Mittwoch, 15. Juli 2015

Yaroslavl.

Juwel und Verkehrsknotenpunkt.
Worte des Tages: Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.
Cocktail des Tages: Vladimir 
Morgens um 08:00 Uhr erreichten wir Jaroslawl. Der Fahrer Michael und Reiseleiterin Olga sind für den Trip durch die Stadt verantwortlich.
Die Deutschsprachige Leitung hat in der ersten Reihe Platz genommen und wird begleitet vom Fotografen und Berichterstatter, nach der Hälfte des Urlaubs wird es Zeit das Ruder in die Hand zu nehmen.
Wichtigstes Kirchengebäude der Altstadt ist die Prophet-Elija-Kirche, ein monumentaler, von grünen Zwiebeltürmen bekrönter Bau. Mit einem Glockenspiel werden wir eingestimmt auf den bis jetzt wolkenlosen Tag, Sonnenschein pur und 18 Grad C.


Die Stadt gehört zu den acht Städten der Touristenroute des Goldenen Rings nordöstlich von Moskau und ist gleichzeitig die größte unter diesen Städten. Schwerpunktmäßig ist die Stadt durch ihre Architektur bekannt, weist jedoch auch ein nicht zu vernachlässigendes Angebot an kulturellen Attraktionen auf.
Im Park, gesponsert von Gazprom ist Musik im Einklang mit den Springbrunnen zu sehen und zu hören. Jaroslawl, das im September 2010 sein 1000-jähriges Bestehen feierte, gehört zu den ältesten Städten Zentralrusslands. Im Mittelalter war Jaroslawl die Hauptstadt eines Fürstentums, Anfang des 17. Jahrhunderts war es für einige Monate De-facto-Hauptstadt des russischen Zarentums, und vor der Gründung Sankt Petersburgs galt Jaroslawl als zweitgrößte russische Stadt.
Originalgetreu wiedererrichtet Kirche Maria-Entschlafens in Jaroslawl.
Die Maria-Entschlafens-Kathedrale, ist nach ihrem Abriss unter Stalin erst bis 2010 zur Tausend-Jahr-Feier der Stadt originalgetreu wiedererrichtet wurde und in überlieferter orthodoxer Pracht mit goldenen Kuppeln, reicher Wandbemalung und zahlreichen Ikonen glänzt. Gestiftet wurde der Bau von einem reichen Moskauer, der hatte seine Rubel nicht in den Kauf eines Fußballclubs investiert.

Ein kleines schmucke Kirchlein, Alexander Newski Kapelle, steht hinter der Zentralregierung. Eine großzügige Fußgängerzone mit vielen Geschäften, Restaurants und Cafés vermittelt einen sympathischen, weltoffenen Eindruck. Dass die gesamte Innenstadt als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen ist, liegt allerdings sicher auch an den herausragenden Kirchenbauten.
In den Jahren des Zweiten Weltkriegs blieb Jaroslawl zwar von einer Besetzung durch die deutsche Wehrmacht verschont, da diese letztlich nicht bis Moskau und östlich davon vorrücken konnte. Dennoch wurde die Stadt, vor allem aufgrund ihrer verkehrstechnisch bedeutenden Lage, 1913 errichtete Eisenbahnbrücke über die Wolga in Jaroslawl war damals die einzige Brücke im Oberlauf des Flusses. Transibirische Eisenbahn. Insgesamt fielen an den Fronten des Zweiten Weltkrieges über 200.000 Menschen aus der Jaroslawler Gegend. An sie erinnert ein 1968 aufgestelltes Mahnmal mit Gedenkflamme an der Mündung der Kotorosl. Während der Belagerung Leningrads fand eine Vielzahl von Kindern, die von dort über den zugefrorenen Ladogasee, die sogenannte Straße des Lebens, evakuiert werden konnten, in Jaroslawl Zuflucht und eine neue Heimat.

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