Sonntag, 19. Juli 2015

Petersburg.

Venedig des Nordens.
Sankt Petersburg ist mit 5 Millionen Einwohnern die nach Moskau zweitgrößte Stadt Russlands und die viertgrößte Europas. Sankt Petersburg liegt im Nordwesten des Landes an der Mündung der Newa in die Newabucht am Ostende des Finnischen Meerbusens und ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. 
Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen auf Sumpfgelände nahe dem Meer gegründet, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen. Über 200 Jahre lang trug sie den heutigen Namen, von 1914 bis 1924 hieß sie Petrograd, und sie wurde von 1924 bis 1991 zu Ehren von Lenin, dem Gründer der Sowjetunion, Leningrad genannt. 
Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist das Venedig des Nordens.

Das Besichtigungsprogramm beginnt am frühen Morgen. Gleich nach dem Frühstück stehen die Busse vor dem Schiff bereit für die Stadtrundfahrt durch St. Petersburg. Pünktlichkeit ist für die Reisenden im Seniorenalter eine Pflicht, keine Wartezeiten wegen Junggemüse.
Sonntag kein Verkehr erreichen wir das Smolny-Kloster. Regen ohne Ende Aussteigen, Foto weiter.
Entgegen des Namens lebten in dem reich geschmückten, blau-weiß gestrichenen Gebäudekomplex aus dem 18. Jahrhundert niemals Mönche oder Nonnen. Zarin Elisabeth I. hatte das von einem italienischen Baumeister entworfene Bauwerk ursprünglich als Altersruhesitz geplant, ihre Nachfolgerin Katharina II. ließ es dann jedoch zu einer höheren Lehranstalt umgestalten.
Der nächste Stopp gilt der gerade einmal 100 Jahre alten Auferstehungskirche. Direkt am Gribojedow-Kanal gelegen, folgt dieses 1912 fertiggestellte Gotteshaus als einziges großes Gebäude in der Innenstadt St. Petersburgs baulich den altrussischen Traditionen, was an den zahlreichen bunten Zwiebeltürmen und der byzantinischen Fassade sehr deutlich wird.
Vater erkennt am Kanal die Kneipe Tschaika, Möve die ein Hamburger in den frühen 70 er Jahren eröffnete. In den Anfängen der 90 er Jahre mal Sohn Gerds Stammkniepe.
Jetzt steuern wir die Wassiliewski-Insel an, die als ältestes Viertel der vor gut 300 Jahren aus den Newa-Sümpfen gestampften Zarenstadt gilt. Von der früheren Börse mit den auffälligen Rostra-Säulen (aus ihnen ragen Schiffsrümpfe und symbolisieren so die Verbundenheit der Stadt mit dem Überseehandel) haben wir einen wunderbaren Blick auf die trutzige Peter-und-Paul-Festung sowie über die Newa auf den Winterpalast.
Wieder eine Regenschauer deshalb hier nur die Rostra-Säulen.
Entlang der Newa wird die Anitschkow Brücke an der Fontanka erreicht. Genau über den Ohren der monumentalen Pferde Gebären Statuen waren in den 90 er Jahren die Wohnungen der TÜV Mitarbeiter. Leichte Heimatgefühle kommen auf.
Der nächste mächtige Kuppelbau die Isaaks Kathedrale werden wir noch besuchen. Der herrliche Sonnenschein verleitet zu Verweilen. Der begleitenden Dame noch erklären das die goldene Spitze die Admiralität ist und schon kann es weitergehen.



1 Kommentar:

BerlinerKindl hat gesagt…

Da drüknwa ma die Doomen, dit de Rehjen uffhöört.