Juwel und
Verkehrsknotenpunkt.
Worte des Tages: Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern
über Maulwurfshügel.
Cocktail des Tages: Vladimir
Morgens
um 08:00 Uhr erreichten wir Jaroslawl. Der Fahrer Michael und Reiseleiterin
Olga sind für den Trip durch die Stadt verantwortlich.
Die
Deutschsprachige Leitung hat in der ersten Reihe Platz genommen und wird
begleitet vom Fotografen und Berichterstatter, nach der Hälfte des Urlaubs wird
es Zeit das Ruder in die Hand zu nehmen.
Wichtigstes Kirchengebäude der Altstadt ist die
Prophet-Elija-Kirche, ein monumentaler, von grünen Zwiebeltürmen bekrönter Bau.
Mit einem Glockenspiel werden wir eingestimmt auf den bis jetzt wolkenlosen
Tag, Sonnenschein pur und 18 Grad C.
Die
Stadt gehört zu den acht Städten der Touristenroute des Goldenen Rings
nordöstlich von Moskau und ist gleichzeitig die größte unter diesen Städten.
Schwerpunktmäßig ist die Stadt durch ihre Architektur bekannt, weist jedoch
auch ein nicht zu vernachlässigendes Angebot an kulturellen Attraktionen auf.
Im Park, gesponsert von Gazprom ist Musik im
Einklang mit den Springbrunnen zu sehen und zu hören. Jaroslawl, das im
September 2010 sein 1000-jähriges Bestehen feierte, gehört zu den ältesten
Städten Zentralrusslands. Im Mittelalter war Jaroslawl die Hauptstadt eines
Fürstentums, Anfang des 17. Jahrhunderts war es für einige Monate
De-facto-Hauptstadt des russischen Zarentums, und vor der Gründung Sankt
Petersburgs galt Jaroslawl als zweitgrößte russische Stadt.
Originalgetreu wiedererrichtet Kirche
Maria-Entschlafens in Jaroslawl.
Die Maria-Entschlafens-Kathedrale, ist nach ihrem
Abriss unter Stalin erst bis 2010 zur Tausend-Jahr-Feier der Stadt
originalgetreu wiedererrichtet wurde und in überlieferter orthodoxer Pracht mit
goldenen Kuppeln, reicher Wandbemalung und zahlreichen Ikonen glänzt. Gestiftet
wurde der Bau von einem reichen Moskauer, der hatte seine Rubel nicht in den
Kauf eines Fußballclubs investiert.
Ein kleines schmucke Kirchlein, Alexander Newski
Kapelle, steht hinter der Zentralregierung. Eine großzügige Fußgängerzone mit
vielen Geschäften, Restaurants und Cafés vermittelt einen sympathischen,
weltoffenen Eindruck. Dass die gesamte Innenstadt als UNESCO-Weltkulturerbe
ausgewiesen ist, liegt allerdings sicher auch an den herausragenden Kirchenbauten.
In den Jahren des Zweiten Weltkriegs blieb Jaroslawl
zwar von einer Besetzung durch die deutsche Wehrmacht verschont, da diese
letztlich nicht bis Moskau und östlich davon vorrücken konnte. Dennoch wurde
die Stadt, vor allem aufgrund ihrer verkehrstechnisch bedeutenden Lage, 1913
errichtete Eisenbahnbrücke über die Wolga in Jaroslawl war damals die einzige
Brücke im Oberlauf des Flusses. Transibirische Eisenbahn. Insgesamt fielen an
den Fronten des Zweiten Weltkrieges über 200.000 Menschen aus der Jaroslawler
Gegend. An sie erinnert ein 1968 aufgestelltes Mahnmal mit Gedenkflamme an der
Mündung der Kotorosl. Während der Belagerung Leningrads fand eine Vielzahl von
Kindern, die von dort über den zugefrorenen Ladogasee, die sogenannte Straße
des Lebens, evakuiert werden konnten, in Jaroslawl Zuflucht und eine neue
Heimat.
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