der durch die
mehrere hundert Meter lange, von Lichterketten nachgezeichnete Fassade des
Kaufhauses GUM noch verstärkt wird.
Wie
aus einem Märchen die Basilius-Kathedrale.
Das
wohl berühmteste Wahrzeichen Moskaus aber erreichen wir am Südende des gewaltigen
Platzes.
Die
in Farben und Formen schwelgende Basilius-Kathedrale, die bis 1561 zum Gedenken
an den Sieg des russischen Heeres über die Tataren errichtet wurde. Den
nächtlichen Spaziergang um dieses effektvoll beleuchtete Wunderwerk der
Architektur zählen wir bis jetzt zu den eindrucksvollsten Reiseerlebnissen.
In
der Stadt sind 1000 Gebäude beleuchtet. Auf der Rückfahrt hören wir von der
Reiseleiterin Tatjana einiges über das Leben in Moskau, was sich den letzten
Zeiten geändert hat.
Kraftvoll
und vital so präsentiert sich die Stadt, wie aus einer Wundertüte.
Einem
Barockschloss gleicht die Metro Station Komsomolskaja.
Nach
dem Abendessen fahren wir gegen halb neun Uhr nochmal in die Stadt. Am
Belarußbahnhof steigen wir aus, um dort in die tief unter der Erde liegende
Metro-Station zu gelangen.
Die
Stationen sind reichlich mit Prunk ausgestattet. Alles top sauber, kein Kaugummi
oder Papier, oder Cafe to Go Becher, keine Graffiti, einfach sauber.
U-Bahn-Stationen
der Innenstadt, sind ein der Überbleibsel aus der stalinistischen Epoche.
Als
wir eine Stunde später am Roten Platz wieder die Oberfläche erreichen, sind wir
unter anderem am "Prospekt Mira", am "Komsomolskaja" und am
"Kurskaja" umgestiegen und haben überall gewaltige Säulenhallen mit
imposanten Deckengemälden, Stuckverzierungen, Kristallleuchtern und Heldenstatuen
gesehen. Nach 24:00 Uhr ist Nachtruhe für uns. Die Fahrt durch die neue City
hat uns den Wandel der Sowjetunion noch mal verdeutlich.
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